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Dienstag, 14. August 2018

Durchatmen!

Die Wochen der großen Hitze sind jetzt Gott sei dank vorüber. Ein paar sehr heftige Gewitter haben der Glut den Garaus gemacht. Man kann durchatmen und sich draußen wieder bewegen. So, wie man es sich für die sommerliche Jahreszeit wünscht. So lange wir noch auf einem Parkplatz des "Dreifürstensteins" (schwäbische Alb) aussteigen und unsere Wanderrunden drehen können, ist die Welt noch in Ordnung. Dort zumindest. Die Einkaufszentren mit ihrer Hektik und der Rücksichtslosigkeit der Menschen meiden wir, so oft es geht.

Was das Schreiben betrifft, kann ich ebenfalls wieder durchatmen. Vor einiger Zeit hatte ich ein Exposé an meine Lektorin geschickt. Es geht um einen Folgekrimi zu den "Martinsmorden" und er spielt im Schwarzwälder Enztal. Die Zeit, bis ich ihn fertig geschrieben habe, konnte ich selber bestimmen und bekomme dafür einen Vertrag. Jetzt recherchiere ich und schreibe abwechselnd, und es macht genauso viel Spaß wie beim ersten Buch!

Noch ein Wort an meine amerikanischen, französischen und portugiesischen Leser, die hier täglich ihre Kommentare abgeben. Danke für das Lob meiner Webseite und für das Teilen in den sozialen Medien! Dabei hätte ich aber eine Bitte: Ich kann mir nicht sicher sein, ob die Kommentare echt sind, weil sie anonym verfasst werden. Aus dem Grund veröffentliche und beantworte ich sie auch nicht. Wenn jemand also ernst genommen werden will, sollte er sich mit Realnamen melden.

Mittwoch, 14. Februar 2018

Erntezeit und neues Leben

In grauer Vorzeit, ich habe es heute noch in den Ohren, sang die Kölner Gruppe BAB"Am Äschermittwoch is alles vorbei." Jetzt ist der Tag wieder gekommen, und die Blumenläden machen gute Geschäfte, weil auf diesen Mittwoch gleichzeitig der Valentinstag fällt. Und es ist mal wieder Zeit für eine Zwischenbilanz. Inzwischen zieht sich geradezu eine Elefantenspur von mir durchs Internet. Die dürfte aber, im Vergleich mit den Spuren anderer, eine Schmalspur sein. Die Bücher, die ich veröffentlicht habe, sind nicht verschwunden, im Gegenteil, sie breiten sich immer weiter aus. In unzähligen Shops weltweit werden sie angeboten (selbst bei Barnes&Noble in New York), täglich tauchen sie in neuen Bibliotheken auf und werden auch gelesen - leider auch von Lesern, die sich bei Umsonst-Plattformen bedienen. Ich habe alle Ideen, die ich in den letzten siebzehn, achtzehn Jahren hatte, verwirklicht. Jetzt ist irgendwie das Ende der Fahnenstange erreicht. Es kommen keine Antworten mehr, weder von Verlagen noch von Agenturen. Dafür haben sich im Virtuellen viele wertvolle Kontakte entwickelt, die genauso real sind wie die in der Wirklichkeit. Doch gab es nicht auch einmal ein Leben vor der Virtualität?

Naja, ganz draußen war ich glücklicherweise nie. Parallel zu der Parallelwelt bin ich weit herumgekommen, wie einige meiner Blogleser noch wissen werden. Das ist wiederum in das Schreiben und in die Blogbeiträge eingeflossen. Es war schon immer eine andere Welt gewesen als die der "Normalbürger", nämlich die der Literatur, der Kultur und der Natur. Ich muss nicht fasten, muss nicht auf Süßigkeiten oder das Internet verzichten, muss kein neues Leben beginnen. Statt dessen sollte ich beides besser miteinander in Einklang bringen. Durch den Hamburger Kontakt erfahre ich mehr über meine Familiengeschichte als jemals zuvor. Das ist sozusagen die Folge der Elefantenspur, die sich hinter mir herzieht. Neben dem Bücherangebot in der Welt und den Lesern wachsen auch die Besucherzahlen im Blog kontinuierlich, je nach Input.

Freitag, 1. April 2016

Blaue Stunden

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag mit den Worten "Blaue Blumen " betiteln, merkte dann aber, dass der Begriff nicht das trifft, was ich sagen wollte. Die Blaue Blume ist ein Begriff der Romantik und bezeichnet die Sehnsucht nach etwas Unerreichbarem, Unendlichen. Dabei ist sie ein Symbol für die Verbindung von Mensch und Natur sowie des Wanderns geworden. Geprägt wurde er durch den Dichter Novalis, der den frühen Tod seiner jungen Geliebten in seinem Roman "Heinrich von Ofterdingen" verarbeitete. Der kleine Ort Ofterdingen liegt übrigens nicht weit von hier: Wenn wir zur schwäbischen Alb hinüberfahren, durchqueren wir häufig diesen schmucken Platz, an dem inzwischen auch eine Gedenktafel für den "Heinrich" aufgestellt wurde. Nicht nur deswegen ist Ofterdingen ein besonderer Ort (auch wenn die Gestalt des mittelalterlichen Heinrich natürlich fiktiv sein müsste), sondern auch wegen der großen Ammoniten, die hinter der Brücke im Fluss zu sehen sind, allerdings nicht bei Hochwasser. Es sind die Tintenfische der Urzeit, die hier vor Jahrmillionen im Jurameer wohnten und allmählich versteinerten (um nicht zu sagen: verkalkten). Die blaue Blume bedeutet auch eine Art von Todessehnsucht, und die habe ich nicht gemeint. Eher Sehnsucht nach Leben.

Die blaue Stunde dagegen ist die Zeit zwischen Dämmerung und Nacht, wenn Himmel und Landschaft in einem besonders intensiven Blau erscheinen. Das hat für Fotografen eine besondere Bedeutung, aber war auch für Dichter und Schriftsteller schon immer eine, wenn auch melancholisch gefärbte, Inspiration. Der Übergang zur Nacht - darin liegt wohl das Gemeinsame der beiden Begriffe. Ich hingegen habe dieses Bild schon immer anders interpretiert. Die blaue Stunde war stets
der Moment, an dem sich etwas wandelte und etwas Neues entstand. Ein magischer Augenblick, in dem das Innere nach außen trat, wie aus einem Traum heraus. Das ist das eigentlich Romantische daran. Aber es kann auch ein seelischer Wandlungsprozess sein, der uns hilft, die vielbesprochene Resilienz zu erreichen und damit einen Schutzzaun gegen die zeitweise unerträglichen Außenbedingungen aufzubauen. Magische Momente und blaue Stunden habe ich in meiner Studentenzeit erlebt, wenn ich mich auf einer Reise frühmorgens oder abends mit dem Schiff einem fremden Land näherte. Oder wenn wir zur Dämmerstunde in einen Landgasthof fuhren, um mit Freunden zu tafeln. Eine Nacht auf einem Felsen hoch oben in der Provence, mit einem kleinen Ballon Rosé und den Lichterketten unter unseren Füßen. Die Fledermäuse, Nachtigallen und Glühwürmchen auf dem Zeltplatz. Blaue Stunden waren die Spaziergänge und Wanderungen durch Löwenzahnwiesen, Rosengärten und Blaukissenwälder, in denen es später nach Bärlauch duftete. Es waren Besuche in Kirchen mit Figuren, die in hellblaue Himmel aufstiegen oder mit streng gotischen Gewölben, Begegnungen mit Menschen, das gemeinsame Lachen über komische Situationen oder auch Bücher oder Blogeinträge, die auf irgendeine Weise berührt haben und unvergesslich wurden.

In den letzten zwei Wochen waren die blauen Stunden wie Perlen einer Kette, die selten auftraten, aber nachhaltig alles Trübe verdrängen konnten. Eine Wanderung wie jedes Jahr im Donautal, an dessen Hängen Millionen von Leberblümchen und Märzenbechern in voller Blüte standen. Ein Essen in einem traditionellen Gasthof, wo es noch so schmeckte wie früher. Eine Fahrt in den Klosterort Gengenbach, mit explodierenden Magnolien, Forsithien und Veilchen und einem bunten Leben und Treiben. Die blauen Scillawiesen bei Herrenberg. Ein Buch über den "Winter der Welt" von Ken Follet, den ich lange Zeit links liegen gelassen hatte. Und nach jeder blauen Stunde musste man wieder eintauchen in diesen Winter. Dann stöberte ich mit roten Ohren in den Büchern eines literarisch-unterhaltsamen Agenten. Dachte an die Stunden, in denen Ideen zu Romanen entstanden waren, die Stunden des rauschhaften Schreibens. Das alles hat dazu beigetragen, dass sich mit einem Mal die Schreiblust wieder regte.

Ich legte meinen Neonazi-Südamerikaroman erst mal beiseite, kramte meinen dreieinhalb Jahre alten Schwarzwaldkrimi heraus und überlegte, was mir der einzige Verlag, den ich bisher kontaktiert hatte, dazu gesagt hatte. An einigen Stellen nicht spannend genug. Ich druckte mir den Text 20-seitenweise aus und begann zu lesen. Ich dachte, die Lektorin hätte die Beschreibungen gemeint, dass die einen Krimi bremsen würden. Aber das Ambiente wurde ja durchaus gelobt. Nicht schlecht, was ich da las, aber da waren ja ganz schön viel Dialoge, vielleicht die Hälfte. Das lese ich selbst nicht gern, wenn das ganze Buch nur daraus besteht. Und - eine uralte Schwäche von mir - in diesen Dialogen wird an einigen Stellen zu viel wiederholt. Also machte ich mich daran, diese Stellen zu straffen und zu kürzen, mindestens fünf Seiten sind dadurch schon auf der Strecke geblieben. Außerdem bekommt der Roman noch eine wichtige neue Perspektive, die mir damals die ganze Zeit im Hinterkopf herumgeisterte, die ich aber nicht realisieren konnte. Genauso wird es mir mit dem anderen Roman ergehen. Wenn ich ihn eine Weile liegen lasse und dann wieder lese, wird es mir wie Schuppen von den Augen fallen. Ich ahne schon jetzt, welche Perspektiven, Schauplätze und Zeitläufte fehlen, um ihn richtig rund zu machen. Solche Dinge, solche Erlebnisse und auch solche Erkenntnisse sind für mich blaue Stunden.








Sonntag, 15. März 2015

Wer langsamer wird, kann mehr erleben

Auf meinem Küchentisch steht ein Autorenkalender, Überbleibsel aus einem der Jubiläums-Geschenkkörbe, die ich in naher Vergangenheit erhielt. Diese Woche fällt mir jeden Tag der Spruch einer Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts in die Augen: "Die Langsamkeit bietet die Chance, das, was wir tun, auch zu erleben."
Henriette Wilhelmine Hanke, von der hatte ich bisher nie etwas gehört. Und doch war sie in ihrer Zeit eine Bestseller-Autorin. Offensichtlich hat sie ihren Leserinnen vieles der Spätromantik und ihres eigenen einsamen Lebens vermittelt. Eigentlich wollte ich in meinem nächsten Artikel über die Mobilität des Menschen schreiben. Und ich sehe da durchaus Verknüpfungen. Die größere Mobilität des Menschen begann damit, dass er nicht mehr weite Strecken wanderte, sondern sich zu Pferde fortbewegte. Später, nach Erfindung des Rades, auch mit Ochsen -oder Eselskarren. Je weiter die Zeit fortschritt, desto schneller konnte er sich von einem zum anderen Ort begeben. Die ganz große Revolution kam dann mit dem maschinellen Zeitalter, der Eisenbahn, dem Automobil und den Flugzeugen. Schließlich flog er in Überschallgeschwindigkeit zum Mond. Ähnlich ist es mit vielem anderen, mit den Lese-und Schreibgewohnheiten und der Kommunikation. Die alten Kulturen hinterließen der Nachwelt Schriften und Kunstwerke, die Bibel wurde vom Lateinischen ins Deutsche übersetzt, irgendwann kamen Schreibmaschine und Computer in allen Dimensionen hinzu. Während man früher also zum Nachbarn ging und mit ihm redete, sitzt man heute am Tisch und redet in sein Smartphone. Bei Facebook kommen mal schnell welche vorbei (oder auch nicht), um ein paar Worte abzulassen. Was erleben wir denn da? Eigentlich nicht viel. Wir haben das Höchstmaß an Mobilität und Kommunikation erreicht.

Wenn ich mit dem Hochgeschwindigkeitszug durch die Landschaft rase oder auf der Autobahn fahre, sausen Wälder, Berge, Seen und Städte an mir vorbei. Sie verlieren an Bedeutung und werden austauschbar. Erst kürzlich dachte ich bei einer dieser Gelegenheiten: Wenn jetzt jemand aus dem All auf die Welt niederschauen würde, sähe er Millionen von Gestalten, die in einer Art Konservendosen sitzen, meist jeder für sich, und schnell irgendeinem Ziel zusteuern, das sie dann ebenso schnell wieder verlassen. Dafür sind wir doch gar nicht gemacht! Die anderen Millionen sitzen vor größeren oder kleineren Guckkästen, erleben dort ihre eigene Welt oder kommunizieren mit anderen Kastenguckern. Den Weg durch den Wald finden sie mit Hilfe von Google Earth. Dabei übersehen sie das erste aufgeblühte Veilchen, den ersten Blaustern oder Märzenbecher. Im Café sitzen sie, drücken und schieben auf ihren Smartphones herum und übersehen die vielen interessanten Menschen und Begebenheiten, die sich vor ihren Augen abspielen. Es ist das Leben in einer Parallelwelt.

Wenn ich zu Fuß einen Wanderweg beschreite, wird die Bedeutung wiederhergestellt, am meisten wahrscheinlich, wenn ich die Wanderung immer wieder unterbreche, die Dinge am Wegesrand betrachte oder eine Aussicht genieße. Ich erlebe etwas, wenn ich mit anderen spreche oder auch nur den Vögeln an der Futterstelle zuschaue. Oh nein, das Rad der Geschichte will ich keinesfalls zurückdrehen. Es sollte aber jeder von den allzu Mobilen, den allzu schnellen Guckern, den Fast-Food-Essern und auch von den allzu schnell veröffentlichenden Autoren ab und zu innehalten und überlegen, wo und was es wirklich zu erleben gibt. Und noch etwas: Das Medium ist dazu da, es richtig in seinen Gebrauch zu bringen. Wer sein Leben verhuscht und nirgendwo ankommt, ist daran vorbeigegangen. Aber wer alle Mittel, die der Mensch zu seiner Verfügung hat, richtig in Gebrauch nimmt, kann wirklich etwas erleben und es an andere weitergeben, damit die wiederum etwas erleben können.


Donnerstag, 29. Januar 2015

Autorin auf Abwegen

Es ist nicht viel passiert inzwischen, und doch ist viel geschehen, nicht nur in der Politik. Kürzlich habe ich hier über den virtuellen Selbstmord reflektiert und kam zu dem Schluss, dass es genausowenig ein Selbstmord ist wie dasVerlassen eines realen Raumes. Es ist das Verlassen eines fiktiven Raumes, den es gar nicht erst gegeben hätte, wenn nicht Millionen von Menschen ihn nutzen würden. Man kann eine Tür öffnen und sie auch wieder schließen, man kann hineingehen und wieder hinausgehen und wieder hinein, wenn man denn das Bedürfnis hat. Ich habe die Tür angelehnt, sozusagen, und bin wieder hinausgegangen in die Welt. Dort treffe ich auf Menschen, die fest mit beiden Beinen auf der Erde stehen und auf solche, die sich auf irgendeine Art hinausbeamen in ein schöneres Leben. Statt mich in meiner Küche täglich zu fragen, was ich denn bitte kochen könnte, schwinge ich mich in mein fahrbares Gestell und gehe mit anderen Essen, mal schwäbisch, mal griechisch, italienisch oder chinesisch. Statt stundenlang vor dem Monitor zu sitzen und meine Geschichten in die Tastatur zu hämmern, lese ich, putze ich, kaufe ein und schaue mir im Fernsehen die Traumlandschaften der Alpen an, die ich bestimmt demnächst besuchen werde. Wenn es nicht mehr so grau, so kalt und nass sein wird. Meine letzten beiden Romane habe ich in den virtuellen Keller zum Reifen gebracht. Es ist mir nicht geichgültig, was aus ihnen wird. Aber ich möchte sie nicht feilbieten wie Sauerbier, und das Selbermachen schiebe ich noch hinaus. Ich habe keinen virtuellen Selbstmord begangen, denn ich bin ja noch da, alles ist noch da. Im Großen und Ganzen sagt mir mein Ego, dass es Zeit für eine Pause ist. Danach kann man dann immer mit neuer Energie wieder durchstarten.

Montag, 17. November 2014

Wovon träumst du?

Am Freitag hatten wir mal wieder eine sehr aufschlussreiche Supervison. Im Zuge der Teamentwicklung und der eigenen Positionierung wurden Fragen auf einen Flipchart geschrieben. Es ist kein Sakrileg, diese Fragen wiederzugeben, denn jeder kann sie sich in Bezug auf sein Leben, sein Schreiben oder seine sonstige Arbeit stellen.
1. Was regt mich auf?
2. Worüber freue ich mich?
3. Was kann ich für eine Erfolgsgeschichte erzählen?
4. Wovon träume ich?
Man sucht sich spontan eine Frage aus, spricht darüber und stellt sie dann einem anderen. Meine spontane Wahl war die Erfolgsgeschichte, die kam aus dem letzten Jahr meiner therapeutisch-begleitenden Arbeit. Es ist ein Riesenerfolg, wo ich jetzt stehe, im Vergleich zum November 2013. Ich selbst wurde gefragt, wovon ich träume. Da wurde mir bewusst, dass ich fast mein ganzes Leben davon geträumt hatte, ein Buch zu schreiben. Und dass ich diesen Traum verwirklicht habe, sogar vielfach, von den Veröffentlichungen ganz zu schweigen. Die kindlich-sentimentalen Träume von der Reiseschriftstellerin mit dem Haus am Meer habe ich inzwischen auf den Urlaub verlagert. Und eigentlich bin ich eine Reise-Schriftstellerin geworden, immer unterwegs im Hier und Jetzt, im Ländle, in der Historie und in spannenden Geschichten. Gibt es noch Dinge, von denen ich träume, unabhängig davon, ob die Träume realistisch, kindisch, kitschig oder romantisch sind? Ja, ich träume davon, dass ich mein Schreiben selbstbestimmt fortsetzen kann, dass ich weiterkomme, dass es immer Bücher in jeder Form und Leser und Menschen geben wird, denen das Schicksal ihres Planeten nicht egal ist. Der Traum vom Bestseller, den wohl jeder Autor einmal hatte oder noch hat, ist ausgeträumt. Oder etwa nicht? Und da kommen wir wieder zu der Frage, die ich mir noch gar nicht gestellt habe: Worüber freue ich mich? Zum Beispiel über eine Rückblende, die mir gelungen ist. Über einen Tag, an dem ich zusammen mit meinem Partner in der Sonne wandern kann. Über jedes Buch von mir, das einen Leser erreicht. Das kann ich inzwischen an den Rankings sehen, wenigstens tendenziell. KU/KOl bei Amazon sagt da weniger aus als zum Beispiel die Sterne, die in den Onleihe-Bibliotheken vergeben werden. Es freut mich, dass meine ersten drei Bücher des größeren Verlages sehr gut bewertet werden. Und was regt mich auf? Mich regt eigentlich vieles nicht auf, was andere aufregt. Am  meisten regt mich auf, wenn andere mir ihren Willen aufzwingen wollen. Da kann ich wirklich dampfkesselmäßig explodieren, dass die Wände meiner Umgebung erzittern! Und dann kann ich mich darüber freuen, dass der Dampf raus ist.
Zu Amazon noch ein Tipp: Das Buch als Beute , Podiumsdiskussion auf den Stuttgarter Buchwochen am 15.11 2014, 20 Uhr, u.a. mit dem Vorsitzenden des Börsenvereins.

Freitag, 7. November 2014

Die Woche im Off

Am Donnerstag vor einer Woche kam eine junge Klientin von mir aus einer psychosomatischen Klinik zurück. Sie hätte dort unter anderem gelernt, dass man auch ohne Fernsehen und Handy leben könnte. Dabei wirkte sie kolossal entspannt. Zwei Tage später ließ sich mein Computer nicht mehr starten, nachdem er schon einige Zeit vor sich hin gezickt hatte. Alle Bemühungen, ihn wieder zum Leben zu erwecken, scheiterten. Und so empfand ich es als wohlmeinende Geste des Himmels, dass sich das ganze Wochenende arbeitnehmerfreundlich warm und herbstlich schön gestaltete. An Schreiben war eh nicht zu denken, da sich alle Unterlagen im Wrack des Computers befanden. So kam es noch zu einer letzten Superwanderung auf dem Burgenweg/schwäbische Alb. Die Natur bleibt, wie sie war, auch wenn immer mal wieder erstaunlich kontraindizierte Dinge wie ein Plastikdrachen auf der Ruine Greifenstein auftauchen. My Home is my Castle, denken deutsche Familien wohl heute wie einst, denn beim Erscheinen des schon zweiten Störers meinte ein kleines Mädchen, das dort mit seiner Familie beim Picknick saß: Wir wollen jetzt ESSEN! Nun ja, auch wir konnten uns des Eindrucks nicht erwehren, dass es Tage gab und gibt, an denen man mit sämtlichen Wanderfreunden des Ländles konfrontiert wird.

Am Abend war die Autorin dann wieder zu Hause und starrte wehmütig auf den Fleck, an dem der Computer gestanden hatte. Mannomann und -frau, hat der einen Platz in meinem Leben eingenommen! Ich konnte nicht weiterschreiben, ich konnte keine Mails abrufen, nicht in meine Blogs schauen und noch nicht mal gucken, ob man geräucherten Lachs einfrieren kann! Am Montag nahm ein Freund meines Sohnes ihn in Reparatur. In der Woche danach durchlief ich alle denkbaren Gefühle der Entbehrung und des herbsten Verlustes, aber auch der Befreiung und Wiederversinnlichung der mich umgebenden Welt. Fast sehnte ich mich nach einem Smartphone; ich beneidete unseren Azubi um seins, dem er ganz schnell die Züge entlocken konnte, die noch fuhren oder den Namen des Kürbisses, der aussieht wie eine Birne. Nun ja, der Lachs ist eingefroren und ich werde schon merken, ob er nach dem Auftauen noch schmeckt. Irgendein Ersatz musste natürlich her. So griff ich nach der liebsten Freizeitbeschäftigung der Deutschen, was durchaus nicht Computern oder Smartphonen ist, sondern FERNSEHEN. Und dabei verging mir zwischendurch das Hören und Sehen. Einmal zeigten sie ein junges Mädchen, das in Heidelberg mit Ohrstöpseln Fahrrad fuhr, um Musik zu hören. Sie stieß mit einer Straßenbahn zusammen und kam knapp mit dem Leben davon. Dann kamen Bilder einer Überwachungskamera in einem U-Bahnhof. Sie präsentierte hintereinander drei Menschen mit Handy oder Smartphone, die plötzlich vom Rand wegkippten und auf die Gleise fielen. So ging es gerade weiter. Gestern kam im Odysso eine Sendung über Lärm. Das kann alles in Dezibel gemessen werden und reicht vom Ticken der Uhr bis zum Presslufthammer und dem Düsenjet in niedriger Höhe, die ab einem bestimmten Pegel und einer bestimmten Dauer krank machen. Da allerdings würde der Computer gut abschneiden, denn das Brausen des Browsers entspräche einem Flüstern oder einem Blätterwerk im Wind, während der Fernseher mit 70 Dezibel auf einer Stufe mit Schreien und dem Lärm eines Rasenmähers steht. Das kann man jedoch selber kontrollieren, während die Leute an den Einflugschneisen der Jets, an stark befahrenen Straßen und an häufig benutzten Bahnlinien nicht entkommen können.

Während dieser Woche gab es nun eine seltsame, ich will nicht sagen märchenhafte Veränderung bei mir. Ab dem dritten Tag bemerkte ich die Stelle mit dem fehlenden PC gar nicht mehr. Die Außenwelt wurde bunter, selbst die Menschen, Kollegen, Nachbarn, Freunde rückten in ein helleres Licht. Die Zeit verlangsamte sich. Nach ein paar Tagen war die Wohnung geputzt, ich war mindestens zwei mal im Schwimmbad gewesen und hatte plötzlich Zeit, auf einem kleinen Markt einzukaufen. Kartoffeln vom Bauern mit Erde dran, richtige einzelne, dicke Zitronen, Bauernbratwurst und anderes vom Metzger, und beim Bäcker gab es Zwiebelkuchen, und die Kaffetrinker unterhielten sich über die Arbeitsweise des Roten Kreuzes. Auf der Rückfahrt dann das Erwachen aus diesem langsamen, bunten Traum: Ein Fahrer, wahrscheinlich mit Handy am Ohr, kam uns entgegen, überholte und drängte dabei brutal einen Radfahrer von der Straße. Kreidebleich und fassungslos sah der dem Wagen hinterher. Nein, ich möchte nicht so abhängig von diesen Geräten werden, dass ich mich selbst oder andere Leute damit gefährde! Deshalb darf der PC ruhig ab und zu streiken und auch mal kaputtgehen, damit ich weiß, wie es auch mal ohne ging und geht. Dann tauchen vor dem inneren Auge Zeiten auf, als man mit dem Telefon an der Wand stand, mit der es verkabelt war, als man Geld in die Schlitze von gelben Zellen werfen konnte, Walkmen der neueste Schrei waren und die Leute in den Kneipen noch miteinander redeten und nicht auf ihre Smartphones starrten. Das erlebe ich fast nur noch in der Großstadt, nämlich dass Leute in den Kneipen miteinander reden.

Wie dem auch sei, heute Abend war die Auszeit dann zu Ende. Der PC war repariert, ich kam nach einem langsamen, bunten Nachmittag nach Hause und fuhr ihn hoch. Die Mails hatte ich im Büro kaum lesen können, das Dashboard meines E-Books hatte mehr Ausschläge als in den Zeiten, als ich es täglich kontrollierte. Es waren Kommentare da, und meine Mitautoren waren alle aktiv gewesen. Jetzt endlich konnte ich auch die Verbesserungsvorschläge meines Testlesers begutachten. Der Browser braust wieder leise vor sich hin, es ist, als rausche in der Ferne ein Bach. Ich bin froh, dass ich ihn wiederhabe, aber ich bin ebenfalls froh über die Woche, in der ich so viele Dinge außerhalb gesehen habe, und ich hoffe, dass ich einiges davon mit rübernehmen kann, auch ins Schreiben, das ich jetzt endlich fortsetzen kann. Früher hätte ich mit der Hand geschrieben, doch ist der PC inzwischen mein Arbeitsinstrument ersten Ranges, und ich bin ein drittes Mal froh, nicht gerade in einem Lektorat oder in einer Abgabephase gewesen zu sein. Dann hätte ich das wohl nicht so genießen können, und es hätte sich zumindest der Erscheinungstermin des Buches verschoben.

Montag, 28. Oktober 2013

Wie wird ein Blog bekannt?

Gerade beim Herumsurfen gefunden: Tipps zum Führen eines Blogs. Worauf man achten sollte, was zu vermeiden ist, wie er bekannt wird. Das sind aber nur formale Basisinformationen. Es wird empfohlen, eine Sache, die man mit 500 Wörtern beschreibt, auf 200 zu reduzieren. Und ich dachte schon, ich wäre extrem kurz. Habe es mal nachgeprüft: Ein Artikel, den ich für kurz hielt, hatte 438 Wörter! Gut ist auch der Tipp mit der Gliederung, und vorher darüber nachzudenken, was man schreiben will. Nicht von sich allein, sondern auch vom Leser ausgehen, der schnell das Interesse verlieren kann. Das mit der Zeitung, die man im Hinterkopf haben sollte, wurde ja schon vor langer Zeit gesagt. Also, alles, was du schreibst, sollte auch morgen in der Zeitung stehen können. Man muss immer daran denken, dass Arbeitgeber, Verwandte, Freunde, Verleger, Agenten, Lektoren, Journalisten, Trolle, vielleicht sogar das BKA mitlesen könnten. Bekannt wird der Blog, wenn man ihn pflegt und vernetzt.

Im Lauf der Zeit habe ich gemerkt, dass es bestimmte Reizthemen und Keywords/Tags gibt, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Je bekannter und besuchter ein Blog ist, desto mehr Arbeit und Überdenken fordert das auch vom Autor. Nein, das heißt nicht, dass man eine Woche Vorlaufzeit und Recherche braucht, bevor man einen Beitrag absetzen kann. Es kommt auch auf die Zielgruppe an, wie bei den Büchern. (Und im sozialen Netzwerk). Man sollte seine Leser weder überschwemmen noch sie am langen Arm verhungern lassen.

Hier noch das interessante Fazit desselben Profi-Bloggers: Wie man bloggt, ohne sich dabei umzubringen - mit guten Tipps, die nicht nur fürs Bloggen gelten!

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Schreibteufelchen feiert den 5. Geburtstag!

Voriger Post: Zwänge im Internet

Gerade habe ich mich in den Statistiken meiner beiden Blogs umgesehen und festgestellt, dass mein "Schreibteufelchen" gestern seinen 5. Geburtstag gefeiert hat! Am 9.Oktober 2008 bin ich von "Myblog" zu Google umgezogen, und wer war mein erster Gast und hat mich seitdem mit Rat und Tat, mit Witz und Eloquenz begleitet? Petra van Cronenburg! Darauf ein Prosit für alle Autoren, Leser und sonstige Gäste!
Zur Feier des Tages eine Übersicht über die beliebtesten Beiträge aller Zeiten. Beim Schreibteufelchen ist nach wie vor Wolfram von Eschenbach der absolute Renner. "Fluchtpunkte" war eine Reise in die Pfalz, nach Neustadt an der Weinstraße, dann kamen die vermeintliche Bibel, die Sorgen der Menschheit und ein Besuch in Schwäbisch Hall, der Perle des Hohenloher Landes. Fazit: Historisches, Reisen, Bücher und Psychologie.

31.05.2009
02.06.2010 

16.12.2012

Die "Orte zum Reinschmecken" dagegen sind erst vor drei Jahren entstanden. Hier dominieren eindeutig Wanderungen! Die meisten Besucher hier sind übrigens-zu meinem eigenen Erstaunen-über das Schreibteufelchen gekommen. Jetzt wird mir auch klar, warum: Wenn man die Blogs miteinander verbindet, zum Beispiel durch ein "zugkräftiges" Thema wie Schwäbisch Hall, bringt das eine Menge Besucher auf den anderen Blog! Ich werde mal die Probe aufs Exempel machen und die beiden Blogs mehr miteinander verlinken. Was auch noch sehr interessant ist: Kein einziger der Besucher hat sich je für meine Bücher interessiert, und meines Wissen wurde auch kaum eines über den Blog verkauft. Der Autorenblog bleibt also, was er war: eine Möglichkeit, mich schreiberisch warm zu halten, mit etwa einem Dutzend Menschen in Kontakt zu bleiben und eine Plattform für Gleichgesinnte, die einmalig oder immer mal wieder hier vorbeikommen.


Wanderung von Herrenberg nach Hohenentringen
10.06.2011





























































































Montag, 23. September 2013

Finale Schreibblockade?

In der letzten Zeit bemerke ich, dass es um mich herum bröckelt. In meiner Blogroll anderer Autoren wird immer seltener gepostet, eine mir sehr liebe Autorin (Marie) möchte ihren Blog sogar löschen. Diskussionen, die hier früher stattfanden, haben sich zu Facebook verlagert (wo sie sonst noch stattfinden, weiß ich nicht, da ich nicht überall zeitgleich sein kann). Und dort klinke ich mich nur selten ein. Ich wende täglich etwa eine Stunde für Social Media auf. Facebook überschlage ich täglich innerhalb 10 Minuten, setze manchmal ein paar Likes oder einen Kommentar ab. Das war`s dann auch schon. Und ich glaube auch nicht, dass es sich in dieser Form noch einmal groß ändern wird. Es gibt auch Autorinnen wie Friederike Schmoe, von der ich letztens ein Buch gekauft habe, das mir gut gefallen hat. Da sehe ich nur ab und zu ein Posting. Bei anderen hat sich seit Monaten nichts getan. Seit einiger Zeit hat sich eine Mauer vor mir aufgebaut, sie bremst mich immer wieder aus. Zwar habe ich inzwischen mehr als 100 Seiten meines historischen Nogo-Romans über das 18. Jahrhundert geschrieben, aber ich bin immer wieder versucht, ihn wegzulegen. Und zwar nicht, weil es so viel schwieriger geworden ist, Manuskripte egal welcher Art unterzubringen, sondern weil ich den Eindruck habe, ich müsste noch zehnmal besser, interessanter, spannender, gut recherchierter werden, um überhaupt noch irgendwo anzukommen. Und noch zehnmal so viel Zeit und Kraft aufwenden, die ich nicht mehr habe und nicht mehr haben möchte. Mein Blog war immer ein Zeichen meiner schreiberischen Vitalität. Wenn ich hier nichts mehr beitrage, wäre die Schreibblockade wirklich final.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Taugt der Blog nix, taugt das Buch nix?

Interessante Fragestellung, die ich gerade gefunden habe: Autorenblogs von brigitte.de.
Da wird sehr positiv über meine Blognachbarin Petra van Cronenburg gsprochen und darüber, wie Blogs auf potentielle LeserInnen der Bücher wirken. Von Petra habe ich auch schon mindestes zwei Bücher gelesen, was aber nicht auf einen zufälligen Besuch ihres Blogs zurückging.
Ein Blog kann schon eines der vielen Mittel sein, mit dem man sich den Lesern annähern könnte. Ich selbst kaufe nur selten Bücher, die in anderen Blogs vorgestellt werden. Denn meist gehören die Bücher, die da entstehen oder beworben werden, nicht zu meinem bevorzugten Lesestoff. Und es ist auch mir schon passiert, dass mir jemand in einem Forum negativ aufgefallen ist, so dass ich keine Lust hatte, dessen Bücher zu kaufen und zu lesen, wie in dem Beitrag oben gesagt wird. Dagegen wachsen mir andere Autoren so sehr ans Herz,dass ich gern mehr von ihnen lesen würde, auch dann, wenn es noch nicht veröffentlicht ist.
Für mich persönlich ist diese Funktion, nämlich über meinen Blog Bücher zu bewerben, stark zurückgetreten hinter den Wunsch, einfach nur eine kleine Plattform für mich als Autorin zu sein, mit der Möglicheit, mich mit anderen auszutauschen. Alle Blogs, die ich nebenher verfolgen möchte, sind bei mir aufgelistet. Manchmal finde ich neue Blogs, die ich hinzufüge, weil sich derjenige vielleicht bei mir gemeldet hat.
Ich wünsche mir Links zu Autoren, die regelmäßig bloggen, das heißt, so mindestens einmal in ein oder zwei Wochen. Denn wenn das eigene Rädchen im Kopf sich mal nicht so richtig dreht, bekomme ich oft sehr schöne Anregungen!

Freitag, 25. Februar 2011

Blog gelöscht

Nach einem Hinweis per PN habe ich jetzt dem Webmaster geschrieben, weil ich zwar das Passwort, den Usernamen aber nicht mehr habe. 
Irrungen- Wirrungen: Die Mail an den Webmaster kam zurück. Dann ist mir zum Glück der Username wieder eingefallen- und ich konnte den Blog "Schreibteufelchen-myblog" endlich löschen. Der Provider von der Homepage ist nach wie vor nicht mehr erreichbar, da es in dem Verlag, den er betrieb, 2008 die letzten Einträge gibt. Ansonsten ist er nebst demjenigen, der mir damals (2003) die HP kostenlos gebastelt hat, spurlos aus dem Netz verschwunden. In irgedeiner Ecke habe ich sogar noch die Zugangsdaten zur alten Homepage gefunden, aber da gab es keine Löschfunktion. Immerhin habe ich gesehen, dass in all den Jahren noch eine Menge Besucher darauf waren, ob Roboter, konnte ich nicht verifizieren. Jetzt behandle ich noch meine Mailadresse, wie von Petra vorgeschlagen.

Wie löscht man einen Blog?

In letzter Zeit kommen vermehrt Spammails in mein Postfach, und zwar aus meinem alten Blog http://schreibteufelchen.myblog.de/, den ich bis 2009 geführt habe. Eigentlich wollte ich ihn immer auswerten, bin aber nie dazu gekommen. Jetzt ist mir das nicht mehr so wichtg, und ich habe versucht, ihn zu löschen. Dafür habe ich aber keine Funktion gefunden.
Vielleicht kann mir jemand, der in nächster Zeit vorbeikommt, einen Hinweis geben. Es ist schon zum Mäusemelken: Auch meine Homepage, in die ich viel Zeit, Geduld und Geld gesteckt hatte, wurde seinerzeit von Spams geradezu zerfressen. Und auch die konnte ich nicht löschen, weil sie von einem Profi verwaltet wurde, den ich jetzt nicht mehr erreiche.
Dagegen bin ich mit Google als Bloganbieter, was auch immer man sonst von ihnen halten mag, zufrieden.


Montag, 11. Januar 2010

Meine Blogs

Zur Zeit betreibe ich drei Blogs, auch wenn zwei davon mehr oder weniger brach liegen. Das alte www.schreibteufelchen.myblog.de habe ich jetzt mal gespeichert und schaue es nach Verwertbarem durch, so bald ich Luft habe, bevor ich es dann lösche. Sonst kann es passieren, dass mitten in der Nacht eine englische Antwort auf etwas kommt, das ich vor zwei Jahren geschrieben habe...Der parallel laufende Blog "Lust am Wandern" kann nicht intensiv von mir gepflegt werden und war auch von Anfang an wenig besucht (auch wenn sich gleich vier regelmäßige Leser eingetragen hatten). Der Blog, der sich eigentlich über die Jahre durchgesetzt und seine Stammleser hat, ist dieser hier.
Inzwischen geht es ja nicht mehr nur darum, den Schreibprozess für andere Kollegen durchsichtig zu machen, sich "über die Schulter gucken" zu lassen. Es geht bei mir inzwischen um eine Mehrfachstrategie, nämlich der, Romane für große Verlage zu schreiben und der, regional etwas auf die Beine zu stellen. Zu den Romanen wird es immer wieder Hinweise auf die Schreibprozesse geben, auch zum Leben eines Autors und einer Sozialpädagogin allgemein. Zu den regionalen Aspekten- das sind im Moment der
Schwäbische Haus- und Heimatkalender, die "Schönsten Wochenenden" und der Schwäbische Literaturpreis - kommen immer mal wieder Anregungen, die ich hier kulminieren möchte. Es hat sich nämlich erwiesen, dass es keine Fluktuation der LeserInnen zwischen dem Schreibteufelchen und der "Lust am Wandern" gibt. So werde ich den anderen Blog rein für Wanderungen verwenden und hier alles listen, was mir sonst noch wichtig erscheint. Da kann dann durchaus auch mal ein Ausflug auftauchen, Lektüre, Rezepte und Aufgeschnapptes.