Schreibteufelchen
Blog der Autorin Christa S. Lotz
Dienstag, 14. April 2026
Mal wieder bei Facebook und Instagram
Freitag, 27. März 2026
Mit Alice Schwarzer in Tübingen
Für Mittwoch, den 25. März, hatte die Buchhandlung Osiander Alice Schwarzer ins Kino Museum in Tübingen eingeladen. Zusammen mit meiner Freundin Hildegard machte ich mich gespannt auf den Weg. Auch wenn das lange her ist: Alice Schwarzer ist mir immer noch ein stehender Begriff - sie hat mir in den Zwanziger Jahren Mut zum Aufbruch gemacht, mich dazu gebracht, einen Doppelnamen anzunehmen (damals galt ja noch der Mann als Herr aller Dinge wie Arbeitserlaubnis der Frau oder Rücknahme von Geschäften wie der Kauf einer Waschmaschine auf eigene Faust!) Meine Mutter brachte "Der kleine Unterschied und seine großen Folgen" so weit, dass sie eine ganze Zeit lang im Frauenhaus mitarbeitete.
In Tübingen, am Schimpfeck, sah es noch genauso aus wie vor 30 Jahren, nur musste man ständig aufpassen, dass man nicht von einem Fahrrad umgenietet wurde. Die dreispurige Straße war nur noch einspurig befahrbar, der Rest für die Zweier reserviert. Immerhin ist Tübingen eine der lebenswertesten Städte Deutschlands, und der Oberbürgermeister Palmer hält sich seit Jahrzehnten im Rathaussessel-trotz und gerade wegen seiner Ehrlichkeit und seinen offenen Worten zur Ausländerpolitik. Und gegen den Willen der Grünen, bei denen ich lange Parteimitglied war und die ich jetzt auch nicht mehr wähle (außer Cem Özdemir). Das alles hat Palmer sicher bei seinem Vater, dem "Rebell vom Remstal", gelernt.
Das Kino Museum war noch das alte, aber innen ganz neu. Eine ganz andere Welt-glänzend, mit beleuchteten Nischen, wo Sitze zum Verweilen bei einem Latte Macchiato einluden. Bald bildete sich eine lange Schlange, viele graue und weiße Frisuren, aber auch junge Leute, alles in allem 400 Menschen, Bodygards, die die Taschen durchleuchteten. Draußen war nämlich eine Demo der queeren Szene angemeldet, die Alice Schwarzer Rassismus vorwerfen.
Davon war in den nächsten eineinhalb Stunden nicht die Rede. Alice Schwarzer stellte ihr neues Buch "99 Worte" vor und führte vergnüglich und verständlich durch ihr ganzes Autor(innen)leben und die Stationen der Frauenbewegung. Vom Gendern, das auch mich bis zur Weißglut genervt hat über die Gewalt gegen Frauen in jeder Form, in Form des Kopftuchs bis zu den jüngsten Enthüllungen der Giséle Pélicot und Collien Fernandez. Ich wusste auch nicht, was für Qualen Transmenschen auf sich nehmen, um endlich in der richtigen Haut zu sein. Ihnen muss geholfen werden. Es wurden Fragen gestellt, eine lebhafte Unterhaltung, Zuspruch von jungen Frauen und Männern, ständig tosender Applaus.
Meine eigene Meinung: Das, was ich mit dem Gendern und anderen Dingen erlebt habe, beruht darauf, dass sich die so genannte "queere" Bewegung an die Frauenbewegung angehängt hat und ihre eigenen Themen nicht genügend berücksichtigt fand. Also Thema Migration, Trans, Homosexualität und Diversität. Am Schluss konnte ich ganz nah am Signiertisch vorbeigehen, vor dem sich eine 20 Meter lange Schlange gebildet hatte. Alice war noch ganz die alte, mit ihrem Haarwust, dem schwarzen Kleid und dem typischen Grinsen im Gesicht.
Anmerkung: Die Ansicht über Putins Angriffskrieg, die Alice Schwarzer zusammen mit Sahra Wagenknecht vertritt, teile ich nicht!
Freitag, 13. März 2026
Zwischen Amazon und Stammkneipe

Wenn man ein Buch selbst veröffentlicht, muss man - nach der sorgfältigen und auch zeitraubenden Erstellung der Datei -, danach auch etwas zur Verbreitung und Bekanntmachung tun. Früher standen meine Bücher massenweise in den Buchläden der Republik, das ist in den letzten zehn Jahren anders geworden. Es reicht nicht, bei Instagram, Facebook oder anderen sozialen Medien einfach das Buch einzustellen und einen Reaktion zu erwarten. Meistens rauscht alles daran vorbei, es sei denn, man hat schon eine ganze Anzahl von treuen Followern, die auch noch Leser des eigenen Genres sind. Der beste Tipp, den ich bisher bekam, war der: Ich bin einer privaten Gruppe bei Facebook mit dem Thema "historische Romane" beigetreten und habe da bisher nur die besten Erfahrungen gemacht. Meine zwei Beiträge waren gut besucht, fünf Leserinnen haben sich mein E-Book gleich heruntergeladen. Woran ich das sehen kann? Eine hat es angekündigt, die anderen kann ich in meinem KDP-Bücherregal verfolgen, auch wieviel Seiten gelesen wurden und was ich damit und mit den Verkäufen bisher verdient habe. Mitte Mail will ich auch noch eine Veröffentlichung über Tolino anstreben. Dort ging es damals etwas anders zu als bei Amazon. Sehr viel persönliche Betreuung, ein kostenloses Angebot meines E-Books ("Nacht des Wolfes") im Newsletter, es wurde 3000 mal heruntergeladen. Anschließend passierte dann allerdings gar nichts mehr.
Für die Betreuung kann ich Amazon auch nicht so gute Noten ausstellen. In den letzten Tagen wollte ich, dass mir der Support meine Hexenkinder mit dem Verlagsbuch verknüpft. Da meldete sich ein Bot in schlechtem Deutsch, das das nicht ginge, weil Name und Titel nicht übereinstimmten. Ich insistierte, das könne doch nicht sein, weil es bei meinem Verlagsbuch "Das Vermächtnis des Bischofs" und "Teufelswerk" doch auch geklappt hätte. Beim zweiten Mal kam überhaupt keine Antwort. Auf mein weiteres Drängen kam eine Mail desselben Inhalts, nur etwas besser formuliert. Ich wurde jetzt etwas forscher, gab einen Stern für die Beratung und siehe da, jetzt wollte eine "Mistica" nur, dass ich nochmal die ASIN und die Links für das zu verknüpfende Buch schicke. Na also. Es soll bis zu einer Woche dauern, aber letztes Mal ging es etwas schneller, soweit ich mich erinnere.
Um mich von den ganzen Querelen zu erholen, nahm ich am Mittwoch die Einladung zu einem Stammtisch zwei Dörfer weiter an. Beim Hereinkommen staunte ich über den alten Kohleofen, der eine ganz besondere Wärme verstrahlte, über die alte, liebevolle Einrichtung und über den Höllenlärm, der mir von vier Stammtischen entgegenschallte. So bekam ich auch nur das Wesentliche mit, was geredet wurde, aber es war einfach schön, mal ein paar Stunden dazusitzen, sich wie früher zu fühlen und mal über etwas anderes zu sprechen als das Schreiben-nämlich u.a. über die besonderen Pausenbrote auf dem Schulhof und über Viecher wie Mäuse, Ratten Marder und Schnecken, die einem auf verschiedene Weise das Leben schwer machen können. Hirsch
Donnerstag, 26. Februar 2026
Unsere Kneipen-einst und jetzt
Kürzlich waren wir mal wieder in einer Wirtschaft, im "Bahnhöfle" in Nagold. Alles noch wie früher, der Kanonenofen, mollige Wärme und eine Gulaschsuppe, die ihresgleichen sucht. Aber es ist etwas anders geworden. Die alten Leute sind nicht mehr da, verstorben oder weggeblieben. Eine lange Reihe mit einem Verein oder Kollegen, die solange lärmten, bis das Essen kam.👦
Mittwoch, 11. Februar 2026
KI findet meinen Schlüssel nicht!
Ein E-Book selbst herauszugeben ist gar nicht so einfach. Auch wenn das ursprüngliche Print schon veröffentlicht, lektoriert und korrektoriert wurde. Ich habe es ja erweitert, und es sind etliche Seiten mehr geworden. Mit einem Wort, die professionelle Formatierung, bei der mir eine liebe Kollegin behilflich war, zeigte sich noch als Spaziergang. Dann aber die immer weiteren Korrekturen, Durchsicht auf dem Kindle oder dem Kindle Previewer - das hat ein paar Tage in Anspruch genommen, und alles andere musste liegenbleiben. Zwischendurch im Stress lief ich zum Postkasten, machte mit dem Schlüssel das Auto auf, holte die gelbe Tonne herein, wieder ins Haus, nahm das Altpapier, schüttete es draußen in die Papiertonne, packte den Einkaufskorb, stellte ihn ins Auto, dann holte ich Spinat aus der Gefriertruhe und begann zu kochen.
Alles Paletti. Als ich jedoch zwei Stunden später losfahren wollte, war der Schlüssel weg! Der Bund mit Auto-, Haustür und Briefkastenschlüssel. In zunehmender Panik begann ich zu suchen. Im Auto, im Briefkasten, in der Papiertonne, unterm Sofa, in den Mülleimern, im Bad, im Schlafzimmer, in den Taschen und Schränken. Mein Partner kam extra angefahren und suchte mit. Ergebnislos! Wo zum Teufel sollte dieser Schlüssel sein? Der konnte sich doch nicht in Luft auflösen.
Zum Glück fand ich einen Ersatzschlüssel fürs Auto und die Tür. Aber abends wurde mir doch mulmig. Was, wenn der Schlüssel auf die Straße gefallen war und jemand ihn aufgesammelt hatte? Würde der jetzt das Auto klauen oder in die Wohnung kommen? Oder hatte ihn eine dieser Elstern gestohlen, die hier oft auf dem kahlen Nussbaum sitzen? War der nicht zu schwer? In meiner Verzweiflung fragte ich die KI. Sie war klug und hat mir alle Stellen genannt, wo der Schlüssel sich verstecken könnte. Da war er aber nicht, und zwei Tage lang suchte ich weiter. Nur in einem Punkt hatte die KI recht: Meist ist der verlorene Gegenstand dort, wo man ihn am aller wenigsten vermutet. Heute Abend hatte ich dann eine Eingebung. Es musste der Nebenraum sein. Geschirrschrank und Tiefkühler vorgezogen, dahinter war nix. Mein Blick fiel auf die Gartengeräte. Da glitzerte doch was! Innerlicher Jubel. Da lag der Schlüssel und wartete seit zwei Tagen darauf, entdeckt zu werden. Dann fiel mir ein, dass ich nach dem Entsorgen des Papiers auch noch die Schneeschaufel ins Haus geräumt hatte. Jupidei!
Fazit: Die KI kann zwar schön zusammenfassen, was man alles tun kann, um verlorene Gegenstände wiederzufinden -man solle letztendlich sogar auf dem Boden durch die Wohnung robben - auf den eigentlichen Fundort muss man aber schon selber kommen.
Montag, 9. Februar 2026
"Hexenkinder": Heute erschienen
Gestern habe ich das fertig bearbeitete und formatierte Manuskript bei Amazon hochgeladen: Und heute ist es schon erschienen! Es kostet 4,99 Euro und lässt sich bequem auf den Kindle herunterladen. Hier noch mal das Cover und der Link zu Amazon:
Donnerstag, 5. Februar 2026
Kurz vor der Veröffentlichung-Die "Hexenkinder"
In den letzten Tagen habe ich den Roman mithilfe einer lieben Kollegin soweit vorbereitet und konvertiert, dass ich ihn wahrscheinlich morgen veröffentlichen kann. (Bei Amazon und Tolino, er wird dann bei Amazon nach vier Tagen bestellbar sein, bei Tolino wohl eher.) Der Preis beläuft sich auf 3,99 Euro für das E-Book, ebenso bei Tolino. Höchstwahrscheinlich mache ich auch noch eine Preisaktion bei Facebook und Instagram.
Samstag, 24. Januar 2026
Klappentext zum historischen Roman "Hexenkinder"
Hayingen, Süddeutschland im Jahr 1632. Als die Schweden in die Stadt einfallen, versteckt sich die 17jährige Katherina in einer Kirche. Dort begegnet sie dem Musketier Alexander, und während ihre Welt untergeht, verliebt sie sich in ihn. Im Morgengrauen ist er verschwunden. Als sie nach Hause kommt, findet sie das Haus abgebrannt und die Eltern grausam getötet. Während der Beerdigung beschuldigt ihre Nachbarin Katherinas Mutter, eine Hexe gewesen zu sein. Katherina verlässt ihren Heimatort, um den Täter zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen .Auf ihrem Weg schließt sie sich dem schwedischen Tross an, trifft wiederholt Alexander und verliert ihn wieder. Zu ihrem Entsetzen stellt sie fest,, dass ihre Nachbarin inzwischen Mätresse des Täters geworden ist und sie zu verfolgen scheint. Die Nachbarin denunziert Katherina, und nur ein Urteil der Jesuiten bewahrt sie vor der Todesstrafe. Schließlich gelangt Katherina auf ein Fuggerschloss in Wasserburg am Bodensee und erfährt, dass hier Kinder als Hexen verbrannt werden. Sie setzt alles daran, einige der Kinder zu retten. Doch sie ahnt nicht, wie gefährlich nahe sie dem Täter und der verräterischen Nachbarin gekommen ist.
Ein Roman über die Zeit großer Umbrüche, über Liebe, Verrat,
Freundschaft und den unbeugsamen Willen der Menschen zu überleben
Mittwoch, 21. Januar 2026
Dann passiert das Leben
Neuerdings gehe ich wieder ins Kino. Nachdem ich eine alte Freundin nach langer Zeit getroffen habe, ausgerechnet an der Kasse von C&A in Nagold. Schon zum zweiten Mal war ich im Kino. Letzte Woche war es der Film "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße" der genau dort spielte, wo wir im letzten Oktober in Berlin ein-und ausgestiegen sind. Hat mir schon gut gefallen, noch besser aber "Dann passiert das Leben". Eine Art Tragikomödie mit Tiefgang, dargestellt von Anke Engelke und Ulrich Tukur. .Anfangs fühlte ich mich an Loriot mit seinen Beziehungs-Slapsticks erinnert und musste schon grinsen und lachen, dann gab es einen gewaltigen Schnitt, und alles kippte in eine Tragödie hinein, die aber alles, was geschah und was die Figuren taten oder fühlten, miteinander verwob. Alles, alle Utensilien wie das elektronische Rollo, das hoch-und runtergefahren wurde, die Beziehung zum Sohn, zum Beruf und sonstigem Umfeld war so genial austariert, dass man nur noch dasitzen, mal ein Lachen von sich gab, mal Tränen in den Augen hatte. Ich habe mich und mein Umfeld in so vielem wiedererkannt, einschließlich der Aversion gegen manche zu krasse Formen der Digitalisierung und der KI. Der Staubsaugerroboter als Symbol. Ich habe gefühlt, dass ich selbst an diesem Scheideweg bin. Nach mehr als 20 Jahren Schreiben neben dem Beruf, mit Begleitung durch einen Partner, meinen Sohn und eine Autorengruppe und teilweise Isolation, besonders während der Coronazeit, bin ich gerade dabei, wieder ins Leben hinauszutreten und das Innen und das Außen mehr in Gleichklang zu bringen.
Dann passiert das LebenInhaltsangabe aus dem "Merkur":
Inhalt
Eine feinfühlige Hommage an eine vergessene Liebe. In den Hauptrollen: Anke Engelke und Ulrich Tukur. Hans, der als Schuldirektor kurz vor der Pensionierung steht, bewegt sich für seine Frau Rita eher wie ein Gast in ihrem Leben. Der gemeinsame Sohn ist längst aus dem Haus, und die langjährige Ehe der beiden folgt einer eingespielten Routine. Die neuen Fliesen im Bad sind nur der Anfang von etwas, das Rita große Sorgen macht. Auf einmal werden alte Wunden wieder sichtbar. Auf einmal fällt den beiden auf, wie wenig sie über das Leben ihres Sohnes wissen. Auf einmal ist nicht mehr klar, ob sie zwei Einzelne oder ein Paar sind. Doch dann passiert das Leben…
Die Einsamkeit des Schreibens
Diesen kleinen Essay habe ich vor mehr als 20 Jahren geschrieben, zwei Jahre, nachdem ich in eine Schreibwerkstatt eingetreten war und Kurzgeschichten schrieb. Er wurde im Oktober 2003 in der Zeitschrift "Federwelt" veröffentlicht.
Die Einsamkeit des Schreibens
Der Mensch kann ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft
sein, kann Vater, kann Mutter sein, ist immer Kind irgendwelcher Väter und
Mütter, kann sich verirren, verwirren – aber er wird nur dann, wenn er sein
Eigentliches entwickelt, zur Reife kommen. Wenn nun einer zum Schreiben sich
berufen fühlt, hat er mehrere Möglichkeiten: er kann es ganz nebenher tun, just
for fun. Kleine Geschichten und Gedichte für die Familie, für die Freunde, für
die Sonntagszeitung, um auch andere damit zu beglücken, und natürlich auch für
die Leser im Internet. Das wird ihn aber nicht zufrieden stellen. Er wird sich
zurückziehen, er braucht Ruhe, um seine Ideen zu entwickeln und zu Papier zu
bringen. Die Unruhe einer Familie, eines verzehrenden Jobs hindern ihn, seine
inneren Bilder auszuformen. Das gibt Konflikte mit der Realität. Der Autor hat
neben seinem Alltag noch eine andere Welt. Er hat Bilder, hat Figuren, mit
denen er kommunizieren kann. Das füllt die innere Einsamkeit aus. Der Schreiber
fühlt keine Leere und Depression, wenn er allein ist, sondern kann sich mit den
Figuren recht gut vergnügen.
„Du bist ja völlig neben der Kapp“, sagen die anderen.
„In einem Monat ist das vorbei“, sage ich.
Wird es in einem Monat vorbei sein?
Die zweite Möglichkeit: wir umgeben uns mit einem
gleichgesinnten Freundeskreis, der es ertragen kann, dass wir uns immer wieder
zurückziehen müssen, um zu schreiben. Wir können nichts zu Papier bringen
inmitten von schwätzenden Leuten, Partygetöse, klingelnden Telefonen und
Menschen, die ständig etwas von uns wollen. Was ist aber, wenn wir nach Hause
kommen, wenn niemand da ist, kein Licht brennt, alles noch daliegt wie morgens
– wenn wir das Bedürfnis haben, dass uns einfach mal jemand in den Arm nimmt,
mit uns spricht, mit uns isst, uns liebt? Es ist nicht wirklich lösbar.
Vielleicht könnte es phasenweise stattfinden. Als ganz Junge könnten wir mit
unserem Talent einen großen Erfolg landen, dem weitere folgen. Wenn die Luft da
droben zu dünn geworden ist, können wir uns wieder der Gesellschaft zuwenden,
Wärme und Nähe erleben, die doch auch immer wieder so verletzlich und zerbrechlich
sein kann. Wir können auch alle Phasen des „normalen“ Lebens durchlaufen und
nach Abhaken des gesellschaftlichen Anspruchs das zu leben, was wir eigentlich
sind und sein wollen. Und da können wir wirklich nur Gleichgesinnte brauchen.
Wir sind verantwortlich für das, was wir tun und wie wir leben. Niemand
anderes. Niemand ist schuld an den Entscheidungen, die wir einmal fällten. Wenn
wir diese Stufe erreicht haben, können wir wechseln zwischen Einsamkeit,
Schreiben, dem Innen und dem Außen und dem erneuten Hineingehen ins Leben, uns
hineinwerfen und dem Tod eine Nase drehen. Und wir können die Grenzen, die
jeder von uns hat, niemals vollständig überwinden. Können nie, nur
augenblicksweise, eins sein mit anderen, mit einem anderen. Beim Schreiben
können wir diese Momente erleben.
Seltsam, im Nebel zu wandern,
Leben ist Einsamsein,
kein Mensch kennt den andern;
jeder ist allein.
(Hermann Hesse: Im Nebel)
Aber: Es gibt wirkliche Momente der Begegnung zwischen
Menschen, welcher Art auch immer. Und die sind wesentlich und sind der Sinn und
aus ihnen spricht Gott.
Samstag, 17. Januar 2026
Das Cover für die "Hexenkinder" ist da!
Gestern erhielt ich von Constance (Coverboutique) mein Cover für den historischen Roman "Hexenkinder". Dazu habe ich gemeinsam mit meinen Kollegen und Kolleginnen vom Montségur-Autorenforum, der größten deutschen Internetplattform für Schriftstellerìnnen, einen neuen Klappentext erstellt. Jetzt habe ich den den Roman an meinen Kindle geschickt, werde ihn ein letztes Mal überarbeiten, und dann geht er an Amazon und Tolino zur Veröffentlichung.
Klappentext:
Hayingen im Jahr 1632. Als die Schweden in die Stadt
einfallen, versteckt sich die 17jährige Katherina in einer Kirche. Dort
begegnet sie dem Musketier Alexander, und während ihre Welt untergeht, verliebt
sie sich in ihn. Im Morgengrauen ist er verschwunden. Als sie nach Hause kommt,
findet sie das Haus abgebrannt und ihre Eltern von dem Schweden Gunnar Erikson ermordet. Während der Beerdigung beschuldigt ihre Nachbarin Anna Selblin Katherinas Mutter, eine Hexe gewesen zu sein. Das ist für Katherina ein Fluch, der ihre gesamte Zukunft überschattet.
Sie flieht aus der Stadt, um Alexander wiederzufinden und gelangt schließlich auf das
Fuggerschloss in Wasserburg. Dort erfährt sie von den Hexenprozessen gegen
zahllose Kinder. Katherina beschließt, einige
der Kinder zu retten und mit einem Boot in die Schweiz zu bringen. Doch dann
erscheinen Gunnar Erikson und Anna Selblin, seine Mätresse, auf dem Plan.
Die Handlungsorte Hayingen auf der schwäbischen Alb, Blaubeuren, Ulm, Augsburg und Wasserburg am Bodensee habe ich alle mehrmals besucht und dort recherchiert, ebenso in Büchern und im Netz. Das Buch erschien im Jahr 2004 im Verlag Ulmer Manuskripte und wurde für einen Kleinverlag ordentlich verkauft.
Freitag, 26. Dezember 2025
Das Altensteiger Fackeln

Der zweite Haufen, ein paar hundert Meter entfernt
Sonntag, 14. Dezember 2025
Hexenkinder-historischer Roman
Nachdem mein neuer Roman "Tod im Glaswald" von keinem Verlag angenommen wurde, hatte ich mich daran gemacht, einen alten, 2004 im Verlag Ulmer Manuskripte erschienenen, nächstes Jahr im Self Publishing herauszugeben. Er hieß ursprünglich "Aufbruch nach Blaubeuren" und ist inzwischen nicht mehr erhältlich bzw. durch einen (fremden) Verlagslapsus als E-Book aus dem Netz verschwunden. Eine nette Designerin hat zugesagt, mir aus dem obigen Foto Mitte Januar ein neues Cover zu machen (mit Frauenfigur im Vordergrund). Die Geschichte beruht auf den Hexenprozessen vom Wasserburg am Bodensee, in dem zahllose Kinder verurteilt und getötet wurden. Die historischen Fakten sind belegt, aber alles über allem ist es eine Liebesgeschichte, die alle Wirren des Krieges überdauert.
Noch etwas zum Werdegang meiner Romane: Aufgrund meiner Berufstätigkeit bis 2015 habe ich nicht jedes Jahr ein Buch herausgebracht. 2004 erschienen "Eduard Mörike, ein Leben auf der Flucht" und Aufbruch nach Blaubeuren", 2009 "Die Nonne und die Hure" und "Die Pilgerin von Montserrat", 2011 "Die Hure und der Mönch" im Aufbau Verlag, 2012 "Das Vermächtnis des Bischofs" im Verlag Oertl&Spörer, im SP der Mörike, dann 2013 "Die Köchin und der Kardinal" im Aufbau Verlag. Es folgten 2014 "Teufelswerk" (E-Book zum Vermächtnis des Bischofs), 2015 "Nacht des Wolfes" im SP,2018-2020 "Martinmorde"; "Tod am schwarzen Fluss" und "Mörderische Förde" im Midnight by Ullstein Verlag.
Vorläufiger Klappentext "Hexenkinder":
"Süddeutschland im Jahr1632. Nach dem Überfall schwedischer Soldaten auf ihre Stadt beginnt eine Odyssee für die 17jährige Katherina. Ihre Eltern sind bei dem Massaker ums Leben gekommen. Dem Mörder ihrer Eltern, Gunnar Erikson, schwört sie bittere Rache. Doch sie wird selbst von ihrer Nachbarin Anna Selblin verflucht, da ihre Mutter keine Heilerin, sondern eine Hexe gewesen sei, die ihren Sohn mit einer Tinktur getötet hätte. Auf der Flucht trifft Katherina den katholischen Musketier Alexander und verliebt sich in ihn. Er zieht wieder in den Krieg. In der Folgezeit treffen sie mehrmals aufeinander und verlieren sich wieder. Nach vielen Gefahren und Abenteuern gelangt Katherina auf ein Fugger-Schloss in Wasserburg am Bodensee, wo Kinder Opfer von Hexenprozessen geworden sind. Erikson erscheint dort zusammen mit Anna Selblin, die inzwischen seine Mätresse geworden ist. Katherina befreit drei Kinder aus dem erlies des Schlosses und bringt sie in die Schweiz. Dort trifft sie auch Alexander wieder. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende, denn ihre Erzfeindin Anna und Erikson sind ihr dicht auf den Fersen."












