Es gibt heute eine gute und eine schlechte Nachricht: Die Belegexemplare meines neuen Romans sind eingetroffen, glücklicherweise nur 8 Stück dank des Verschlankungsprogramms meines Verlages. So konnte ich sie mühelos aufheben, nachdem ich bei der Postbotin unterschrieben hatte. Man erinnere sich: Vor eineinhalb Jahren gab es einen Hexenschuss, der vier Tage anhielt, nachdem ich zwanzig Exemplare meines"Bischofs" hochgewuchtet hatte! Liegen gut in der Hand. Diesmal kann ich sie also nicht einfach so verschenken.
Die schlechte Nachricht: Irgendein Teufel im Internet will nicht, dass ich eine WLAN-Verbindung eingerichtet bekomme und mir problemlos E-Books runterladen kann. Es hat mich schon Stunden, Tage und zerraufte Haare gekostet, diese Verbindung zu bekommen, so dass ich schließlich entnervt aufgegeben und den Reader meinem Sohn geschenkt hatte. Alle Hotspotstellen meines Ortes waren mit Leuten besetzt, die keinen blassen Schimmer hatten. Selbst bei McDonalds guckte man wie ein Lastwagen und gab dann irgendeine unbrauchbare Nummer. Jetzt hat sich 1&1 meiner erbarmt und mir einen WLAN-Router geschenkt, gleichzeitig den Tarif gesenkt. Gestern war Freischaltungstag. Ich habe alles richtig reingesteckt und wollte loslegen, aber die DSL-Verbindung war gestört. Arrg!! Also mal wieder die Hotline angerufen. Diesmal war es ein überarbeiteter Typ auf Mallorca, der vor Hitze fast umkam. Mir lief der Schweiß ebenfalls in Strömen. Und wir mussten feststellen, dass sich der Telefonstecker nicht umstecken ließ, weil er mit der Telefondose verkabelt ist.
Da müsste ich einen Elektriker kommen lassen. Jetzt bin ich schon soweit, meinen Sohn zu bitten, mir einen Reader zu besorgen und ihn mit WLAN zu verbinden.
Mittwoch, 19. Juni 2013
Dienstag, 18. Juni 2013
Die Köchin und der Kardinal - Kindle Edition
Heute erschienen, für Liebhaber historischer Romane: Die Köchin und der Kardinal
Klappentext: Der Fluch der Liebe
Man schreibt das Jahr 1634. Noch ist der Schwarzwald von den Wirren des Dreißigjährigen Krieges verschont geblieben. Doch im September ziehen plündernde Truppen des Kaisers durchs Land. Sie verwüsten die kleine Stadt Calw, wo die junge Elisabeth mit ihrer Familie lebt. Zusammen mit ihrer Schwester Agnes wird Elisabeth von Jakob, einem Musketier, entdeckt, der ihnen zur Flucht in die Wälder verhilft. Elisabeth verliebt sich in ihn, doch ihr Weg führt sie nach Baden-Baden. Sie wird die Leibköchin des Kardinals Thomas Weltlin.
Bald schon ahnt sie, dass der Kardinal sich in sie verliebt hat. Wenig später ziehen die Truppen des Kaisers heran und belagern das Schloss. Nach einem Gemetzel entdeckt Elisabeth den schwerverwundeten Jakob und pflegt ihn heimlich in einem Gartenhaus. Ständig ist sie in Gefahr, von ihrer Schwester, dem Kardinal oder den Bediensteten entdeckt zu werden. Als Jakob wieder gesund ist, kehrt er zum kaiserlichen Tross zurück. Elisabeth tut alles dafür, einen Weg zu ihm zu finden, und gerät dabei selber in Lebensgefahr.
Klappentext: Der Fluch der Liebe
Man schreibt das Jahr 1634. Noch ist der Schwarzwald von den Wirren des Dreißigjährigen Krieges verschont geblieben. Doch im September ziehen plündernde Truppen des Kaisers durchs Land. Sie verwüsten die kleine Stadt Calw, wo die junge Elisabeth mit ihrer Familie lebt. Zusammen mit ihrer Schwester Agnes wird Elisabeth von Jakob, einem Musketier, entdeckt, der ihnen zur Flucht in die Wälder verhilft. Elisabeth verliebt sich in ihn, doch ihr Weg führt sie nach Baden-Baden. Sie wird die Leibköchin des Kardinals Thomas Weltlin.
Bald schon ahnt sie, dass der Kardinal sich in sie verliebt hat. Wenig später ziehen die Truppen des Kaisers heran und belagern das Schloss. Nach einem Gemetzel entdeckt Elisabeth den schwerverwundeten Jakob und pflegt ihn heimlich in einem Gartenhaus. Ständig ist sie in Gefahr, von ihrer Schwester, dem Kardinal oder den Bediensteten entdeckt zu werden. Als Jakob wieder gesund ist, kehrt er zum kaiserlichen Tross zurück. Elisabeth tut alles dafür, einen Weg zu ihm zu finden, und gerät dabei selber in Lebensgefahr.
Montag, 10. Juni 2013
Wie kam die Kartoffel nach Deutschland?
Siehe auch: Biss im Abendgrauen oder was ich von Schiller lernte.
Gestern herrschte ideales Recherchewetter, wenn auch der große Gewittersturm, anders als anderswo, ausblieb. Ich habe ausgiebige, spannende Einblicke in eine Universitätsstadt des 18. Jahrhunderts erhalten. Und das Spannendste war, dass die Figuren, die in meinem Hinterkopf schlummerten, plötzlich real wurden: Selbst der Professor, der eine Rolle spielen soll, wurde lebendig, sogar sein Haus nebst Adresse, in dem am 9. September 1789 ein Stadtbrand ausbrach, die Studenten, die sich mit den Bürgern Schlachten lieferten, das evangelische Stift in vorrevolutionärer Stimmung und die berühmten Stiftler wie Hegel und Hölderlin, die vom Geist der Revolution ergriffen waren. Geheimgesellschaften gab es zuhauf, von den Rosenkreuzern über die Illuminaten und Freimaurer, später Jakobiner, aber die spielen alle keine große Rolle in meinem Roman wie auch die berühmten Dichter und Denker. Im gleichen Jahr saß ein Metzger und Rössle-Wirt in Ludwigsburg im Zuchthaus, der später hingerichtet wurde. (Erinnert an den Eberbacher Sonnenwirt von Schiller, der ebenfalls einer Räuberbande angehörte).Mein roher Plot wurde immer dichter, einschließlich eines nassen und kalten Frühjahrs und einer Überschwemmung im Sommer.
Und siehe da: Wie ich meinem Buch "Ernteglück und Hungersnot. 800 Jahre Klima und Leben in Württemberg" entnahm, gab es im Frühsommer nach einem langen, kalten Winter und Frühjahr und drei Tagen Starkregen eine Überschwemmung. In dem Buch wurde auch der Waldenser Anton Signoret aus dem Piemont erwähnt, der 1701 200 Kartoffeln verschiedener Sorten nach Schönenberg brachte und sie dem Pfarrer Heinrich Arnaud schenkte. Der wiederum pflanzte sie in seinen Garten und gab die erste deutsche Kartoffelernte den Einwohnern und den Waldensern. Später wurde die Kartoffel, bekanntlich von Friedrich dem Großen, stark gefördert, um den immer wieder ausbrechenden Hungersnöten vorzubeugen. Last not least gibt es ein Katasterbild von 1813, dem ich entnehme, welche Gassen schon so hießen wie heute, die meisten nämlich. Nur der Holzmarkt zum Beispiel hieß "Hafenmarkt".
Und siehe da: Wie ich meinem Buch "Ernteglück und Hungersnot. 800 Jahre Klima und Leben in Württemberg" entnahm, gab es im Frühsommer nach einem langen, kalten Winter und Frühjahr und drei Tagen Starkregen eine Überschwemmung. In dem Buch wurde auch der Waldenser Anton Signoret aus dem Piemont erwähnt, der 1701 200 Kartoffeln verschiedener Sorten nach Schönenberg brachte und sie dem Pfarrer Heinrich Arnaud schenkte. Der wiederum pflanzte sie in seinen Garten und gab die erste deutsche Kartoffelernte den Einwohnern und den Waldensern. Später wurde die Kartoffel, bekanntlich von Friedrich dem Großen, stark gefördert, um den immer wieder ausbrechenden Hungersnöten vorzubeugen. Last not least gibt es ein Katasterbild von 1813, dem ich entnehme, welche Gassen schon so hießen wie heute, die meisten nämlich. Nur der Holzmarkt zum Beispiel hieß "Hafenmarkt".
Samstag, 8. Juni 2013
Biss im Abendgrauen-oder was ich von Friedrich Schiller lernte
| Schillers Geburtshaus in Marbach |
| Schillermuseum in Marbach |
Dienstag, 4. Juni 2013
Wieder mit dem Nabel der Welt verbunden
Seit letzten Samstag lebte ich zunehmend in einer Welt, die realer nicht hätte sein können. Im Fernsehen Berichte über die Hochwasser, die seit 500 Jahren in dieser Stärke nicht aufgetreten waren. Dazu die Aussage eines Meterologen, dass solche Phänomene jetzt immer häufiger würden, ebenso das Gegenteil, nämlich Dürren, dazu Stürme, Erdrutsche, Tsunamis. Es kann und wird unsere Lebensbereiche immer mehr einengen. Das Wandern am Albtrauf zum Beispiel dürfte momentan lebensgefährlich sein, überall sind die Kanten aufgrund des vielen Wassers, mit dem die Erde getränkt ist, abgebrochen und in die Tiefe gerutscht. Anstatt ständig Geld ins Ausland zu verschieben, sagt mein Partner, anstatt jetzt einen Naturpark Schwarzwald gegen den Willen der Bevölkerung durchzudrücken, sollten sie das Geld lieber den Leuten geben, die alles verloren haben und keine teure Versicherung gegen Überflutung abschließen konnten. Warum haben sie nicht mehr Katastrophenhelfer aus anderen Bundesländern geschickt? Ich wünsche allen Betroffenen, dass sie schnell wieder aus ihrer misslichen Lage herauskommen!
Dagegen hatte wir es noch paradiesisch: Der Samstag war zwar vollkommen verratzt, aber am Sonntag konnte man doch etliche Stunden Sonne und Wärme im Süden finden, auf der trockenen Baar, zwischen Villingen und dem Randen. Allerdings waren dort die Wiesen so am Überlaufen, dass ständig Bäche über die Straße flossen.
Am Samstag begann sich dann das Internet allmählich von mir zu verabschieden. Ich arbeitete wie irrsinnig daran, mit dem Ergebnis, dass gestern Abend auch noch das Telefon ausfiel. Das ist schon so ein Gefühl, wie abgenabelt von der Welt zu sein. Heute dann endlich wieder ein Sonnentag! Die Kollegen im Team wirkten richtig glücklich. Danach fuhr ich zur Telekom-Filiale, wurde aber freundlich an meinen Telefonanbieter 1&1 verwiesen. Mit denen kriegte ich es dann vorhin binnen 20 Minuten hin. Und bekomme eine neue WLAN-Box und eine Tarifminderung. Sie werden wohl gerochen haben, dass ich schon bei Telekom war. Beim Surfen stellte ich fest, dass es weitere Vorbestellungen für meine "Köchin" gibt -außerdem ist sie ab 18.Juni als Kindle Edition zu haben!
Dagegen hatte wir es noch paradiesisch: Der Samstag war zwar vollkommen verratzt, aber am Sonntag konnte man doch etliche Stunden Sonne und Wärme im Süden finden, auf der trockenen Baar, zwischen Villingen und dem Randen. Allerdings waren dort die Wiesen so am Überlaufen, dass ständig Bäche über die Straße flossen.
Am Samstag begann sich dann das Internet allmählich von mir zu verabschieden. Ich arbeitete wie irrsinnig daran, mit dem Ergebnis, dass gestern Abend auch noch das Telefon ausfiel. Das ist schon so ein Gefühl, wie abgenabelt von der Welt zu sein. Heute dann endlich wieder ein Sonnentag! Die Kollegen im Team wirkten richtig glücklich. Danach fuhr ich zur Telekom-Filiale, wurde aber freundlich an meinen Telefonanbieter 1&1 verwiesen. Mit denen kriegte ich es dann vorhin binnen 20 Minuten hin. Und bekomme eine neue WLAN-Box und eine Tarifminderung. Sie werden wohl gerochen haben, dass ich schon bei Telekom war. Beim Surfen stellte ich fest, dass es weitere Vorbestellungen für meine "Köchin" gibt -außerdem ist sie ab 18.Juni als Kindle Edition zu haben!
Dienstag, 28. Mai 2013
Ohne Agent und ohne Verlag
Wie es mir geht? Es scheint mir, als rühre ich die Suppe um, die ich mir mit allen Zutaten, die eine gute Suppe benötigt, eingebrockt habe. Ich fische im Trüben und im Klaren, stochere in alten Geschichten und hafte doch an keiner von ihnen an. Das Gedicht von Petrarca fällt mir wieder ein, besonders die beiden letzten Strophen:
Ich wanke wie das Gras, so von den kühlen Winden
Um Vesperzeit bald hin geneiget wird, bald her.
Ich walle wie ein Schiff, das in dem wilden Meer
Um Vesperzeit bald hin geneiget wird, bald her.
Ich walle wie ein Schiff, das in dem wilden Meer
Von Wellen umgejagd nicht kann zu Rande finden.
Ich weiß nicht was ich will, ich will nicht was ich weiß,
Im Sommer ist mir kalt, im Winter ist mir heiß.
Ich weiß nicht was ich will, ich will nicht was ich weiß,
Im Sommer ist mir kalt, im Winter ist mir heiß.
(Francesco Petrarca, 1304-1374; aus dem Italienischen von
Martin Opitz)
Das habe ich schon einmal in einem Roman verwendet, selbstverständlich war das ein Roman, der nie das Licht der Öffentlichkeit erblickt hat. Jetzt, wo ich frei bin, zu schreiben, was immer mir in den Sinn kommt, kann ich mich nicht entscheiden. Da ist die Geschichte der Herren von Zimmern und der Burg Wildenstein, die mich fasziniert. Es geschah ein Mord, es geschahen Angriffe, es gab eine tief verstörende Beziehung zwischen Froben Christoph, dem Chronisten und seinem Vater. Hier versteckte sich die Familie ein Jahr lang vor der Pest 1519. Ferner gab es besoffene, berühmte Adlige, die dort Zuflucht suchten, einen Hexenturm, in dem angeblich die inhaftierten Frauen verbrannten, und es bestanden Beziehungen zu Herzog Ulrich von Württemberg, einem der Helden meines Bauernkriegsromans.
Samstag, 25. Mai 2013
Vom Glück, ein Autor zu sein
| Villingen mit Jungesellenabschied, August 2012 |
Donnerstag, 23. Mai 2013
Wie man einen Krimi schreibt
Jetzt geht's mir wieder gut - ich habe einiges vom Kollegen von der Polizei gelernt, was Mordermittlung, Einsätze, Züge und Diensthunde betrifft. Dazu bin ich wieder auf die vier Teile der Abhandlung meiner Kollegin Mara Laue gestoßen (hier zum Beispiel Teil 1: Ablauf einer Mordermittlung). Sehr gut zusammengefasst erläutert sie alles, was Fiktion und Fernsehkrimi und was reale Polizeiarbeit ist. Lohnt sich für jeden Krimischreiber, die vier Teile zu lesen! Wobei es sicher übertrieben wäre, bei jeder Zeugenbefragung, die man schildert, Name, Wohnort, Geburtsdatum usw. herunterleiern zu lassen. Ich bin in meinem Leben schon wiederholt von der Polizei befragt worden, sogar von der Kripo Tübingen. Damals ging es um einen fingierten Mordanschlag auf einen jungen Mann, den wir als Studenten gemeinsam betreuten. Später bin ich in Mutlangen auf dem Revier richtig verhört worden (wegen des Verdachts der Nötigung, d.h. Sitzen vor einem Armeelastwagen) und später zu 1000 DM Geldstrafe verdonnert worden. Das wurde allerdings noch viel später vom Europäischen Gerichtshof in Straßburg aufgehoben, und ich bekam mein Geld zurück, da die Tat nicht als verwerflich anzusehen war. Zumindest war es einen enorme Mutprobe für mich gewesen, den Lastwagen bis auf wenige Zentimeter an mich heranfahren zu lassen, ohne zurückzuzucken. Auf jeden Fall wurde ich dort auf dem Revier schon als Beschuldigte vernommen.
Da ich in Zukunft ziemlich frei schalten und walten kann, stehen mir viele Möglichkeiten offen. Mit meinem Schwarzwaldkrimi werde ich auf jeden Fall das Handwerk von der Pike auf lernen und dann sehen, ob ich das weiter verfolge, auch mit historischen Krimis. Gerade habe ich ja, wie schon erwähnt, das Buch "Vorsatz und Begierde" von P.D. James gelesen, jetzt lese ich (vom Trödel) "Die Gnadenfrist" von Mary Higgins Clark, das mehr ein Thriller ist.
Hier noch zwei weitere Krimis der letzten Zeit, die mir gut gefallen haben:
(Ich lese übrigens seit meiner Jugendzeit gerne Krimis und Thriller)

Mittwoch, 15. Mai 2013
Das Fohlen scharrt im Stall
Nein, ich habe das Ei des Kolumbus noch nicht auf den Kopf gestellt. Wenn es nur so einfach wäre! Den Traum vom Schreiben habe ich peu á peu verwirklicht, aber sagte nicht schon der alte Goethe: Endet mein Streben, endet mein Sein ...? Alle Aufräumarbeiten sind erledigt, so gut wie alles Wissenswerte über Autoren und ihre Möglichkeiten des Publizierens wurde von mir gelesen. Aus dem Chaos schwebt nicht Phönix mit Ascheresten an den Federn empor, sondern schafft noch größeres Wirrwarr. Die Schubladen mit den drei Romanen habe ich wieder zugemacht und dabei etwas entdeckt, was wie der Anfang eines Krimis der ganz anderen Art klingt. Nur ein kleines Exposé und vier Seiten Text. In einer wahnwitzigen Minute zwickt mich der Hafer und ich überlege, ob ich den nicht bei Diogenes anbieten soll. Die lesen ja alles, hatte mir mal eine Lektorin geschrieben. Dann hörte ich nie mehr etwas von ihr. Aber heute bin ich ja neun oder zehn Bücher weiter, denke ich.
Ich kann nicht warten. Die Wände könnte ich mal wieder hoch - und runtergehen! Von der Lektorin, der ich ein Beispiel-Exposé geschickt hatte, ist auch noch keine Antwort da. Einen neuen Roman kann und will ich mir nicht aus den Rippen schneiden. Wie wäre es mit einem Thriller namens "Trauma"? Den Titel gibt's noch nicht, würde sich doch gut machen mit einem Blutfleck auf weißem Untergrund, oder? Aber dazu müsste ich erst mal eine zündende Idee haben. Vielleicht sollte ich mich doch beim Trauma-Seminar in meinem Lieblings-Kloster anmelden. Das interessiert mich aber eigentlich viel weniger als das im November mit dem Titel "Reduzieren und gewinnen-Ballast abwerfen." Wenn ich nach meinen beliebtesten Postings aller Zeiten gehen würde, müsste ich Bücher mit Titeln wie "Auf Wolframs Spuren","Fluchtpunkte", "Worum sich Menschen sorgen" oder "Eduard Mörike im lieblichen Taubertal" schreiben, aber das erwähnte ich ja früher schon. Ich bin einfach rat- und rastlos. Glücklicherweise habe ich noch meinen Beruf und meinen Partner, sonst würde mir nämlich die Decke auf den Kopf fallen. Insbersondere bei den Wetteraussichten, die uns für Pfingsten wieder angekündigt werden. Die Blogs der anderen sind für mich eine willkommene Ablenkung und Bereicherung. Dagegen nützt es überhaupt nichts, den Computer immer wieder auszuwringen, um auf Deubel komm raus irgendwo etwas wirklich Nützliches zu finden. Das regt nämlich nicht an, sondern vielleicht - auf, im Übrigen macht es unendlich müde.
Ich kann nicht warten. Die Wände könnte ich mal wieder hoch - und runtergehen! Von der Lektorin, der ich ein Beispiel-Exposé geschickt hatte, ist auch noch keine Antwort da. Einen neuen Roman kann und will ich mir nicht aus den Rippen schneiden. Wie wäre es mit einem Thriller namens "Trauma"? Den Titel gibt's noch nicht, würde sich doch gut machen mit einem Blutfleck auf weißem Untergrund, oder? Aber dazu müsste ich erst mal eine zündende Idee haben. Vielleicht sollte ich mich doch beim Trauma-Seminar in meinem Lieblings-Kloster anmelden. Das interessiert mich aber eigentlich viel weniger als das im November mit dem Titel "Reduzieren und gewinnen-Ballast abwerfen." Wenn ich nach meinen beliebtesten Postings aller Zeiten gehen würde, müsste ich Bücher mit Titeln wie "Auf Wolframs Spuren","Fluchtpunkte", "Worum sich Menschen sorgen" oder "Eduard Mörike im lieblichen Taubertal" schreiben, aber das erwähnte ich ja früher schon. Ich bin einfach rat- und rastlos. Glücklicherweise habe ich noch meinen Beruf und meinen Partner, sonst würde mir nämlich die Decke auf den Kopf fallen. Insbersondere bei den Wetteraussichten, die uns für Pfingsten wieder angekündigt werden. Die Blogs der anderen sind für mich eine willkommene Ablenkung und Bereicherung. Dagegen nützt es überhaupt nichts, den Computer immer wieder auszuwringen, um auf Deubel komm raus irgendwo etwas wirklich Nützliches zu finden. Das regt nämlich nicht an, sondern vielleicht - auf, im Übrigen macht es unendlich müde.
Dienstag, 14. Mai 2013
Lebensträume - und der Traum vom Schreiben!
Sonntag, 12. Mai 2013
Ballast abwerfen - zwanzig Jahre Leben!
auf dem Sofa und schaue dem Ast des Quittenbaums zu. Dessen rote Blüten werden mal vom Regen gegen die Scheibe gepeitscht, dann wieder sanft im Sonnenlicht gewiegt. Die ganze Zeit weht ein Wind, der mir eine Gänsehaut macht. Also keim Schwimmen und kein Spaziergang heute, sondern ich tue etwas, das ich mir schon sehr lange vorgenommen habe: Ich nehme die zehn Kästen mit den alten Dias, ziehe sie einzeln heraus, begucke sie durch einen kleinen Apparat und trage nach und nach 95% davon in den Müll. Zwanzig Jahre sind darin eingefangen, Reisen nach Korsika, Venezuela, Mexiko, Spanien, Umbrien, Venedig. Betriebsausflüge und Gruppenfreizeiten, Grillparties, Wanderungen und Städtetripps ohne Ende. Blumen und Burgen, Schlösser und Ruinen, Felsen und klare Bäche, Menschen, Tiere und Bäume. Die besten habe ich natürlich in einem der Kästen gesammelt und werde sie abziehen oder digitalisieren lassen. Viele von ihnen habe ich als Papierausdruck vorliegen oder schon digitalisiert. Erstaunlich, wie sich im Lauf der Jahre nicht nur das Schreiben und der ganze Mensch, sondern auch die Art des Fotografierens verändert. Viele Bilder von damals sind einfach nichtssagend, von der Qualität her sind sie meist schlechter oder wenigstens nicht besser als die heutigen Digitalfotos. Zur Belohnung gönne ich mir jetzt einen Espresso! Und als nächstes sind dann Bücher dran, die ich nicht mehr lese, die Bilderdatei im Computer und überflüssiges Geschirr.
Freitag, 10. Mai 2013
Die Ressourcen des Autors
In meinem Beruf arbeiten wir ressourcenorientiert, das heißt, wir schauen nicht auf die Mängel und Defizite und jammern herum, sondern achten auf die Stärken und die Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Meine grundsätzlichen Stärken sind Empathie und Durchhaltevermögen, meine größte Schwäche sind die Ungeduld und die starke Zielorientierung meines Handelns. Zeiten, in denen nichts passiert, halte ich kaum aus, besonders beim Schreiben nicht. So packe ich zum Beispiel meinen Krimi und meinen alten historischen Krimi in die Schublade, nur um sie gleich wieder rauszuholen und laut zu überlegen, was in aller Welt ich denn nun damit machen könnte. Damit bringe ich mich in eine Pattsituation, kann weder vor noch zurück. Ich sollte einfach darauf vertrauen, dass es weitergeht.
Donnerstag, 9. Mai 2013
Warum Frauen so gern ins Gestern reisen-und warum sich Verlage so schwer tun, das Kundeninteresse zu bedienen
Warum schreibe ich nicht eine Fortsetzung des Schwarzwaldkrimis, warum recherchiere ich statt dessen darüber, wie das Schloss Hohentübingen im 15. Jahrhundert ausgesehen hat? Dieses Renaissance-Portal der Vorburg entstand nämlich erst im Jahr 1513, als das gesamte alte Schloss abgerissen war und von Herzog Ulrich von Württemberg neu aufgebaut wurde. Warum hat mich der gestrige Bericht über die Kelten im Südwesten so sehr interessiert?
Eine Antwort darauf könnte ein Artikel aus der Brigitte Woman geben. Das Interesse vieler Frauen für historische Romane könnte damit zusammenhängen, dass sie quasi Geschichtsunterricht nachholen möchten und sich vor allem für die kleinen Dinge des Alltags und des Zusammenlebens interessieren. Das trifft auf mich zu. Vor mehr als zehn Jahren wollte ich wissen, was man eigentlich früher im Schwäbischen zum Frühstück aß. Und stieß auf ein Buch von Peter Lahnstein, der mir das alles sehr anschaulich erklärte: "Schwäbisches Leben in alter Zeit". Das war der Beginn meines Schreibens von historischen Romanen.
Nun ist aber in den letzten Jahren eine solche Schwemme von historischen Romanen über uns hereingebrochen, dass der Markt übersättigt ist. Ich selbst kaufe und lese kaum noch historische Romane. Dagegen interessiert mich nach wie vor brennend, was in der Vergangenheit, besonders an den Orten, an denen ich lebe und die ich kenne, geschehen ist und wie die Leute dort lebten. Von Schmuck und Schwertern wollte ich nie besonders viel wissen, aber die filigranen Goldfibeln der Kelten haben mich so fasziniert, dass ich es bedauerte, aufgrund Millionenandrangs nicht in die Stuttgarter Keltenausstellung gekommen zu sein. Dieses Interesse für alte Mauern und altes Leben wird auch noch lange anhalten.
Eine andere Frage ist, wie sich das für die Autoren und Leser historischer Romane darstellt. (Und für Autoren und Leser sämtlicher Buchgattungen). Im Tübinger Osiander sah ich, dass das Regal für Hardcover mit Osiander-Prospekten aufgefüllt war. Die Angebotskurve verflacht, Hardcover und Taschenbücher gehen zurück, der E-Bookmarkt boomt, ist aber noch unübersichtlich, die Verlage müssen umdenken und innovieren. Dazu fand ich im Buchreport-Blog Überlegungen eines Innovationsberaters, welche Strategien erforderlich wären, um dem künftigen Leserinteresse und dem Interesse aller an der Entstehung und Verwertung eines Buches Genüge zu tun.
-Trendthemen haben immer kürzere Laufzeiten, müssen mit langfristiger Planung und Aufbau von Autoren Hand in Hand gehen.
-Die Lösungen müssen kundenorientiert sein.
-Der Inhalt muss bezahlbar sein.
-Verlagsintern müssten neue Strukturen für Innovationen geschaffen werden
-Das Projektmanagement sollte zum zentralen Handwerkszeug werden.
Mit eigenen Worten: Wir Leser brauchen professionell erstellte Bücher mit gutem Inhalt, die leicht zu erwerben, bezahlbar und trotzdem individuell sind.
Wir Autoren brauchen Vertriebsstrukturen, die gut zu verkraften sind -flexibe Verlage, die über der Gewinnorientierung die Wertschätzung ihrer Autoren nicht vergessen. Und Leser, die sich dessen bewusst sind, dass die Entstehung von Büchern ein Prozess ist, der sich kaum mit der Produktion von Fertiggerichten vergleichen lässt.
Eine Antwort darauf könnte ein Artikel aus der Brigitte Woman geben. Das Interesse vieler Frauen für historische Romane könnte damit zusammenhängen, dass sie quasi Geschichtsunterricht nachholen möchten und sich vor allem für die kleinen Dinge des Alltags und des Zusammenlebens interessieren. Das trifft auf mich zu. Vor mehr als zehn Jahren wollte ich wissen, was man eigentlich früher im Schwäbischen zum Frühstück aß. Und stieß auf ein Buch von Peter Lahnstein, der mir das alles sehr anschaulich erklärte: "Schwäbisches Leben in alter Zeit". Das war der Beginn meines Schreibens von historischen Romanen.
Nun ist aber in den letzten Jahren eine solche Schwemme von historischen Romanen über uns hereingebrochen, dass der Markt übersättigt ist. Ich selbst kaufe und lese kaum noch historische Romane. Dagegen interessiert mich nach wie vor brennend, was in der Vergangenheit, besonders an den Orten, an denen ich lebe und die ich kenne, geschehen ist und wie die Leute dort lebten. Von Schmuck und Schwertern wollte ich nie besonders viel wissen, aber die filigranen Goldfibeln der Kelten haben mich so fasziniert, dass ich es bedauerte, aufgrund Millionenandrangs nicht in die Stuttgarter Keltenausstellung gekommen zu sein. Dieses Interesse für alte Mauern und altes Leben wird auch noch lange anhalten.
Eine andere Frage ist, wie sich das für die Autoren und Leser historischer Romane darstellt. (Und für Autoren und Leser sämtlicher Buchgattungen). Im Tübinger Osiander sah ich, dass das Regal für Hardcover mit Osiander-Prospekten aufgefüllt war. Die Angebotskurve verflacht, Hardcover und Taschenbücher gehen zurück, der E-Bookmarkt boomt, ist aber noch unübersichtlich, die Verlage müssen umdenken und innovieren. Dazu fand ich im Buchreport-Blog Überlegungen eines Innovationsberaters, welche Strategien erforderlich wären, um dem künftigen Leserinteresse und dem Interesse aller an der Entstehung und Verwertung eines Buches Genüge zu tun.
-Trendthemen haben immer kürzere Laufzeiten, müssen mit langfristiger Planung und Aufbau von Autoren Hand in Hand gehen.
-Die Lösungen müssen kundenorientiert sein.
-Der Inhalt muss bezahlbar sein.
-Verlagsintern müssten neue Strukturen für Innovationen geschaffen werden
-Das Projektmanagement sollte zum zentralen Handwerkszeug werden.
Mit eigenen Worten: Wir Leser brauchen professionell erstellte Bücher mit gutem Inhalt, die leicht zu erwerben, bezahlbar und trotzdem individuell sind.
Wir Autoren brauchen Vertriebsstrukturen, die gut zu verkraften sind -flexibe Verlage, die über der Gewinnorientierung die Wertschätzung ihrer Autoren nicht vergessen. Und Leser, die sich dessen bewusst sind, dass die Entstehung von Büchern ein Prozess ist, der sich kaum mit der Produktion von Fertiggerichten vergleichen lässt.
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