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Sonntag, 17. September 2023

Besuch von Alt-Tübingen

Vor ein paar Tagen habe ich "mein Tübingen", wie ich es vom Studium her kannte, wiederentdeckt: Man muss nur abseits der modernen Pfade schreiten. Was vor Hunderten von Jahren erbaut wurde und seitdem Generationen von Menschen, Studenten, Professoren, Dichtern und Denkern als Kulisse und Lernort diente, ist unvergänglich. Beginnen wir mal auf dem Schloss Hohen-Tübingen.
Vom Schloss aus stieg ich am Schlosskeller eine schmale Steige hinunter zum Faulen Eck. Über das evangelische Stift, ehemaliges Augustinerkloster, gelangte ich zum Neckarbad. Dort haben die Leute aber früher nicht im Neckar gebadet, sondern konnten sich in Badehütten mit dem Wasser des Flusses waschen. Nahe dem Hölderlinturm liegen die Stocherkähne, es sind zehnmal mehr als zu meiner Zeit. Aber wie früher sitzen die Studenten und Studentinnen auf dem Neckarmäuerle und reden friedlich miteinander.
Alle diese Plätze sind zugleich auch Schauplätze meines neuen historischen Kriminalromans "Tod im Glaswald" oder "Die Tochter des Apothekers", der im Schwarzwald nd auch in Tübingen spielte. Die Tante der Protagonistin wohnt in der Burgsteige 10, wo auch ich mein erstes Studiensemester verbracht habe.

Samstag, 1. November 2014

Das Exposé, eine schwere Geburt

Dieser Beitrag ist nur für Autoren interessant, die selber immer wieder mal ein Exposé erstellen müssen, sei es, um den Verlauf des Romans besser planen zu können, sei es, um sich damit bei einem Verlag oder einer Agentur zu bewerben.
Der historische Krimi, an dem ich gerade schreibe, hat in den letzten Jahren schon einige Wandlungen erfahren. Einige Figuren mussten raus, andere kamen neu hinein. Die Zeit hatte ich schließlich auf das Jahr 1786 festgesetzt. Das ursprüngliche Bauernmädchen mit ihrem versoffenen Vater musste gehen, die meisten anderen Personen blieben. Es gibt zwei Studenten der Theologie, die im Stift zu Tübingen wohnen. Einer würde lieber Arzt werden, der andere ein Dichter. Dann ist da Laura, eines Professors Töchterchen. Und ein Mädchen mit einem weißen Wolf, von dem man nicht weiß, ob es real ist oder nur in den Köpfen der Betroffenen existiert. Und es gibt Räuber, Morde, Intrigen und Geisterbeschwörungen. Es gibt den verhassten Herzog Carl Eugen, der den Dichter Schubart auf dem Hohenasperg eingesperrt hat und schließlich einen fahrenden Medicus mit seinem Äffchen, das seine Grimassen schneidet. Das könnte die Grundlage für einen Klappentext sein.

Jemand, der schon Exposés geschrieben hat, weiß wahrscheinlich, welche Klaviatur der Gefühle dessen Erstellung hervorbringen kann. Ich musste es heute zu Ende führen (von zwei auf vier Seiten), weil ich sonst mitten im Text, auf ca. S. 180 einfach nur stecken geblieben wäre. Bis dahin wollte ich mit dem Roman aufhören, alles hinschmeißen, und ich fand die Handlung einfach nur noch doof. Jetzt, wo es im Kopf geklingelt hat (auch mit Anregung meines Testlesers), bin ich superhappy und finde es, anderes Extrem, genial! Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

Freitag, 2. Mai 2014

Die Cover sind da!

Vorhin bekam ich drei Vorschläge für ein Cover von meiner Grafikerin Frau Pappon. Mir persönlich gefiel auf Anhieb die Version 3 am besten! Nr. 1 hat aber auch seine Vorzüge ...Wie würdet ihr entscheiden?



Zur Erinnerung noch einmal der veränderte Klappentext:

Süddeutschland im Jahr 1527. Als die Blitze eines Unwetters die elterliche Burg zerstören, beginnt ein schweres Leben für Julia, die Tochter einer verarmten Ritterfamilie. Sie kommt bei einer Tante in der nahen Stadt unter. Um die junge Frau entspinnt sich ein Gewirr von Intrigen. Sie wird denunziert und als Hexe angeklagt, und nur durch die Hilfe einer Novizin entkommt sie einem Giftmord. Was treibt die ungeliebte Tante und die Äbtissin des Klosters zu ihrem teuflischen Spiel? Zusammen mit dem Stadtschreiber Wolfram sucht Julia nach der Lösung des Rätsels. Die beiden finden schließlich eine Spur, die sie zum Bischof in Rottenburg, zum Arzt Paracelsus und zu einem Alchimisten führt, der einen tödlichen Plan verfolgt. Der spannende Roman erschien 2011 unter dem Titel "Das Vermächtnis des Bischofs" im Verlag Oertel&Spörer.




Donnerstag, 27. März 2014

Vorsicht bei gemeinfreien Bildern!

Von einer, die auszog, ihr eigenes E-Book zu machen ....jetzt ahne ich zumindest, was es bedeutet, sein eigenes Cover zu konstruieren! Und noch mehr, ein E-Book herzustellen aus einem Roman, den man im Jahr 2006 geschrieben hat und der längst nicht mehr dem heutigen Schreibstil entspricht. Dazu besitzt man nicht die korrektorierte Endfassung, wie sie dann 2011 im Buch erschien, sondern eine lektorierte Fassung, die mit letzten Korrekturen seitens des Autors weggeschickt wurde. Das heißt also, das ganze Buch noch mal durchgehen und mit dem gedruckten Buch vergleichen, dazu nötige Änderungen einfügen. Von wegen ein fertiges Buch lässt sich innerhalb von Minuten hochladen, und schon ist das E-Book gemacht. Wegen des Covers war ich jetzt tagelang unterwegs und habe bei der Universität Luzern nachgefragt. Die haben es an ein Archiv weitergeleitet, das natürlich die Urheberrechte besitzt. Also Vorsicht bei Bildern, die angeblich gemeinfrei im Netz kursieren, auch bei Wikimedia Commons! Je nach Zweck, dem das Bild dienen soll, wird der Preis berechnet. Und der wird bei kommerzieller Nutzung entsprechend so saftig sein, dass ich das wohl kaum je wieder einspielen werde. Bei näherer Betrachtung eignet sich das Bild auch nicht hundertprozentig. Ich war heute drauf und dran, das Vorhaben des eigenen E-Books wieder aufzugeben.


In Matthias Mattings Selfpublisherbibel las ich eben, dass er sein erstes E-Book mit dem Foto eines Freundes gestaltet habe. Mein Mörike-Buch ist ja auch durch zwei meiner Fotos, sehr schön gestaltet von einer super Designerin, zustande gekommen. Sie sei allerdings mit Aufträgen auf lange Zeit eingedeckt, las ich kürzlich. Auf jeden Fall habe ich mal die treffendsten Fotos für das Buch herausgesucht, und das sind Aufnahmen vom Kloster Maulbronn und vom Schwarzwald. Vom Verlag des Buches ist seit zwei Wochen keine Antwort da, vom Hausverlag wegen des Schwarzwaldkrimis ebenfalls keine seit drei Wochen. Im letzteren Fall werde ich mich wohl auf eine zweimonatige Wartezeit einstellen müssen, wie zu besten Agentenzeiten. Eins ist auf jeden Fall sicher. Schnell und hophop geht gar nichts, egal, ob mit Verlag oder selber.
Noch besser geeignet als das Bild "Der Geldwechsler und seine Frau"aus der Pinakothek in München sind übrigens die Bilder von Georges de la Tour. Darunter das Bild von der büßenden Maria Magdalena. Aber die hängen im Louvre!
                                                        Christa S. Lotz
   
                                                    Des Teufels Alchimist
                                                 (Der Pakt mit dem Teufel)
                                             

                                               Historischer Krimi


                                                   Christa S. Lotz

                                         Das Vermächtnis des Bischofs
                                        (Der Teufel von Bischofsbronn)
                                                            

                                                Historischer Krimi

                                            

                                                   
                                     
                                                             
                                        

Dienstag, 25. März 2014

Klappentext, Cover, Titel, die Hingucker

In den letzten beiden Tagen sausten, dank der Google-Bildersuche, hunderte von Bildern an mir vorbei, vor allem Gemälde und Stücke aus alten Sammlungen. Ich habe mich schließlich für Wittisau entschieden, eine Miniatur aus dem Luzerner Schilling, und auch eine Adresse an der Universität gefunden, bei der ich nachfragen kann. Das soll dann unten etwas kleiner auf einer Seite erscheinen, "Markenname" Christa S. Lotz, nicht Christa Schmid-Lotz und Titel "Ein teuflisches Spiel" oben, vielleicht noch mit ein paar Ausschmückungen. Der Klappentext ist unvollständig, wie ich bei nochmaliger Durchsicht merkte, der Verlag hatte die Jahreszahl und für die Handlung wesentliche Personen und Ereignisse nicht erwähnt. Auf jeden Fall ist der Titel im Klappentext mit drin.
Neuer Klappentext:

Christa S. Lotz
Ein teuflisches Spiel
Historischer Krimi
Süddeutschland im Jahr 1526. Als die Blitze eines Unwetters die elterliche Burg zerstören, beginnt ein schweres Leben für die Tochter einer verarmten Ritterfamilie. Julia überlebt mit viel Glück und kommt bei einer Tante in der Stadt unter. Um die junge Frau entspinnt sich ein Gewirr von Intrigen. Sie wird denunziert und als Hexe angeklagt, nur durch die Hilfe einer Novizin entkommt sie einem Giftmord. Was treibt die ungeliebte Tante und die Äbtissin des Klosters zu ihrem teuflischen Spiel? Zusammen mit dem Stadtschreiber Wolfram sucht Julia nach der Lösung des Rätsels. Die beiden finden schließlich eine Spur, die sie zum Bischof in Rottenburg, zum Arzt Paracelsus und zu einem Alchimisten führt, der einen tödlichen Plan verfolgt. Der spannende Roman erschien 2011 mit dem Titel "Das Vermächtnis des Bischofs" im Verlag Oertel&Spörer.