Wie schon früher angekündigt, fahre ich morgen zusammen mit Hildegard nach Berlin/Schloss Diedersdorf in Brandenburg zur großen Hochzeit meines Sohnes David und seiner Frau Dany. 150 Gäste werden erwartet, Trauung in der Kirche, Hochzeitsessen usw. Schon ganz früh um 7.11 Uhr geht der Zug ab Herrenberg, da lohnt sich kaum noch das Schlafen. Gestern gab es bei der Bahn ja schon einen Systemunfall, von dem ich nicht ganz glaube, dass er einfach so passiert ist. Alle Züge, U-und S-Bahnen Deutschlands standen auf einmal zwei Stunden lang still, es gab Panik und Chaos an den Bahnhöfen, teilweise mussten die Leute dort übernachten. Heute warnt die Deutsche Bahn vor Fahrten in den nächsten fünf Tagen-bei den Hitzegraden bis zu 40 Grad sei die Infrastruktur beeinträchtigt, und man solle Rücksicht nehmen auf das Personal. Böschungsbrände, Blitzschlag und Starkregen werden erwartet. Wir hoffen nur, dass die Klimaanlage nicht ausfällt wie bei meiner Reise nach Hamburg vor mehr als zehn Jahren, als ich im Bummelzug bei größter Hitze, ohne Getränke und Verpflegung, durch das knallheiße Deutschland fahren musste. Es war aber auch ein unvergessliches Abenteuer, und die Zugbegleiter haben sich redlich um uns Fahrgäste bemüht und uns, glaube ich, noch kalte Cola und ein Sandwitsch besorgt.
Das Fußballspiel heute Abend werde ich mir anschauen, so wie ich schon einige angeschaut habe, die aber zum Teil lustlos und langweilig waren. Was hat sich da geändert? Ich erinnere mich an das Sommermärchen von 2006, als fast an allen Autos die schwarzrotgoldenen Fahnen wehten,, die Leute das Fußballlied sangen und alles so beschwingt und einfach schien. Natürlich war unsre Mannschaft früher besser, aber es gibt auch noch andere Gründe. Das erfuhr ich bei einer Sendung von Markus Lanz und bei einer weiteren. Damals hat Kanzlerin Merkel als Fußballfan die Sache angeheizt, ist bei den Toren in die Luft gesprungen und hat die Jungs in ihrer Kabine besucht, wobei es wohl ein wenig anzüglich zuging- im Zusammenhang mit der Siegestrophäe.😍 Kanzler Merz dagegen hat die Spieler auf seinem Smartphone angerufen und ihnen nüchtern alles Gute gewünscht. Offensichtlich ging die Beliebtheit von Merkel wohl auf diese Begebenheiten zurück (und auf ihre Haltung während der Coronakrise, wobei ich sie wirklich manchmal recht gut fand.) Übers "Wir schaffen das" will ich ja gar nicht reden.



















