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Samstag, 20. Juni 2026

Dieser Sommer ist einer der heißesten ...,


 ...die ich je erlebt habe! Ich erinnere mich an den von 2003, statistisch der heißeste seit dem Jahr 2000. Ich werde nie vergessen, wie der Asphalt auf den Straßen Blasen warf, Brombeeren an ihren Büschen vertrockneten, und abends schlichen wir hundert Meter auf der Höhe herum. Und da die Freibäder und Seen überfüllt waren, verbrachte ich die Wochenenden an einem Pool der Kleinen Lauter, wo ich mich beim Lesen immer wieder abkühlen konnte. Die Jahre 2016, 2018 und 2019 waren auch sehr heiß. Die Hinweise, die Prophezeiungen aus den beiden Büchern, die ich kürzlich gelesen habe, scheinen sich zunehmend zu bewahrheiten. Dabei denke ich immer wieder an meine Kindheit, z.B. mit neun Jahren, als wir in den Ferien sechs Wochen lang Tag für Tag bei herrlichstem Sonnenschein in der Niehuser Gegend barfuß herumliefen, im See badeten, Blutegel in der Krusau entdeckten, wilde Birnen pflückten, auf der Waldwiese Familie spielten und uns Blätterhöhlen im Wald
 errichteten. Ich bin froh, dass ich die gute Zeit noch erleben konnte und hoffe, dass es der Welt noch irgendwie gelingt, das Ruder herumzureißen.

Montag, 10. August 2020

Die Ostsee kann sehr kalt sein


                                                                              

Am letzten Donnerstag habe ich meinen Ostseekrimi an die Lektorin im Verlag geschickt. Heute kam die Bestätigung: wohlbehalten angekommen. Mit einer ersten Rückmeldung kann ich Ende der Woche/ Anfang nächster Woche rechnen. Um ehrlich zu sein: Das Schreiben dieses Romans hat mir die Monate der Pandemie, des Lockdowns und der weltweiten Geschehnisse erleichtert! In den derzeitigen Hundstagen lasse ich tagsüber meine Rollläden herunter, trinke viel Mineralwasser mit Zitronenspritz, und wir gehen nur abends m kühleren Tal spazieren. Angesichts der Urlaubermassen im Schwarzwald und überall verzichten wir dieses Jahr darauf wegzufahren. Wir haben in der Nähe einiges neu entdeckt: die Kneipe einer bekannten oben auf der Höhe, Wander-wege gleich um die Ecke, idyllische Fleckchen an der Steinach und der Nagold und ein Restaurant-Café mitten in Nagold am Fluss. Da kann man ewig lang sitzen, Kleinigkeiten wie Bruschetta futtern und mit alten bekannten quatschen die vorbeikommen. Mein kleiner Garten und die Terrasse sind in diesem Sommer das absolute Paradies! 

Das Leben ist trotz oder gerade wegen Corona einfach geworden.

Dienstag, 14. August 2018

Durchatmen!

Die Wochen der großen Hitze sind jetzt Gott sei dank vorüber. Ein paar sehr heftige Gewitter haben der Glut den Garaus gemacht. Man kann durchatmen und sich draußen wieder bewegen. So, wie man es sich für die sommerliche Jahreszeit wünscht. So lange wir noch auf einem Parkplatz des "Dreifürstensteins" (schwäbische Alb) aussteigen und unsere Wanderrunden drehen können, ist die Welt noch in Ordnung. Dort zumindest. Die Einkaufszentren mit ihrer Hektik und der Rücksichtslosigkeit der Menschen meiden wir, so oft es geht.

Was das Schreiben betrifft, kann ich ebenfalls wieder durchatmen. Vor einiger Zeit hatte ich ein Exposé an meine Lektorin geschickt. Es geht um einen Folgekrimi zu den "Martinsmorden" und er spielt im Schwarzwälder Enztal. Die Zeit, bis ich ihn fertig geschrieben habe, konnte ich selber bestimmen und bekomme dafür einen Vertrag. Jetzt recherchiere ich und schreibe abwechselnd, und es macht genauso viel Spaß wie beim ersten Buch!

Noch ein Wort an meine amerikanischen, französischen und portugiesischen Leser, die hier täglich ihre Kommentare abgeben. Danke für das Lob meiner Webseite und für das Teilen in den sozialen Medien! Dabei hätte ich aber eine Bitte: Ich kann mir nicht sicher sein, ob die Kommentare echt sind, weil sie anonym verfasst werden. Aus dem Grund veröffentliche und beantworte ich sie auch nicht. Wenn jemand also ernst genommen werden will, sollte er sich mit Realnamen melden.

Samstag, 31. August 2013

Herbstwanderungen

In der letzten Zeit schmeckten mir die Wanderungen durchs Internet nicht mehr so recht. Es wird Zeit, wieder ins reale Leben, in die Natur und Kultur unseres Landes abzutauchen. Gestern liefen wir durch ein Meer von Kalkastern, Herbstenzian und Zwergginster, eine Reminiszenz an den Sommer, später gekrönt von einem Eis beim Lieblingsitaliener. Das ist eines der schönsten Mittel, wieder aufzutanken! Den PC möchte ich gerade in erster Linie zum Schreiben hochfahren. Alles andere macht irgendwie nur müde.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Was macht einen Autor glücklich?

















Dieses Jahr hat es sich voll gelohnt, im Ländle zu bleiben. Hatten wir doch den Glauben daran, im eigenen Land Urlaub machen zu können, schon vollkommen aufgegeben. Und es wurde immer besser: Nach dem Desaster in einem fränkischen Gasthaus (man ließ dort die Gäste im Dunkeln sitzen!) landeten wir tatsächlich in Ellwangen, im fränkischen Seenland. Und dort ist die Autorin auch endlich zur Ruhe gekommen. Was braucht sie mehr als ein lebhaftes Städtchen voller Kirchen, Tore und Türme, einen Markt, einen See, ein Buch? Eine Wallfahrtskirche und ein Schloss hoch über der Stadt, wo sie der Duft der Lindenblüten empfängt? Und einen Biergarten mit alten Kastanien und einem Sonntagsbraten mit Spätzle? Nur wenn man unterwegs ist und die Augen offen hält, begegnen einem die wirklich guten Dinge.
Wieder dahoim. Seit Wochen schreibe ich nicht mehr, es sind gefühlte Jahre. Aber das stimmt ja gar nicht. Ich schreibe im Kopf, ich lese in einem Buch über die Dichter des 18. Jahrhunderts. Bei denen ging es grundsätzlich auch nicht anders zu als bei uns. Auch Goethe wurde raubkopiert, wenn er nicht schnell genug nachlieferte. Gelebt haben sie alle nicht vom Schreiben. Aber sie waren in gewisser Hinsicht freier, was ihr Schreiben betraf. Frei bin ich nun auch, frei von Vorgaben und Veröffentlichungsdruck. Ich kann herumexperimentieren wie die Autoren des 18. Jahrhunderts, die ständig ihr eigenes Leben in Szene gesetzt haben. Bis vor Kurzem hatte ich mir nicht vorstellen können, ohne Hilfe weiterzumachen, ohne dabei in ein Loch zu fallen. Und habe die Erfahrung gemacht, dass es geht. Es geht sogar ohne Beruf, nie habe ich mich so wohl gefühlt wie in dieser Zeit! Aber ich will den Mund nicht zu voll nehmen, es wird sicher wieder der Tag kommen, wo der Blick darauf ein wenig getrübt wird ...

Freitag, 5. Juli 2013

Endlich Sommer!


So müsste es immer öfter sein: ein paar Tage am Stück Sonne und Wolken und blauer Himmel und keine Verpflichtungen außer der, es sich einfach nur gut gehen zu lassen! Gestern in Reutlingen gab es einen Vorgeschmack: Auf der Suche nach dem "Faustus" von Thomas Mann stolperte mein Begleiter über einen Buchhändler, der uns wiederum zu vier Exemplaren meines Buches führte. Und er entschuldigte sich, nicht aufdringlich sein zu wollen, wenn er mich bitte zu signieren. Und da nun ein umfangreiches Hoch vom Atlantik hereinkommt, haben wir kurzentschlossen in einem Gasthaus im Bühlertal in Franken gebucht, zwischen Schwäbisch Hall und Abtsgmünd. Wie ich schon sagte, ist es ein Landstrich für Zivilisationsgeplagte, eine Oase in der Stille, mit vielen Schlössern, viel Natur, klaren Flüssen, der lebhaften Stadt Schwäbisch Hall, einer der schönsten mittelalterlichen überhaupt, Seen, Rad- und Wanderwegen sowie einer herzhaften, preiswerten Küche. In Obersontheim ganz in der Nähe wurde Daniel Friedrich Schubart geboren, Kaspar Hauser wurde in Ansbach aufgegriffen, im Jagsttal liegt das Kloster Schöntal, und hier befindet sich auch die Burg des Götz von Berlichingen. Ich habe einen Krimi von Fred Vargas und ein interessantes Werk über das 18. Jahrhundert, das Leben und seine Dichter dabei. Passend dazu wird in Hall der "Faust I" aufgeführt, während der Nachtwächter dort seine Runden dreht.