Seit gestern, den 15.Juni 2026, ist unser Montségur Autorenforum wegen Wartungsarbeiten geschlossen. Nach 20 Jahren engagierter Mitarbeit habe ich das auch nicht bedauert, sondern mich in die Frühsommersonne hinausbegeben. In Ebingen auf der Schwäbischen Alb gibt es ein schönes Museum, das wir auch schon mal besucht haben. Neben Werken von Otto Dix und anderen läuft gerade eine Fotoausstellung "Metamorphose. Die schwäbische Alb im Wandel der Zeit." Schwäbische Alb im Wandel der Zeit Die haben wir uns bisher nicht angeschaut, denn wir kennen die Alb von Mössingen bis Aalen, von Reutlingen bis Ulm, jede Burg, jedes Schloss, jede Stadt, viele Dörfer, Wanderwege, Seen, Pflanzen, Höhlen, Wasserfälle und Gasthöfe, von denen die meisten inzwischen geschlossen haben, dank Corona und Nachfolgende. Unsere letzten Spaziergänge fanden auf dem Burgenweg oberhalb von Reutlingen und auf de Irrenberg statt. Da waren die Traufwege ausgetrocknet und durch Fahrradrallyes extrem verbreitert, um jeden Ort herum waren weiße Einheitshäuserblocks und Fabriken wie Legosteine emporgewachsen, und wir hatten schließlich die Lust am Aufenthalt dort verloren.
Schreibteufelchen
Blog der Autorin Christa S. Lotz
Dienstag, 16. Juni 2026
Kleine Reise über die Alb
Seit gestern, den 15.Juni 2026, ist unser Montségur Autorenforum wegen Wartungsarbeiten geschlossen. Nach 20 Jahren engagierter Mitarbeit habe ich das auch nicht bedauert, sondern mich in die Frühsommersonne hinausbegeben. In Ebingen auf der Schwäbischen Alb gibt es ein schönes Museum, das wir auch schon mal besucht haben. Neben Werken von Otto Dix und anderen läuft gerade eine Fotoausstellung "Metamorphose. Die schwäbische Alb im Wandel der Zeit." Schwäbische Alb im Wandel der Zeit Die haben wir uns bisher nicht angeschaut, denn wir kennen die Alb von Mössingen bis Aalen, von Reutlingen bis Ulm, jede Burg, jedes Schloss, jede Stadt, viele Dörfer, Wanderwege, Seen, Pflanzen, Höhlen, Wasserfälle und Gasthöfe, von denen die meisten inzwischen geschlossen haben, dank Corona und Nachfolgende. Unsere letzten Spaziergänge fanden auf dem Burgenweg oberhalb von Reutlingen und auf de Irrenberg statt. Da waren die Traufwege ausgetrocknet und durch Fahrradrallyes extrem verbreitert, um jeden Ort herum waren weiße Einheitshäuserblocks und Fabriken wie Legosteine emporgewachsen, und wir hatten schließlich die Lust am Aufenthalt dort verloren.
Montag, 1. Juni 2026
Unsere schöne neue Welt
Den Thriller "Eden" von Marc Elsberg habe ich inzwischen ausgelesen. Wie gesagt habe ich darin viel über den heutigen Zustand der Welt erfahren. Dass das Fleisch nicht mehr schmeckt, weil die Tiere, Schweine, Rinder und Hühner mit Soja aus Brasilien gefüttert werden, das auch bald vertrocknen wird. Früher hat man die Schweine zur Eichelmast in die Wälder getrieben, und das Fleisch schmeckte nussig-zart. Schon als Kind zählten Kotelett und Tatar zu meine Lieblingsgerichten (neben Grießbrei), und ich sehen mich nach den alten Wirtschaften in Bayern und Baden-Württemberg, wo man früher die besten Schnitzel und Schweinebraten mit Knödeln bekam, im Schatten unter Kastanien oder Linden! Hute esse ich kaum noch Fleisch, weil die Rouladen auch nach Stunden nicht weich werden. Früher sind sie von der Gabel gefallen. Heute kriegt man selbst beim Metzger nur noch zähe Ware. Und neulich waren die Möhren von Edeka hart wie Stein. Die Fische verenden, immer mehr Feuersbrünste und Überschwemmungen verwüsten unsere Welt. Derweil die Konzerne und die Industrie immer weitere Gewinne einstreichen. In Portugal, so sah ich es kürzlich in einem Bericht, hat man Eukalyptusbäume aus Australien eingeführt, die alle anderen Arten verdrängt haben und wie Zunder brennen. Das, was Elsberg beschreibt, ist schon lange da. Am Schlimmsten ist die Erwärmung. Grauenvoll die Schilderung von der Wasserverteilung!
Jetzt weiß ich auch, was Denis Scheck mit dem Sandsturm gemeint hat, der in dem Roman über Brandenburg und Berlin brauste. Das war allerdings ein so genialer Twist, dass ich dem Buch dann doch noch 4 Sterne gegeben habe. Einzig das Infodumping war manchmal so nervig, dass ich es zweimal aus der Hand gelegt habe-fand ich auch in den Kommentaren bestätigt. Großes Thema, die Umsetzung blieb manchmal dahinter stecken. Sehr schön waren die Szenen in der schwedischen Holzhütte.
Rabattaktion 1. bis 15. Juni 2026
Es ist soweit: Jetzt kann man meinen Roman "Hexenkinder " auch bei Thalia, Osiander usw. kaufen, nicht nur bei Amazon. Hexenkinder Hexenkinder Amazon, und zwar für den Sonderpreis von 1,99 Euro statt 4,99 Euro!
Samstag, 23. Mai 2026
Eden und die Tragödie des einsamen Wals
Gestern Abend habe ich mir ein paar Notizen zu einem Buch gemacht, das ich gerade lese: "Eden" von Marc Elsberg, ein spannender Öko-Thriller, der es genauso in sich hat wie "Das fahle Herz des Sommers". Darauf gekommen bin ich durch eine Sendung von Denis Scheck. Einzig etwas eckig zu lesen sind die vielen Anglizismen und der fast zu schnelle Perspektivenwechsel. Also. Es ist ein informativ aufbereiteter Thriller, der Kampf zwischen Geldhaien und den Bewahrern unserer Welt. Ich wusste nicht, dass der brasilianische Regenwald vor allem für riesige Sojafelder gerodet und niedergebrannt wird, die bei uns und überall an Rinder, Schweine und Hühner verfüttert werden. Zwischendurch denke ich immer an Dinge, die mir in den letzten Jahren aufgefallen sind. Warum sind so viele Vögel verschwunden, Salamander, Regenwürmer? Warum fliegen so viel Milane, die am liebste Ass fressen? Die Schwalben, sind weg, Spatzen begegnen mir nur noch beim Bäcker draußen, wo sie auf die Tische geflogen kommen, um nach Brosamen zu schnappen. Auch Tauben watscheln gurrend und neidisch herum. Ich weiß jetzt, warum der Wal in die Ostsee geschwommen ist: Weil das Plankton im Atlantik immer mehr abnimmt! Überwärmung, Plastik, extreme Fischerei. Hier im Schwarzwald sah ich vorgestern noch meilenweit geusnde Bäume, Buchen und Weitannen, und die Vögel hörte man bis ins Auto hinein zwitschern.
" Bis 2050 wollen wir klimaneutral sein, aber die weltweite Plastikproduktion soll sich bis dahin vervierfachen!! In jedem Kaff muss man heute 30 fahren, derweil die Flugzeuge und Ozeanriesen unbehelligt weiterfahren, obwohl sie vor den Autos die größten Umweltverschmutzer sind. Und seit ich weiß dass für die Shrimpanzucht jeden Tag Mangrovenbäume abgeholzt werden, sind die von meinem Speisezettel gestrichen. Ich habe noch ca. sieben Stunden Lesezeit vor mir, mal sehen, was ich sonst noch alles erfahre! Die Fische, die Wale und Kraken sind ja schon an die Oberfläche gekommen.
Samstag, 16. Mai 2026
Hinaus in die Ferne mit Handy, Brot und Speck:-)
Übrigens bin ich auf ein sehr schönes E-Book gestoßen - es beschreibt das Leben der Franziska von Hohenheim, die im 18. Jahrhundert Herzog Eugen von Württemberg heiratete und ihn zu einem gerechten Landesvater erzog. Im Winter hatten wir ja das Schloss in Sindlingen hier in der Nähe besucht, wo sie ihren Sommersitz hatte und auch verstarb. Wenn es den Roman nicht schon gäbe, hätte ich gern über so ein Thema geschrieben. (Von Utta Kepler im Stieglitz- und Kohlhammerverlag.)
Oder an meinen Survival-Thriller weitergearbeiten? Doch die Lage auf dem Buchmarkt ist hoffnungslos. Wenn ich selbst schon so wenig zum Lesen finde, wie sollen mich die wenigen Leserínnen noch finden in dem riesigen Gestrüpp von Neuerscheinungen? Absolut empfehlenswert und das Beste, was ich in der letzten Zeit gelesen habe: "Ins Herz des fahlen Sommers" von Andreas Eschbach. Erschreckend realistisches Szenario, wenn wir auf die weiteren Entwicklung des Klimas schauen. Im letzten Jahr hatten sie in der Eiszone von Lappland, Schweden und Finnland schon wochenlang über 30 Grad!
Dienstag, 5. Mai 2026
Leben ohne Smartphone
Heute Morgen las ich in der Zeitung, dass ein Schüler, dem seine Mutter für die Nacht das Smartphone entzogen hatte, brutal die Küchentür aufgebrochen habe. Das ist sozusagen das Endstadium der Smartphone-Sucht! Und die Trigger sind die anscheinenden Belohnungen, die so jemand -ich vermute wegen der Likes - dazu treiben, immer weitermachen zu wollen, bis die Gesundheit, die schulischen Leistungen und die sozialen Beziehungen darunter leiden.
Ehrlich gesagt war für mich der Verlust meines Smartphones auch ein Entzug. Fast neidisch schaute ich in den letzten Tagen auf alle, die so ein Ding in der Hand hatten, daddelten oder reinsprachen. Aber ich hatte ja noch den Laptop, da konnte ich ja auch alles verfolgen und erledigen. Nur: Was gab es denn da eigentlich alles zu verfolgen? Im Autorenforum herrscht seit geraumer Zeit eisiges Schweigen. Facebook und Instagram beginnen mich jetzt, nach zwei Monaten, schon wieder zu langweilen. Whatsapp war ganz nützlich, um Bilder zu teilen oder kurze Nachrichten und Verabredungen zu managen, aber erstens musste ich zuletzt jeden Monat für mindestens 30 Euro Speicherplatz zukaufen, weil mein Schwager so unendlich viele Bilder und Videos schickt. Whatsapp kann ich auch nicht auf dem Laptop einrichten, weil ich dazu den QR-Code auf dem Smartphone scannen muss. Also, wozu brauche ich es denn eigentlich? Die Fotos sind das einzige triftige Argument, und der Zeitvertreib, den es bietet, wenn man beim Bäcker sitzt oder beim Zahnarzt.
Gestern habe ich mir im Media Markt mal die Smartphones angeschaut. Ich würde mir keines mehr für 250 Euro kaufen, sondern ein Samsung 16A für 109 Euro. Damit dann zu Telekom gehen wegen des Vertrags. Hat aber Zeit.
Im Übrigen habe ich ja einen Partner, einen Sohn, eine Schwiegertochter, Freundinnen, Bekannte und digitale Autorenpartnerschaften, die sich wohl auch mal wieder berappeln werden. Gute Bücher und Filme, Ausflüge und Möglichkeiten zum Reisen (Das Hochzeits-Event auf Schloss Diedersdorf, ein mögliches Flensburg-Treffen mit dem argentinischen Sohn meiner Cousine, Einladung nach Südspanien, wo er jetzt mit Familie wohnt, und andere Touren.) Mein Garten mit dem gestutzten Nussbaum, der aber schon wieder Blätter treibt (das schützt - noch - in den heißen Sommern besonders gut vor der Gluthitze!) Morgen Abend gibt es hier einen groß aufgezogenen Vortrag über Hermann Hesses "Kurgast", das ich schon öfter mit Vergnügen gelesen habe. Bei der Mörike-Vereinsversammlung war ich auch, im Sommer gibt es jeden Sonntag ein Treffen im Nagolder Mörike-Garten.
Donnerstag, 30. April 2026
Tage wie im Süden
Vor zwei Tagen fuhren wir zum Kaffeetrinken (Macchiato) in unser Lieblingslokal in Ergenzingen. Dann entdeckten wir ein altes Schloss, das wir schon lange kannten und in dem ich schon mit einen Eltern ein saftiges Schweinesteak mit Steinpilzen verspeist und mit meinem Freund, vom Hausherrn begrüßt, gegessen und getrunken hatte. Eine Art Traufweg führt hoch oben über dem Neckar entlang, allerdings ohne Aussicht wegen der Büsche und Bäume. Dieses Schloss, die Weitenburg, oft während unserer Spaziergänge von unten gesehen, erschien uns völlig neu in seinem Abendglanz.

Es war wie ein Traum, der lange nachhallen wird. Aus Träumen wie diesen wurde ich heute brutal gerissen-also hart in die Gegenwart zurückgerufen - als die Webseite behauptete, unser Monségur Autorenforum wäre nicht mehr sicher und daher nicht aufrufbar. Nachmittags ließ ich mein Smartphone auf einer Bank liegen und fand es nachher nicht mehr wieder, auch in der Tankstelle und in den Märkten drumherum war es nicht abgegeben worden . Panik! Nachdem ich das akzeptiert hatte, war es wie eine Befreiung. Keine nervigen Befehle und Verunsicherungen mehr, kein dauerndes zwanghaftes Aufrufen der Websides. Ich schaue mir gute Fernsehsendungen an, sitze mit meinem Freund zwischen Palmen wie in Italien, gehe mit meiner Freundin auf eine Hesse-Veranstaltung, versorge meinen Garten, kaufe Spargel und lese Christie Brückners "Jauche und Levkojen", nachdem ich mein Lieblingsbuch von ihr "Erfahren und erwandert" in einem öffentlichen Bücherschrank entdeckt hatte. Die Folgebände werde ich ebenso verschlingen wie das neueste Buch von Andreas Eschbach. Nie sind mir die alten Zeiten wie bei Brückner und das Weltverständnis wie bei Andreas so intensiv ins Bewusstsein gekommen.
Dienstag, 14. April 2026
Mal wieder bei Facebook und Instagram
Freitag, 27. März 2026
Mit Alice Schwarzer in Tübingen
Für Mittwoch, den 25. März, hatte die Buchhandlung Osiander Alice Schwarzer ins Kino Museum in Tübingen eingeladen. Zusammen mit meiner Freundin Hildegard machte ich mich gespannt auf den Weg. Auch wenn das lange her ist: Alice Schwarzer ist mir immer noch ein stehender Begriff - sie hat mir in den Zwanziger Jahren Mut zum Aufbruch gemacht, mich dazu gebracht, einen Doppelnamen anzunehmen (damals galt ja noch der Mann als Herr aller Dinge wie Arbeitserlaubnis der Frau oder Rücknahme von Geschäften wie der Kauf einer Waschmaschine auf eigene Faust!) Meine Mutter brachte "Der kleine Unterschied und seine großen Folgen" so weit, dass sie eine ganze Zeit lang im Frauenhaus mitarbeitete.
In Tübingen, am Schimpfeck, sah es noch genauso aus wie vor 30 Jahren, nur musste man ständig aufpassen, dass man nicht von einem Fahrrad umgenietet wurde. Die dreispurige Straße war nur noch einspurig befahrbar, der Rest für die Zweier reserviert. Immerhin ist Tübingen eine der lebenswertesten Städte Deutschlands, und der Oberbürgermeister Palmer hält sich seit Jahrzehnten im Rathaussessel-trotz und gerade wegen seiner Ehrlichkeit und seinen offenen Worten zur Ausländerpolitik. Und gegen den Willen der Grünen, bei denen ich lange Parteimitglied war und die ich jetzt auch nicht mehr wähle (außer Cem Özdemir). Das alles hat Palmer sicher bei seinem Vater, dem "Rebell vom Remstal", gelernt.
Das Kino Museum war noch das alte, aber innen ganz neu. Eine ganz andere Welt-glänzend, mit beleuchteten Nischen, wo Sitze zum Verweilen bei einem Latte Macchiato einluden. Bald bildete sich eine lange Schlange, viele graue und weiße Frisuren, aber auch junge Leute, alles in allem 400 Menschen, Bodygards, die die Taschen durchleuchteten. Draußen war nämlich eine Demo der queeren Szene angemeldet, die Alice Schwarzer Rassismus vorwerfen.
Davon war in den nächsten eineinhalb Stunden nicht die Rede. Alice Schwarzer stellte ihr neues Buch "99 Worte" vor und führte vergnüglich und verständlich durch ihr ganzes Autor(innen)leben und die Stationen der Frauenbewegung. Vom Gendern, das auch mich bis zur Weißglut genervt hat über die Gewalt gegen Frauen in jeder Form, in Form des Kopftuchs bis zu den jüngsten Enthüllungen der Giséle Pélicot und Collien Fernandez. Ich wusste auch nicht, was für Qualen Transmenschen auf sich nehmen, um endlich in der richtigen Haut zu sein. Ihnen muss geholfen werden. Es wurden Fragen gestellt, eine lebhafte Unterhaltung, Zuspruch von jungen Frauen und Männern, ständig tosender Applaus.
Meine eigene Meinung: Das, was ich mit dem Gendern und anderen Dingen erlebt habe, beruht darauf, dass sich die so genannte "queere" Bewegung an die Frauenbewegung angehängt hat und ihre eigenen Themen nicht genügend berücksichtigt fand. Also Thema Migration, Trans, Homosexualität und Diversität. Am Schluss konnte ich ganz nah am Signiertisch vorbeigehen, vor dem sich eine 20 Meter lange Schlange gebildet hatte. Alice war noch ganz die alte, mit ihrem Haarwust, dem schwarzen Kleid und dem typischen Grinsen im Gesicht.
Anmerkung: Die Ansicht über Putins Angriffskrieg, die Alice Schwarzer zusammen mit Sahra Wagenknecht vertritt, teile ich nicht!
Freitag, 13. März 2026
Zwischen Amazon und Stammkneipe

Wenn man ein Buch selbst veröffentlicht, muss man - nach der sorgfältigen und auch zeitraubenden Erstellung der Datei -, danach auch etwas zur Verbreitung und Bekanntmachung tun. Früher standen meine Bücher massenweise in den Buchläden der Republik, das ist in den letzten zehn Jahren anders geworden. Es reicht nicht, bei Instagram, Facebook oder anderen sozialen Medien einfach das Buch einzustellen und einen Reaktion zu erwarten. Meistens rauscht alles daran vorbei, es sei denn, man hat schon eine ganze Anzahl von treuen Followern, die auch noch Leser des eigenen Genres sind. Der beste Tipp, den ich bisher bekam, war der: Ich bin einer privaten Gruppe bei Facebook mit dem Thema "historische Romane" beigetreten und habe da bisher nur die besten Erfahrungen gemacht. Meine zwei Beiträge waren gut besucht, fünf Leserinnen haben sich mein E-Book gleich heruntergeladen. Woran ich das sehen kann? Eine hat es angekündigt, die anderen kann ich in meinem KDP-Bücherregal verfolgen, auch wieviel Seiten gelesen wurden und was ich damit und mit den Verkäufen bisher verdient habe. Mitte Mail will ich auch noch eine Veröffentlichung über Tolino anstreben. Dort ging es damals etwas anders zu als bei Amazon. Sehr viel persönliche Betreuung, ein kostenloses Angebot meines E-Books ("Nacht des Wolfes") im Newsletter, es wurde 3000 mal heruntergeladen. Anschließend passierte dann allerdings gar nichts mehr.
Für die Betreuung kann ich Amazon auch nicht so gute Noten ausstellen. In den letzten Tagen wollte ich, dass mir der Support meine Hexenkinder mit dem Verlagsbuch verknüpft. Da meldete sich ein Bot in schlechtem Deutsch, das das nicht ginge, weil Name und Titel nicht übereinstimmten. Ich insistierte, das könne doch nicht sein, weil es bei meinem Verlagsbuch "Das Vermächtnis des Bischofs" und "Teufelswerk" doch auch geklappt hätte. Beim zweiten Mal kam überhaupt keine Antwort. Auf mein weiteres Drängen kam eine Mail desselben Inhalts, nur etwas besser formuliert. Ich wurde jetzt etwas forscher, gab einen Stern für die Beratung und siehe da, jetzt wollte eine "Mistica" nur, dass ich nochmal die ASIN und die Links für das zu verknüpfende Buch schicke. Na also. Es soll bis zu einer Woche dauern, aber letztes Mal ging es etwas schneller, soweit ich mich erinnere.
Um mich von den ganzen Querelen zu erholen, nahm ich am Mittwoch die Einladung zu einem Stammtisch zwei Dörfer weiter an. Beim Hereinkommen staunte ich über den alten Kohleofen, der eine ganz besondere Wärme verstrahlte, über die alte, liebevolle Einrichtung und über den Höllenlärm, der mir von vier Stammtischen entgegenschallte. So bekam ich auch nur das Wesentliche mit, was geredet wurde, aber es war einfach schön, mal ein paar Stunden dazusitzen, sich wie früher zu fühlen und mal über etwas anderes zu sprechen als das Schreiben-nämlich u.a. über die besonderen Pausenbrote auf dem Schulhof und über Viecher wie Mäuse, Ratten Marder und Schnecken, die einem auf verschiedene Weise das Leben schwer machen können. Hirsch
Donnerstag, 26. Februar 2026
Unsere Kneipen-einst und jetzt
Kürzlich waren wir mal wieder in einer Wirtschaft, im "Bahnhöfle" in Nagold. Alles noch wie früher, der Kanonenofen, mollige Wärme und eine Gulaschsuppe, die ihresgleichen sucht. Aber es ist etwas anders geworden. Die alten Leute sind nicht mehr da, verstorben oder weggeblieben. Eine lange Reihe mit einem Verein oder Kollegen, die solange lärmten, bis das Essen kam.👦
Mittwoch, 11. Februar 2026
KI findet meinen Schlüssel nicht!
Ein E-Book selbst herauszugeben ist gar nicht so einfach. Auch wenn das ursprüngliche Print schon veröffentlicht, lektoriert und korrektoriert wurde. Ich habe es ja erweitert, und es sind etliche Seiten mehr geworden. Mit einem Wort, die professionelle Formatierung, bei der mir eine liebe Kollegin behilflich war, zeigte sich noch als Spaziergang. Dann aber die immer weiteren Korrekturen, Durchsicht auf dem Kindle oder dem Kindle Previewer - das hat ein paar Tage in Anspruch genommen, und alles andere musste liegenbleiben. Zwischendurch im Stress lief ich zum Postkasten, machte mit dem Schlüssel das Auto auf, holte die gelbe Tonne herein, wieder ins Haus, nahm das Altpapier, schüttete es draußen in die Papiertonne, packte den Einkaufskorb, stellte ihn ins Auto, dann holte ich Spinat aus der Gefriertruhe und begann zu kochen.
Alles Paletti. Als ich jedoch zwei Stunden später losfahren wollte, war der Schlüssel weg! Der Bund mit Auto-, Haustür und Briefkastenschlüssel. In zunehmender Panik begann ich zu suchen. Im Auto, im Briefkasten, in der Papiertonne, unterm Sofa, in den Mülleimern, im Bad, im Schlafzimmer, in den Taschen und Schränken. Mein Partner kam extra angefahren und suchte mit. Ergebnislos! Wo zum Teufel sollte dieser Schlüssel sein? Der konnte sich doch nicht in Luft auflösen.
Zum Glück fand ich einen Ersatzschlüssel fürs Auto und die Tür. Aber abends wurde mir doch mulmig. Was, wenn der Schlüssel auf die Straße gefallen war und jemand ihn aufgesammelt hatte? Würde der jetzt das Auto klauen oder in die Wohnung kommen? Oder hatte ihn eine dieser Elstern gestohlen, die hier oft auf dem kahlen Nussbaum sitzen? War der nicht zu schwer? In meiner Verzweiflung fragte ich die KI. Sie war klug und hat mir alle Stellen genannt, wo der Schlüssel sich verstecken könnte. Da war er aber nicht, und zwei Tage lang suchte ich weiter. Nur in einem Punkt hatte die KI recht: Meist ist der verlorene Gegenstand dort, wo man ihn am aller wenigsten vermutet. Heute Abend hatte ich dann eine Eingebung. Es musste der Nebenraum sein. Geschirrschrank und Tiefkühler vorgezogen, dahinter war nix. Mein Blick fiel auf die Gartengeräte. Da glitzerte doch was! Innerlicher Jubel. Da lag der Schlüssel und wartete seit zwei Tagen darauf, entdeckt zu werden. Dann fiel mir ein, dass ich nach dem Entsorgen des Papiers auch noch die Schneeschaufel ins Haus geräumt hatte. Jupidei!
Fazit: Die KI kann zwar schön zusammenfassen, was man alles tun kann, um verlorene Gegenstände wiederzufinden -man solle letztendlich sogar auf dem Boden durch die Wohnung robben - auf den eigentlichen Fundort muss man aber schon selber kommen.
Montag, 9. Februar 2026
"Hexenkinder": Heute erschienen
Gestern habe ich das fertig bearbeitete und formatierte Manuskript bei Amazon hochgeladen: Und heute ist es schon erschienen! Es kostet 4,99 Euro und lässt sich bequem auf den Kindle herunterladen. Hier noch mal das Cover und der Link zu Amazon:


















