Ist mir noch nie passiert: Gleich am ersten Tag der Erscheinung eines Buches war heute schon die erste 5-Sterne-Rezension da! Ist bei Lovelybooks, Thalia, Weltbild usw. gelistet.
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Montag, 5. Oktober 2020
Mittwoch, 17. April 2019
Das Cover für den neuen Krimi ist da!
Der Roman erscheint am 6. Mai 2019 als E-Book, im Juli 2019 als Print. E-Book jetzt vorbestellbar bei
Amazon https://amzn.to/2L18YOh
Thalia https://bit.ly/2Vg8jN1
Osiander https://bit.ly/2W35FHj
usw.
Offizieller Klappentext:
Was gibt es Besseres, als einen Urlaub im Schwarzwald? Das denkt sich auch die Journalistin Lisa Faber, die gemeinsam mit dem befreundeten Hauptkommissar Steidle eine Wanderung durch das große Enztal unternimmt. Nebenbei recherchiert sie über den Schwarzwald und seine Traditionen, denn sie hat sich in den Kopf gesetzt, ein Buch darüber zu schreiben. Dabei stößt Lisa auf ein Tagebuch, das einer Frau gehörte, die die letzten Kriegstage im Tal miterlebt hat. Als dann bei den Bauarbeiten eines neuen Supermarktes die Leichen einer ganzen Familie zum Vorschein kommen, erkennt Lisa einen Zusammenhang. Doch Steidle will davon nichts wissen. Und so begibt sich die Journalistin auf eigene Faust auf die Spuren der Vergangenheit …
Samstag, 26. Januar 2019
Wintertal
Da hilft alles Jammern und Klagen nichts: Die Sommer sind nicht mehr, was sie mal waren, die Winter sind feucht, ekelhaft nass, kalt und drückend grau, Frühling und Herbst gibt es in dieser Form nicht mehr. Das sagte uns schon vor fast zwanzig Jahren eine Signora oberhalb des Gardasees, bei der wir eine traumhafte Wohnung mit Oleanderterrasse und Blick auf das blauglitzernde Wasser gemietet hatten. Die kleinen Paradiese sind längst verschwunden wie zum Beispiel Kochel am See. Der war noch schöner als der Gardasee, man konnte auf einem Felsenweg und durch Moore wandern, barocke Prachtkirchen und fromme Klöster besuchen, in den Klöstergärten Schweinebraten essen und abends vor der Kneipe sitzen und Bauern auf ihren Treckern vorbeituckern sehen-mit wehendem Gamsbart auf dem Filzhut. Wenn es einmal regnete oder ein Gewitter gab, saß man auf dem Balkon und schmökerte die halbe Nacht. Das ist jetzt auch vorbei, denn kürzlich las ich in der Zeitung: Deutschland ist inzwischen nach Spanien das beliebteste Urlaubsland, in Kochel am See stehen sie Stoßstange an Stoßstange.
Wie gesagt, es hilft nichts, wir haben den Klimawandel mit aller Schuld und allen Folgen für alle. Die Braunkohleausstiegsverhandlungen, ob 2030 oder jetzt, sind nur ein Pflästerchen für das, was ich schon in den 80er, 90er Jahren las: Es ist für alles fast schon zu spät. Auch damals gab es schon Klimaschutzkonferenzen, wenn ich mich recht entsinne. Und zum Glück waren die letzten Paradiese da noch nicht entdeckt.
Da sitze ich nun und schaue hinaus in den grauen, trüben, kalten Tag. Mache einen Test, aber ich habe keine Winterdepression. Mir geht es immer so in dieser Jahreszeit. So dunkel es draußen ist, so dunkel wird es drinnen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Und es ist Jammern auf sehr hohem Niveau, denn andere Leute haben kaum das Geld für die dringendst benötigten Dinge. Ich langweile mich nur in diesem Wintertal, denn meinen neuen Roman habe ich vor zwei Tagen an die Lektorin geschickt - und jetzt habe ich einfach nichts mehr zu tun. Es ist so langweilig, als Rentnerin im Winter nichts zu tun zu haben.
Während ich dies schreibe, hat sich draußen vorsichtig der Himmel aufgezogen. Ein paar hellblaue Flecken und ein Schimmer von Sonnenlicht brechen durch. Zeit, doch mal wieder rauszugehen.
Wie gesagt, es hilft nichts, wir haben den Klimawandel mit aller Schuld und allen Folgen für alle. Die Braunkohleausstiegsverhandlungen, ob 2030 oder jetzt, sind nur ein Pflästerchen für das, was ich schon in den 80er, 90er Jahren las: Es ist für alles fast schon zu spät. Auch damals gab es schon Klimaschutzkonferenzen, wenn ich mich recht entsinne. Und zum Glück waren die letzten Paradiese da noch nicht entdeckt.
Da sitze ich nun und schaue hinaus in den grauen, trüben, kalten Tag. Mache einen Test, aber ich habe keine Winterdepression. Mir geht es immer so in dieser Jahreszeit. So dunkel es draußen ist, so dunkel wird es drinnen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Und es ist Jammern auf sehr hohem Niveau, denn andere Leute haben kaum das Geld für die dringendst benötigten Dinge. Ich langweile mich nur in diesem Wintertal, denn meinen neuen Roman habe ich vor zwei Tagen an die Lektorin geschickt - und jetzt habe ich einfach nichts mehr zu tun. Es ist so langweilig, als Rentnerin im Winter nichts zu tun zu haben.
Während ich dies schreibe, hat sich draußen vorsichtig der Himmel aufgezogen. Ein paar hellblaue Flecken und ein Schimmer von Sonnenlicht brechen durch. Zeit, doch mal wieder rauszugehen.
Sonntag, 30. Dezember 2018
Ende des Jahres
An dieser Stelle möchte ich allen Lesern meines Blogs ein gesundes, interessantes und lebenswertes Jahr 2019 wünschen! Von mir eine ganz kurze Bilanz: Die Weihnachtszeit und die Zeit zwischen den Jahren habe ich in einer Art Mini-Winterschlaf verbracht (ziemliche Erkältung), und dadurch ist mir das meiste an Trubel erspart geblieben. Das Extremwetterjahr 2018 stand für mich persönlich unter dem Stern des Regionalkrimis. "Martinsmorde" wurde als E-Book und als Taschenbuch veröffentlicht, meinen neuen Schwarzwaldkrimi habe ich jetzt bis auf die letzten Seiten fertig - bis zum 1. Februar muss er dann noch überarbeitet werden.
Einige Zeit lang habe ich nach einem passenden Gedicht für die Zeit "zwischen den Jahren" gesucht. War nicht einfach. Vorhin bin ich auf eins von Theodor Fontane gestoßen. Das umschreibt die Lage ein kleines bisschen.
Einige Zeit lang habe ich nach einem passenden Gedicht für die Zeit "zwischen den Jahren" gesucht. War nicht einfach. Vorhin bin ich auf eins von Theodor Fontane gestoßen. Das umschreibt die Lage ein kleines bisschen.
Theodor Fontane (1819-1898)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/theodor_fontane.php
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/theodor_fontane.php
Und wieder hier draußen...
Und wieder hier draußen ein neues Jahr -
Was werden die Tage bringen?!
Wird's werden, wie es immer war,
Halb scheitern, halb gelingen?
Was werden die Tage bringen?!
Wird's werden, wie es immer war,
Halb scheitern, halb gelingen?
Wird's fördern das, worauf ich gebaut,
Oder vollends es verderben?
Gleichviel, was es im Kessel braut,
Nur wünsch' ich nicht zu sterben.
Oder vollends es verderben?
Gleichviel, was es im Kessel braut,
Nur wünsch' ich nicht zu sterben.
Ich möchte noch wieder im Vaterland
Die Gläser klingen lassen
Und wieder noch des Freundes Hand
Im Einverständnis fassen.
Die Gläser klingen lassen
Und wieder noch des Freundes Hand
Im Einverständnis fassen.
Ich möchte noch wirken und schaffen und tun
Und atmen eine Weile,
Denn um im Grabe auszuruhn,
Hat's nimmer Not noch Eile.
Und atmen eine Weile,
Denn um im Grabe auszuruhn,
Hat's nimmer Not noch Eile.
Samstag, 8. September 2018
Das Printbuch der "Martinsmorde" ist da!
Gestern erschien die gedruckte Ausgabe meiner "Martinsmorde" - es ist jetzt überall im Handel zu bestellen, in den Onlineshops und in den Buchhandlungen. Zwei hervorragende Rezensionen sind bereits erschienen. Irgendwie habe ich das Gefühl, als hätte ich meine Zielgruppe diesmal voll erreicht, ähnlich wie bei meinen Klein-und Mittelverlagsbüchern.
Auch das Gesamtfeeling ist ähnlich wie damals. Wenn ich durch den Schwarzwald fahre, laufe oder einfach nur aus dem Fenster schaue, sind mein Buch, mein Schreiben und mein Leben auf einer Linie. Erstaunt bin ich über die Tatsache, dass mein Krimi trotz der unübersehbaren Konkurrenz so viel Aufmerksamkeit erregt. Das habe ich den Aktivitäten des Verlags sowie der von Bloggerinnen und Autorenkollegen zu verdanken. Hätte ich das Buch im Self Publishing herausgebracht, wäre es wahrscheinlich in der Masse untergegangen!
Inzwischen sind schon mehr als fünfzig Seiten des Folgebandes fertig. Dabei geht es um Geschehnisse und Morde in einem Schwarzwaldtal mit einem Fluss, der wie so vieles im Schwarzwald ganz schwarz erscheint.
Hier die Rezensionen
Auch das Gesamtfeeling ist ähnlich wie damals. Wenn ich durch den Schwarzwald fahre, laufe oder einfach nur aus dem Fenster schaue, sind mein Buch, mein Schreiben und mein Leben auf einer Linie. Erstaunt bin ich über die Tatsache, dass mein Krimi trotz der unübersehbaren Konkurrenz so viel Aufmerksamkeit erregt. Das habe ich den Aktivitäten des Verlags sowie der von Bloggerinnen und Autorenkollegen zu verdanken. Hätte ich das Buch im Self Publishing herausgebracht, wäre es wahrscheinlich in der Masse untergegangen!
Inzwischen sind schon mehr als fünfzig Seiten des Folgebandes fertig. Dabei geht es um Geschehnisse und Morde in einem Schwarzwaldtal mit einem Fluss, der wie so vieles im Schwarzwald ganz schwarz erscheint.
Hier die Rezensionen
Dienstag, 19. Juni 2018
Mein Schwarzwaldkrimi "Martinsmorde" ist da!

Ein Traum ist wahr geworden: Der Schwarzwaldkrimi "Martinsmorde" erscheint am 2. Juli 2018 und ist jetzt schon bei Amazon, bei Hugendubel, bei Weltbild und anderen Shops online vorbestellbar. Im September erscheint dann die Printausgabe. Klappentext:
Der erste Fall für Lisa Faber
Die Journalistin Lisa Faber besucht das kleine Dorf Niederweiler, um für den Schwarzwaldkurier einen Artikel über die Traditionen zum Martinstag zu schreiben. Doch die Dorfbewohner begegnen ihr mit Argwohn. Als nach dem Martinsritt der örtliche Pfarrer ermordet aufgefunden wird, ist die Feindseligkeit kaum noch zu übersehen. Hauptkommissar Steidle übernimmt den Fall, doch Lisa wittert eine Story. Sie findet heraus, dass vor vielen Jahren im Dorf schon einmal ein Pfarrer verschwand. Während sie auf eigene Faust ermittelt, stößt sie auf ein düsteres Geheimnis und gerät schließlich selbst ins Visier des Täters ...
Martinsmorde bei Ullstein
https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/martinsmorde-9783958191570.html
Martinsmorde bei Amazon
Martinsmorde bei Weltbild
Martinsmorde bei Thalia
Samstag, 19. Mai 2018
Nach dem Lektorat
Es war eine gute Zeit mit dem lektorierten Text meines Schwarzwaldkrimis "Martinsmorde". Gestern habe ich die letzten Verbesserungen angebracht und die Kommentare gelöscht. Wie man so sagt: Aus einem Rohdiamanten ist ein Edelstein geworden. Oder besser gesagt aus einer grob geschnitzten Holzfigur ein hübsches Schwarzwaldpüppchen mit Bollenhut :-) Spaß beiseite: Nicht nur dafür, aber auch dafür ist das Schreiben eine Beschäftigung, die immer wieder Früchte trägt. Als nächstes kommt dann das Cover, auf das ich schon sehr gespannt bin. Meine anderen (historischen) unveröffentlichten Romane passen nicht ins Verlagsprogramm, wie ich schon vermutet hatte. Dafür kann ich an dem Schwarzwaldthema dranbleiben, wenn ich möchte. Meine Journalistin aus Tübingen und der Kommissar aus Hohenstadt können weiter ihre Abenteuer erleben und ihre fälle lösen. Leitthema ist dabei "Das alte Herz" von Wilhelm Hauff. Der Vorteil dieser Art von Krimis ist der, dass ich darin sowohl -wenn auch natürlich nicht zu üppige - Landschaftsbeschreibungen mit psychologisch interessanten Charakteren verbinden kann. Als ich den Krimi schrieb, hatte ich schon drei bis fünf weitere Folgen im Hinterkopf. Also nach dem Mord am Martinstag könnten welche zu Ostern, Fronleichnam, zu Pfingsten, Erntedank und Allerseelen folgen, jeweils mit dem Ort, dem Schwarzwald, seinen Menschen und sogar dem Brauchtum verwoben.
Daneben habe ich weiter die Entwicklung mit der DSGVO verfolgt, der neuen Datenschutzverordnung der EU. Jeden Tag gibt es etwas auszufüllen und zu bestätigen. Heute kommt erstmalig in meiner Papierzeitung eine ganzseitige Anzeige von Facebook, in der die Leser geduzt und zur Zustimmung für die neue Datenschutzerklärung gebeten werden. In einer anderen, ebenfalls ganzseitigen Rubrik wird auf die wichtigsten Punkte der DSGVO hingewiesen. Es wird erwartet, dass etwa 30% aller Bürger von ihre Recht auf Einsicht und Löschung Gebrauch machen werden, und dass die Abmahnanwälte sich vor allem auf mittlere und größere Unternehmen konzentrieren werden.
Wir Blogger und Webseitenbetreiber müssen natürlich auch auf alles vorbereitet sein.
Daneben habe ich weiter die Entwicklung mit der DSGVO verfolgt, der neuen Datenschutzverordnung der EU. Jeden Tag gibt es etwas auszufüllen und zu bestätigen. Heute kommt erstmalig in meiner Papierzeitung eine ganzseitige Anzeige von Facebook, in der die Leser geduzt und zur Zustimmung für die neue Datenschutzerklärung gebeten werden. In einer anderen, ebenfalls ganzseitigen Rubrik wird auf die wichtigsten Punkte der DSGVO hingewiesen. Es wird erwartet, dass etwa 30% aller Bürger von ihre Recht auf Einsicht und Löschung Gebrauch machen werden, und dass die Abmahnanwälte sich vor allem auf mittlere und größere Unternehmen konzentrieren werden.
Wir Blogger und Webseitenbetreiber müssen natürlich auch auf alles vorbereitet sein.
Dienstag, 27. März 2018
Mein kleines, neues Autorenleben
Schon in den letzten Tagen hatte ich mich auf mein kleines, neues Autorenleben vorbereitet. Erst einmal machte ich drei Regalfächer mit Büchern und verstaute sie in fünf Stofftaschen. In die Säcke kamen Reiseführer mit Orten, an denen wir schon waren und zu denen wir sicher nie mehr hinfahren würden (auch aus Gründen der Verkehrsstaus), dazu Bücher, die ich gelesen hatte und nicht noch einmal lesen würde sowie alte, nicht besonders gute Abhandlungen über Orte, an denen man heute nichts mehr von dem findet, was beschrieben wird und abgebildet ist. Sie kommen alle in die öffentlichen Bücherschränke. Dann hatte ich mir schon lange vorgenommen, mir endlich einen kleineren, bequemeren Schreibtischstuhl zu kaufen. Weiß der Teufel, was mich damals geritten hat, bei Ikea einen Chefsessel zu kaufen, so groß, dass ich meist krumm und schief darin hing wie ein Autorenzwerg. Hier in der Gegend bekommt man so etwas nicht, und so fuhren wir heute nach Balingen ins Rogg&Roll. Mit viel Tamtam bekam ich meinen neuen Schreitischstuhl endlich ausgehändigt. Ging auch leicht aufzubauen, obwohl ich dabei wie immer ins Schwitzen geriet und mir eigentlich geschworen hatte, nie mehr etwas zusammenbauen zu wollen. (Das letzte war ein Badschränkchen vom Dänischen Bettenlager gewesen, bei dem eine Schraube nicht passte). Dank einer Minitaschenlampe fand ich dann schließlich das Loch für die zweite dicke Schraube, und mittels eines Hammers saßen die Rollen fest wie eingemeißelt. Jetzt sitze ich Auge in Auge mit meinem Laptop, und ich habe das Gefühl, als wäre die mehr oder weniger demotivierende Verlags- und Agentursuche der letzten Jahre in sich zusammengeschnurrt wie ein heißer Luftballon.
Dienstag, 15. April 2014
Wie man todsicher nicht reich und berühmt wird!
Vor ein paar Tagen habe ich im Autorenforum Montsegur im öffentlichen Bereich
einen Link kommentiert: Über Pseudoverlage und halbseidene Literaturagenten.
Und dabei erfahren, dass es sogar Pseudo-Rezensionsplattformen gibt, für die man 178,- Euro berappen muss. Dabei will mir scheinen, dass die Öffentlichkeitsarbeit und alle Aufklärung über diese Pseudoverlage wirkungslos verpufft ist. Es gab sogar einmal eine Spiegel-Kampagne: Bezahl-Verlage: die schönsten Seiten des Schwachsinns.
Fazit: es ist nicht allgemein bekannt, dass diese Verlage mit falschen Versprechungen locken und den Autoren, die einmal im Leben ihr eigenes Buch in den Händen halten wollen, eine Menge Geld aus der Tasche ziehen. In dem ersten Bericht gipfelt das zum Schluss darin, dass der Betreffende ein Flugzeug chartert, das mit einem Banner seines Buchtitels über die Städte fliegt. Hätte er das nicht gemacht, wäre er jetzt leicht im Plus. Wie oft erntete ich ungläubiges Erstaunen, wenn meine Gesprächspartner erfuhren, dass man für eine professionelle Veröffentlichung nichts zahlen muss! Und ich selbst habe ja auch mal vor langen Jahren so ein Angebot bekommen, das ich gleich ausschlug, weil ich mir nicht "umsonst" die Mühe gemacht haben wollte. Es sind aber vor allem diejenigen, die genügend Absagen von Verlagen erhalten haben, die dann alles daran setzen, doch noch zu ihrem Ziel zu kommen. Und das wäre ja auch nicht verkehrt, wenn nicht so viele falsche Versprechungen dazukommen würden. Warum soll sich jemand nicht die Erfüllung eines Traumes kaufen?
Bei der Arbeit an meinem E-Book, das aus einem schon veröffentlichten Buch hervorgeht, merke ich, wieviel Arbeit die Verlage tatsächlich in so ein Ding stecken. Da kann man locker schon mal auf 10 000 Euro kommen, was Lektorat, Korrektorat (bei Xinxii würde mich das zum Beispiel allein 900 Euro kosten , das Lektorat bei einem versierten Lektor um die 3000). Kommen noch Cover und Plätze in der Buchhandlung dazu und sonstige Werbemaßnahmen, sind wir schon bei dieser Summe. Meine beiden letzten Verlags-E-Boks waren innerhalb von ca. 3 Wochen erstellt, ich brauche etwas länger, wie man sieht.
Jetzt könnte mich jemand, der dringend veröffentlichen will, ja fragen: Und was ist bei dir herausgekommen? Was hast du denn mit deinen Verlagsbüchern und deinem ersten E-Book erreicht? Bingo: Ich habe keinen Cent investieren müssen. Ich habe geschrieben und damit Geld verdient, das ich zwar bis auf den letzten Penny versteuern muss, aber es ist trotzdem mein selbst verdientes Geld. In den letzten zehn, zwölf Jahren war das eine Menge Arbeit, und allmählich konnte ich damit eine Marke aufbauen. Das ist etwas, das mir bleibt und das ich auch als Rentnerin noch betreiben kann. Deshalb rate ich zum wiederholten Mal allen Autoren, die veröffentlichen wollen, den traditionellen Weg über einen seriösen Verlag zu wählen oder es möglichst professionell mit Self Publishing zu versuchen. Bei Letzterem muss man zuerst investieren, Zeit und Geld, dafür fallen die endlosen Wartezeiten weg, und man hat die Möglichkeit, ein Vielfaches von dem zu verdienen, was bei einem Verlag anfällt. Ganz persönlich: Wenn mein Schwarzwaldkrimi, der immer noch auf eine Entscheidung meines Verlags wartet, nicht angenommen wird, werde ich ihn bei einem renommierten Regionalkrimiverlag anbieten, bevor ich mir dann überlege, ihn selbst zu publizieren. Ich bin todsicher nicht reich und berühmt geworden, kann aber auf eine höchst kreative Phase des Schaffens zurückblicken, die mir eine Menge, nicht aber einen leeren Geldbeutel gebracht hat. Und darauf kann ich auch in Zukunft bauen.
einen Link kommentiert: Über Pseudoverlage und halbseidene Literaturagenten.
Und dabei erfahren, dass es sogar Pseudo-Rezensionsplattformen gibt, für die man 178,- Euro berappen muss. Dabei will mir scheinen, dass die Öffentlichkeitsarbeit und alle Aufklärung über diese Pseudoverlage wirkungslos verpufft ist. Es gab sogar einmal eine Spiegel-Kampagne: Bezahl-Verlage: die schönsten Seiten des Schwachsinns.
Fazit: es ist nicht allgemein bekannt, dass diese Verlage mit falschen Versprechungen locken und den Autoren, die einmal im Leben ihr eigenes Buch in den Händen halten wollen, eine Menge Geld aus der Tasche ziehen. In dem ersten Bericht gipfelt das zum Schluss darin, dass der Betreffende ein Flugzeug chartert, das mit einem Banner seines Buchtitels über die Städte fliegt. Hätte er das nicht gemacht, wäre er jetzt leicht im Plus. Wie oft erntete ich ungläubiges Erstaunen, wenn meine Gesprächspartner erfuhren, dass man für eine professionelle Veröffentlichung nichts zahlen muss! Und ich selbst habe ja auch mal vor langen Jahren so ein Angebot bekommen, das ich gleich ausschlug, weil ich mir nicht "umsonst" die Mühe gemacht haben wollte. Es sind aber vor allem diejenigen, die genügend Absagen von Verlagen erhalten haben, die dann alles daran setzen, doch noch zu ihrem Ziel zu kommen. Und das wäre ja auch nicht verkehrt, wenn nicht so viele falsche Versprechungen dazukommen würden. Warum soll sich jemand nicht die Erfüllung eines Traumes kaufen?
Bei der Arbeit an meinem E-Book, das aus einem schon veröffentlichten Buch hervorgeht, merke ich, wieviel Arbeit die Verlage tatsächlich in so ein Ding stecken. Da kann man locker schon mal auf 10 000 Euro kommen, was Lektorat, Korrektorat (bei Xinxii würde mich das zum Beispiel allein 900 Euro kosten , das Lektorat bei einem versierten Lektor um die 3000). Kommen noch Cover und Plätze in der Buchhandlung dazu und sonstige Werbemaßnahmen, sind wir schon bei dieser Summe. Meine beiden letzten Verlags-E-Boks waren innerhalb von ca. 3 Wochen erstellt, ich brauche etwas länger, wie man sieht.
Jetzt könnte mich jemand, der dringend veröffentlichen will, ja fragen: Und was ist bei dir herausgekommen? Was hast du denn mit deinen Verlagsbüchern und deinem ersten E-Book erreicht? Bingo: Ich habe keinen Cent investieren müssen. Ich habe geschrieben und damit Geld verdient, das ich zwar bis auf den letzten Penny versteuern muss, aber es ist trotzdem mein selbst verdientes Geld. In den letzten zehn, zwölf Jahren war das eine Menge Arbeit, und allmählich konnte ich damit eine Marke aufbauen. Das ist etwas, das mir bleibt und das ich auch als Rentnerin noch betreiben kann. Deshalb rate ich zum wiederholten Mal allen Autoren, die veröffentlichen wollen, den traditionellen Weg über einen seriösen Verlag zu wählen oder es möglichst professionell mit Self Publishing zu versuchen. Bei Letzterem muss man zuerst investieren, Zeit und Geld, dafür fallen die endlosen Wartezeiten weg, und man hat die Möglichkeit, ein Vielfaches von dem zu verdienen, was bei einem Verlag anfällt. Ganz persönlich: Wenn mein Schwarzwaldkrimi, der immer noch auf eine Entscheidung meines Verlags wartet, nicht angenommen wird, werde ich ihn bei einem renommierten Regionalkrimiverlag anbieten, bevor ich mir dann überlege, ihn selbst zu publizieren. Ich bin todsicher nicht reich und berühmt geworden, kann aber auf eine höchst kreative Phase des Schaffens zurückblicken, die mir eine Menge, nicht aber einen leeren Geldbeutel gebracht hat. Und darauf kann ich auch in Zukunft bauen.
Donnerstag, 25. April 2013
Wann ist Self Publishing der richtige Weg?
Ich mache gerade eine Schreib-Pause, was aufmerksamen Lesern dieses Blogs nicht entgangen sein dürfte. Und genieße die schönen Tage, sitze bei der Arbeit im Garten meiner Gruppe, rede und lache mit den Klienten, spiele Karten. Für heute haben wir ein Grillfest vorbereitet.Trotzdem habe ich meinen Krimi nicht aus den Augen verloren. Den will ich nicht auf Teufel komm raus an den Verlag bringen. Gerade habe ich zwei Einträge aus dem Literaturcafé gefunden. In einem beschreibt ein langjähriger Lektor des Aufbau Verlags, welche Fehler bei der Verlagssuche häufig gemacht werden. Und sagt nebenbei, dass in sechs Jahren von tausend (unverlangt) eingesandten Manuskripten nur zwei veröffentlicht worden seien. Der andere Artikel ist ein Vortrag, den Wolfgang Tischer bei der Leipziger Buchmesse hielt: Wie finde ich den richtigen Verlag? Mal unabhängig davon, wie man diesen Artikel beurteilt: Merkwürdigerweise muss ich mir nach zehn Jahren, in denen ich veröffentlicht habe, diese Frage nun auch erneut stellen. Einmal werden meine Bücher wohl in naher Zukunft vergriffen sein oderins moderne Antiquariat abwandern, (auch wenn ich die Abrechnung immer noch nicht habe, wurde mir mitgeteilt, dass sie kein Plus aufweist), zum anderen steht ein Genrewechsel bevor, der bekanntlich immer schwierig ist, unabhängig davon, wo er sich vollzieht. Bei schlechten Verkaufszahlen des Neulings wird der Hausverlag nicht zugreifen. Wenn ich ihn selber bei kleineren Verlagen anbiete, kann es mir passieren, dass mir die gesamte Vermarktung aufgebürdet wird. Dann könnte ich ihn auch gleich selbst publizieren! 1-2 Mann-Verlage seien nicht die richtige Adresse, sagt Tischer. Welche Verlage dann? Ich bin gerade am Sondieren und Recherchieren und frage bei anderen Autoren herum. Den idealen Verlag gibt es nicht. Es passiert auch nicht, dass ein Verlag hier im Blog vorbeikommt und meint: Ach, das klingt aber interessant, schicken Sie uns doch mal Exposé und Leseprobe! Glücklicherweise gibt es schon einen Verlag, der sich das Exposé anschauen würde, aber das ist bekanntlich keine Garantie für eine Veröffentlichung. Ich könnte es so machen wie vor unzähligen Jahren, als ich für eine Bewerbung mehr als hundert Blindbriefe versandte. Da gab es immerhin 10% Rücklauf! Also allen anbieten, von Diogenes über Hanser bis Emons! Habe ich nicht mal von einer Lektorin gehört, sie müssten alles lesen? Wenn ich dann alle Verlage abgeklappert habe, kann ich mich mit der Frage des Self Publishing dieses Krimis befassen. Aber noch nicht gleich. Erst will ich noch die schönen Tage genießen.
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