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Samstag, 19. Juli 2025

Kleine Auszeit vom Schreiben


 Nach einem Dreivierteljahr Verlagssuche - mit bisher wenig Rückmeldungen und langen Wartezeiten - habe ich mir in den letzten vier Wochen eine Auszeit genommen. Außer im Montségur Autorenforum war ich auf keinen Kanälen unterwegs und habe nur für meinen neuen Regionalkrimi/Thriller recherchiert und vorgearbeitet. "Höhlenangst" oder "Tiefe Schuld" sind die vorläufigen Arbeitstitel. Eine Art Survival-Horrortrip über die Schwäbische Alb. Prolog und die ersten Seiten stehen.

Wenn man nicht wie die anderen weit fährt oder mit dem Flieger  den Urlaub abhebt, bleibt einem nur die nähere Umgebung. Aber auch dort kann man einiges erleben!



                Auf dem Reusten, einer Urstromlandschaft zwischen Herrenberg und Nagold

Kaffee und Eis
Stadtfest in Calw (950 Jahre!) Vor dem Geburtshaus von Hermann Hesse


                                                   Badesee auf der Schwäbischen Alb

                                    Begegnungen im Neckartal zwischen Horb und Rottenburg

                                          Mittelalter-Burgturm in Obernau (Ritter von Ow)

Montag, 26. Februar 2024

Irrfahrt

 Ein Frühlingstag nach langen grauen, kalten Wochen, da schwärmen wieder alle aus, und auch wir machten uns heute auf zu unserem Lieblingskurpark in Bad Imnau im Eyachtal. Es ist einer der schönsten kleinen Parks in der ganzen Umgebung, diente früher einmal als Heilstätte, als Stahlbad - mit allen Annehmlichkeiten, die Kuranlagen zu bieten haben. Dann nahm, zuletzt wegen Corona, die Frequenz der Besucher ab, und heute sind dort nur noch die schönen alten Häuser, die Parkanlagen und die tausende von Schneeglöckchen, Krokusse und Winterlinge zu bewundern. 





Auf der Suche nach einem nicht überfüllten Café gerieten wir dann arg in die Bredouille. Unterhalb der Hohenzollernburg folgten wir einem Weg, der sich schließlich als Waldweg entpuppte und auf dem man nicht mehr wenden konnte. Mehrmals begegneten wir Autos, an denen wir nur haarscharf vorbeikamen. Und landeten schließlich bei einer Kapelle, die wir von früher her kannten und bei der wir schon schöne Wander-und Vesperstunden verbrachten. Jetzt hatte sich der Himmel zugezogen, alles grau in grau, und ein eisiger Wind trieb uns bald wieder in den Wagen. Wer war nun schuld an dieser ganzen Misere? Ich, du? Wer hat die falschen Entscheidungen getroffen? Warum hängt uns alles zum Hals heraus? Die Politiker und durchgeknallten Typen, die unsere Welt immer unbewohnbarer machen? Die Menschen, die nicht mehr lesen und keine Livemusiik mehr hören wollen, sondern ständig Spaß brauchen - mit Kreufahrtschiffen die Meere verunsichern, im Jet um die Erde düsen, mit Jeff Bezos ins All abheben? Was, wenn Putin Polen angreift? Was, wenn wir keinen Platz mehr finden, an dem man sich wohl fühlen kann? Ein Streitgespräch! Man kann sich von den Spaßvögeln was abgucken: einfach mal den Dreck ausblenden und das Leben wie früher genießen! Und die Plätze finden wir wieder, heute war es der Italiener neben dem Rathaus in Rottenburg. Italien ist das Land, wo die Zitronen blühn. Und wie hieß das Lied in diesem Stück von Brecht? "Am Grunde der Moldau, da rollen die Steine  es liegen drei Kaiser begraben in Prag. :.. Und gehn sie einher auch wie blutige Hähne, es wechseln die Zeiten, da hilft kein Gewalt."








Samstag, 3. Februar 2024

Im Auge des Sturms


Gestern, bei schon fast frühlingshaften Temperaturen, haben wir uns mal wieder aufgerafft und sind ins Neckartal hinuntergefahren, wo schon die ersten Winterlinge ihre  Köpfchen aus den Beeten steckten, goldgelb und kugelig prall gefüllt. Gefühlt hundert oder tausend mal erfahren ist diese Landschaft für uns, und doch kann man immer wieder staunen über die Ruhe, die stillen Orte und die Pappeln mit ihren gewaltigen Mistelbüschen an den Zweigen. In Rottenburg die Frage, wo man in Ruhe und angenehmer Gesellschaft seinen Kaffee trinken könnte. Dabei kommt es zu Irritationen. Wo sind die Kneipen und Cafés, in denen wir uns früher immer so wohl gefühlt hatten, vor allem jetzt im Winter, wenn der Wind eisig um die Ecken pfeift? Der Italiener am Marktplatz ist proppenvoll, also geht es zum Bäckereicafé, wo sich nichts verändert hat. Auf dem Rückweg dann ein kleiner Buchladen, in dem wir vor Corona schon mal waren.

Ich krutschle draußen in den Büchern und entdecke Namen und Titel, die ein ganzes Leseimperium in mir wachrufen. Ja, es ist ein kleines Antiquariat, und ich erstehe ein Buch von Ehrenfried Kluckert über Tübingen und das Ammertal sowie eins über die Schwabenkinder von Elmar Bereuter. Dann winkt mein Freund mich in die Buchhandlung hinein. Dort sitzen drei ältere Herren und schauen mir freundlich-erwartungsvoll entgegen. Bestimmt hat mein Partner erzählt, dass ich Bücher veröffentlicht habe und eins schon in der Buchhandlung gestanden hätte. "Das hab ich mir schon gedacht", sage ich, worauf alle in Lachen ausbrechen. Die Print-Bücher sind natürlich alle vergriffen, sage ich zu den Ladeninhabern. Nach einem wechselseitigen Gespräch über die Schwierigkeiten, heute noch in den Buchhandlungen fündig zu werden- die anderen Gäste sind inzwischen gegangen - laden die beiden uns zu einem Kaffee ein. Es war ein halbe Stunde, die mich aus der Welt heraushoben wie im Auge eines Sturms, der gerade über die Welt hinwegfegt. Über das Streiten, das gleichzeitig größte Nähe und größte Distanz hervorruft und die Fronten klärt. Über Hermann Hesse, der ihr Lieblingsschriftsteller ist und auch unserer, und ich sage, dass ich immer, wenn ich nichts mehr zum Lesen finde, wieder zu ihm greife. Insgeheim denke ich auch an den Absatz, den Hesse-Bücher gerade bei Amazon erfahren. Wir reden über das Calwer Hesse-Museum, über Kloster Maulbronn und Montagnola, wo wir im Garten der Casa Camuzzi alles so vorfanden wie in "Klingsors letzter Sommer" beschrieben. Im "Knulp" fand ich gerade einen  Traum, der einem von mir total glich, nämlich eine ruinöse Welt, in der ich und andere Menschen nach Sinn, einem Haltepunkt und Heimat suchten.

Dann wieder hinaus in diese Welt, mit ihren Autokolonnen und ihrem ganzen Chaos. Im "Krokodil" in Rottenburg hatten wir früher schöne Stunden verbracht, mehr noch in dem Mössinger Krokodil oder im Gleis Süd in Horb, also ließen wir uns einen großen Cheeseburger mit Speck bringen. Enttäuschung. Der Tee war lauwarm, der Käse des Cheeseburger kalt. Und das für 35 Euronen! Aber es bleibt dabei: Es gibt noch Inseln im Auge des Sturms, in denen man sich von den Gegenwartsschrecken erholen kann. Den Protesten und der Gewalt in der Welt begegnet man ja eh tagtäglich in den Nachrichten, den Medien und auf der Straße- Traktoren, Menschenmassen gegen rechts und immer neuen Klima-und sonstigen Katastrophen.



Sonntag, 1. Oktober 2023

Bücherflohmarkt und Hamburger Fischmarkt

Was unterscheidet einen Bücherflohmarkt vonm Hamburger Fischmarkt? Gestern haben wir es erfahren und mit allen Sinnen erlebt. Am Vortag hatte ich im Vorbeifahren einen gelben Zettel mit dem Hinweis: "30. September 2023 - Büchermarkt in Horb" gesehen. Da ist doch immer eine schöne Stimmung, sagte ich, gehen wir mal wieder hin! Der ganze Flößerwasen am Neckar war mit bunten Buden, Sonnensegeln und Bücherständen bestückt. Am meisten schien sich beim Klassik-Stand zu tun, mit Werken von Thomas Mann, Hermann Hesse und vielen anderen Werken aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Ich erstand einen Band mit Reisebeschreibungen aus dem 18./19. Jahrhundert und den Roman "Emma" von Jane Austen. Die anderen Stände boten alte Comic-Hefte, Gemälde mit alte Rahmen, CDs, Bibeln, Antiquarisches und viele, viele Krimis, Thriller und Liebesromane, die in den Jahren zuvor in den Buchhandlungen standen. Es ist ein stilles Bücherfest mit netten Leuten, die sich für diesen einen Tag engangieren und bald wieder abbauen müssen. Für diesen Einsatz gebührt ihnen ein großes Dankeschön.
Auf dem Rückweg, den wir wie meist durchs schöne Neckartal nahmen, wollten wir noch einen Kaffee bei unserem Rottenburger Italiener am gotischen Brunnen einnehmen. Das ist auch gelungen, jedoch war auf dem Platz zwischen Dom und Busbahnhof ein goßer Jahrmarkt zugange. Einem Plakat an einem Geschäft entnahm ich, dass es sich um den "Hamburger Fischmarkt" handle. Hamburger Fischmarkt, das war doch eine legendäre Einrichtung in Hamburg St. Pauli, wo in den frühen Morgenstunden der Sonntage Nachtschwärmer, Frühausteher und Touristen in Schwärmen durchziehen, um frischen Fisch zu kaufen, Aal-und Krabbenbrötchen zu essen und womöglich hinerher erst schlafen zu gehen. Einmal hatten wir einen Stand vom Hamburger Fischmarkt in Calw. Dort bekam icht zwei kleine Aale, zusammen mit anderen Räucherfischen in der Tüte. Ich bin eine absolute Liebhaberin von geräuchertem Aal, weil wir den früher immer zu Weihnachten als Teil der Fischplatte bekamen, heißt begehrt und heiß umkämpft. Später habe ich mir den im Brötchen am Frankfurter Hauptbahnhof gekauft oder von Verwandten über Amazon zum Geburtstag schicken lassen. Ob ich hier auch einen Aal finden würde? Das "Neckareck" von Rottenburg, der romantischste Platz am Ort
Es gab Volkmusikklänge, einen starken Fischgeruch, viele, viele Leute, die dichtgedrängt auf Bänken beieinandersaßen und panierte Fischstücke mit gebackenen Kartoffel aßen, lange Schlangen vor jedem Stand, auch vor dme Bratwurstgrill. Zwischen Hunderten von Leuten erhaschte ich einen Blick auf einen Räucheraal, von dem 100g 6,80 Euro kosteten. Und dafür eine halbe Stunde anstehen? Ach nee. Statt dessen erhielt ich an einem Stand, wo kaum jemand war, ein Brötchen mit Fischsalat, Zwiebeln und gegrilltem Roastbeef (für 12 Euro). Also, mit dem Hamburger Fischmarkt hatte das nicht das Gerinsgte zu tun. Aber vielleicht irre ich mich auch, und inzwischen geht es dort genauso zu. Ich verstehe die Leute ja, dass sie auf Weihnachts-und allen anderen Märkten und Events in Hundertschaften auftreten, sich die Beine in den Bauch stehen und alles mit sich machen lassen. Es ist die Nachfolgezeit und das Ergebnis von Corona, Krieg und Klimakrise, denke ich - so wie man in Zeiten der Pest auch feierte, dass die Schwarten krachten. Am Ende des Tages sahen wir noch einen Riesenhaufen Kürbisse zum Verkaufen am Straßenrand, daneben ein Ausflugslokal, wo die Leute schon wieder Schlange standen und sich aus großen aufgereihten Schüsseln reihenweise bedienten. Konsum ist möglichweise zum Lebensersatz geworden, Bücher kann man zwar auch konsumieren, aber man wird im Glücksfall davon nur geistig satt.

Freitag, 17. Juli 2015

Nacht des Wolfes-im neuen Gewand




Auf Anraten eines Self Publishing-Fachmanns haben meine Illustratorin und ich das Cover des Ebooks "Nacht des Wolfes" inzwischen umgestaltet. Anderer Hintergrund, größere Schrift.Vom 31.7. bis 2.8. gibt es dann eine Rabattaktion - 99 Cent statt 3.99. Ich werde noch mal an den Termin erinnern  bis dahin kann man das Ebook aber auch gern kaufen oder ausleihen!
http://tinyurl.com/pkvv8ew

Klappentext: Württemberg im Jahr 1787. Wer ist das unbekannte Mädchen mit dem weißen Wolf, das immer dann auftaucht, wenn in der Stadt ein grausamer Mord geschieht? Ist es eine Geistererscheinung oder ein Mensch aus Fleisch und Blut? Die Tübinger Studenten Andreas und Claudius, vom despotischen Herzog Carl Eugen von Württemberg verfolgt, versuchen das Rätsel zu lösen. Doch eine unsichtbare Kraft versucht mit allen Mitteln, das zu verhindern. Zusammen mit ihren Freunden Laura und deren Vater Professor Pfeiffer kommen sie einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur. Sie wissen nicht, dass sie sich damit in eine tödliche Gefahr begeben.

Sonntag, 21. Juni 2015

"Nacht des Wolfes" - jetzt veröffentlicht!



Heute war endlich der Tag gekommen, an dem ich mein neues E-Book bei Amazon runterladenkonnte. Um 15.30 habe ich auf "abschicken und veröffentlichen" gedrückt, nachdem ich alles einschließlich des Klappentextes noch einmal kontrolliert hatte. Die Kategorien sind bei Amazon meist nicht passend, so schrieb ich den Support an, der mir zwei gute Vorschläge machte. Außerdem setzten sie das Buch noch einmal auf Entwurf, weil ich meinen Realnamen reingeschrieben hatte und das "Pseudonym" doch bekannter und passender ist. Selbst der "Blick ins Buch" ist schon da,und das alles innerhalb von drei Stunden! Hier ist der Link zu Amazon: Nacht des Wolfes., ab sofort für 3,99,-Euro zu bestellen.





 Württemberg im Jahr 1787. Andreas und Claudius, Studenten am Tübinger Stift, erleben den Schrecken ihres Lebens: Der Schlossvogt, den sie am Abend zuvor während eines Unwetters besuchen wollten, wird tot im Burggraben aufgefunden, kurz darauf stirbt auch dessen Frau eines gewaltsamen Todes. Alles deutet darauf hin, dass sie von einem wilden Tier in den Nacken gebissen wurden. Die beiden Studenten sind davon überzeugt, einen weißen Wolf und eine junge Frau gesehen zu haben, die ihnen das Schlosstor vor der Nase zugeschlagen hatte. Waren das nur Spukerscheinungen, wie der städtische Inspektor Bertold zu glauben scheint? Zusammen mit ihren Freunden Professor Pfeiffer und dessen Tochter Laura versuchen die beiden, der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei geraten sie in Lebensgefahr. Ein dritter Mord geschieht, und wieder werden das geheimnisvolle Mädchen und der Wolf in der Nähe gesehen.



Sonntag, 24. Juli 2011

Halbzeit-Bilder einer Recherche

Brücke in Sulz am Neckar


Das unbeständige Wetter lockte gestern noch einmal zu Recherchen vor Ort (abschließend zum Vermächtnis des Bischofs). Das hier ist die alte Neckarbrücke in Sulz, der Stadt, die unser Land sehr lange mit Salz versorgte.

 Café im Schloss Glatt

Schloss Glatt

Ein Ritter von Neuneck in der Glatter Kirche


Längst kein Geheimtipp mehr: das sagenhafte Café im Schloss Glatt, nicht weit von Sulz entfernt im Glatttal.
Unten eine Ansicht von Schloss Glatt, das in meinem Roman eine wichtige Rolle spielt, ebenfalls ein Ritter von Neuneck bzw. von Sterneck.
Amtshaus des Obervogts in Sulz
Heute Abend war "Halbzeit", das heißt, die Hälfte des Lektorats ist ungefähr geschafft. Es war nicht leicht, eine Beschreibung der Stadt Sulz im Jahr 1527  hinzukriegen, da außer der Kirche und dem Amtshaus derVögte fast alles einem Brand im Jahr 1794 zum Opfer gefallen ist. Aber dank der Archive und dank eines Mannes, der uns auf der Straße geschichtsträchtige Auskunft gab, konnte ich Salzbrunnen, Siedehäuser, Renaissance-Rathaus, Friedhof und Mühle rekonstruieren. In Rottenburg war es das Chorherrenstift, das es nicht mehr gab und das beschrieben werden wollte.

Sonntag, 8. November 2009

Sumolacenna, Hermann von Ow und Sebastian Blau

So schön können Recherchen sein, und bei dem Wetter ideal für ein langes Wochenende!
Kurz zusammengefasst( die Berichte habe ich schon geschrieben, die Fotos sind gemacht oder fertig): Gestern im tiefsten Schwarzwald, bei Peter Munk, dem Kohlenbrenner, der reich werden will, dem der Holländermichel sein Herz herausreißt und an seine Stelle einen Stein setzt. Eine schöne Inszenierung mit viel Holzkarussel, Musik und Schreckeffekten. Wenn das kleine Mädchen im weißen Renaissancekleidchen, das zufällig in der Tür stand, mit großen Augen, uns hätte Walzer tanzen sehen! Sie hätte sicher gedacht, das gehöre dazu. Aber so wird es nicht im Kalender stehen.
Der Diener Ambrosius begleitet den Schlossgast durch die weiteren Räume, dabei fängt er an zu schnarchen. An der -mit Tüchern zugedeckten - Tafel -die Herrschaften waren dauernd verreist- kann man die Geschichten der Schlossbewohner und ihrer Gäste auf den Tellern lesen.

Heute nun die antike römische Stadt Sumolacenna, die unter der Stadt Rottenburg am Neckar zum Vorschein gekommen war. Die hatten es drauf, die Römer! Saßen zusammen in der Latrine, über der Kloaka Maxima, verrichteten ihre Geschäfte, plauderten und freuten sich auf Linsen mit Esskastanien und Austern vom französischen Atlantik! Bis die Alamannen sie überrannten und ihre Holzsiedlungen gründeten, von denen heute nichts mehr übrig ist. Sebastian Blau alias Josef Eberle hat dieses Museum ermöglicht. Er war der meistgelesene Dichter und Publizist seiner Zeit, bekam Schreibverbot von den Nazis und gründete später die "Stuttgarter Zeitung". Wir haben ein Buch über ihn erstanden, denn auch er ist Thema im Kalender. Selbst ein Wanderweg in Rottenburg ist nach Sebastian Blau benannt.

Ach ja, der Hermann von Ow. War einer der möglichen Besucher auf Schloss Neuenbürg. Seinen Spuren sind wir heute nachgegangen, denn das Geschlecht hatte ganz in der Nähe von uns seine Stammsitze. Ob er etwas mit Hartmann von der Aue zu tun hat? Der in Neuenbürg soll auf jeden Fall Minnesänger gewesen sein, und im 13. Jahrhundert lebten sie beide.