Diese Abbildung zeigt das Portal der Maulbronner Klosterkirche, eine der ältesten Türen Deutschlands. Die Zisterzienser wussten immer, was sie hinter dieser Tür erwarten würde, wenn sie vom Paradies aus die Kirche betraten: nämlich die Laien- und die Mönchskirche, ein romanischer Lettner, der beide voneinander
trennt sowie ein Kruzifix, das aus einem
einzigen Steinblock herausgemeißelt wurde. Für die Mönche und die Laienbrüder sind Kirche und Kloster über Jahrhunderte hinweg zur Heimat geworden. Etlichen der späteren Seminaristen wurde das alles aber auch zum Zwang. Das Bild hat mich dazu bewogen, einmal über die Bedeutung von Türen nachzudenken. Man kann durch eine Tür hineingehen und auch wieder hinausgehen. In unseren Autorenblogs war früher oft die Rede davon, dass sich immer
wieder irgendeine Tür öffnen würde, egal, wie düster die Situation auch
gerade aussehe. Das denke ich immer noch, und es stehen zur Zeit viele Türen offen. Es stellt sich nur die Frage, was man hinter diesen Türen finden und ob man mit dem, was man dahinter findet, zufrieden sein wird. Und ob irgendein Raum, den man betritt, zur "Heimat" werden kann. Im Übertragenen ausgedrückt: Die Türen, die zur Zeit bei den Onlineplattformen für Self Publisher, den Verlagen und Agenturen offenstehen, laden vor allem die Erfolgreichen ein. Und selbst bei denen kann es dazu kommen, dass sie zur einen Tür hinein- und zu einer anderen bald wieder hinausgehen. Ein Interview des Hessischen Rundfunks vom Oktober 2015 mit Matthias Matting macht das deutlich.
In unserer Zeitung kam gestern ein Bericht über einen bekannten schwäbischen Dichter, der bei einem kleinen Tübinger Verlag veröffentlicht, der unter Umständen sieben Jahre braucht, bis er einen neuen Gedichtband fertig hat, und von dessen Büchern keine Ebooks existieren. Für ihn gibt es keine Alternative als mit der Hand zu schreiben. Da spüre ich wirkliche Zufriedenheit heraus, und am Rande muss ich auch gestehen, dass ich die Bücher dieses Verlages liebe. Bücher können Räume sein, in denen man sich wohlfühlt. Gerade lese ich einen Wanderbericht, der durch halb Deutschland führt, und bin dabei richtig mit dem Autor und seinem Hund unterwegs. Er hat diese Wanderungen in seinem Blog beschrieben und das Ganze dann bei Malik-National Geographics, einer Untergruppe des Piper Verlags, veröffentlicht. Flugs habe ich mir heute noch drei solcher Bücher gekauft, darunter Kay Borowskys Wanderungen in Tübingen und Europa.
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Freitag, 12. Februar 2016
Mittwoch, 13. August 2014
Interview mit Tintenhexe: Autoren sind der Kern des Buchbetriebs!
Heute ist das Interview erschienen, das die Buchbloggerin Tintenhexe vor einigen Wochen mit mir geführt hat. Christa S. Lotz spricht über ihre historischen Romane und das Schreiben
Es hat mir Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten, und es hat ebenso Spaß gemacht, es noch einmal durchzulesen. Und es klingt alles so schön und verlockend, dass ich gern da weitermachen würde, wo ich damals aufgehört habe. Herzlichen Dank an Tintenhexe! Im Interview mit Sabine Schäfers habe ich noch gesagt, dass ich gerade eine längere Schreibpause mache. Die ist seit einigen Tagen vorbei, der 18.-Jahrhundert-Krimi hat mich wieder gepackt, zumindest so, dass ich jeden Tag ein wenig schreibe, Tendenz steigend. Hier die letzte Frage und meine Antwort darauf, das weitere Schreiben betreffend. Die Zukunft hat ihr Licht schon vorausgeworfen, als ich das schrieb.
Was erscheint als Nächstes
von dir?
Im Juni erscheint mein E-Book „Teufelswerk“, das im Jahr 2011 als Printausgabe eines kleinen Verlages veröffentlicht wurde, unter dem Titel „Das Vermächtnis des Bischofs“. Davon wird es auch keine weitere Printausgabe geben, weil ich nur die E-Bookrechte habe. Was dann als Nächstes erscheint, ist noch offen. Wahrscheinlich ist es der Schwarzwälder Psychokrimi „Martinsmorde“ bei einem Verlag oder als selbst publiziertes E-Book. Im letzteren Fall bräuchte ich dann noch eine Designerin für das Cover, einen guten Lektor und ein Korrektorat. Dabei sehe ich optimistisch in die Zukunft, denn Autoren sind der Kern des Buchbetriebes und werden es bleiben, egal, wohin sich das Ganze noch entwickeln wird.
Letzter Eintrag: Jeff Bezos, Amazon: Jagd auf die Gazellen
Es hat mir Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten, und es hat ebenso Spaß gemacht, es noch einmal durchzulesen. Und es klingt alles so schön und verlockend, dass ich gern da weitermachen würde, wo ich damals aufgehört habe. Herzlichen Dank an Tintenhexe! Im Interview mit Sabine Schäfers habe ich noch gesagt, dass ich gerade eine längere Schreibpause mache. Die ist seit einigen Tagen vorbei, der 18.-Jahrhundert-Krimi hat mich wieder gepackt, zumindest so, dass ich jeden Tag ein wenig schreibe, Tendenz steigend. Hier die letzte Frage und meine Antwort darauf, das weitere Schreiben betreffend. Die Zukunft hat ihr Licht schon vorausgeworfen, als ich das schrieb.
Im Juni erscheint mein E-Book „Teufelswerk“, das im Jahr 2011 als Printausgabe eines kleinen Verlages veröffentlicht wurde, unter dem Titel „Das Vermächtnis des Bischofs“. Davon wird es auch keine weitere Printausgabe geben, weil ich nur die E-Bookrechte habe. Was dann als Nächstes erscheint, ist noch offen. Wahrscheinlich ist es der Schwarzwälder Psychokrimi „Martinsmorde“ bei einem Verlag oder als selbst publiziertes E-Book. Im letzteren Fall bräuchte ich dann noch eine Designerin für das Cover, einen guten Lektor und ein Korrektorat. Dabei sehe ich optimistisch in die Zukunft, denn Autoren sind der Kern des Buchbetriebes und werden es bleiben, egal, wohin sich das Ganze noch entwickeln wird.
Letzter Eintrag: Jeff Bezos, Amazon: Jagd auf die Gazellen
Donnerstag, 8. Mai 2014
And the winner is ...
Cover Nr. 3! Dank eurer Hinweise, liebe Kolleginnen, habe ich mich nun für das entschieden, was mir-und auch fast allen von euch-am besten gefiel. Dabei haben wir es ein bisschen weniger kompakt gemacht und an der Schrift was geändert. Jetzt kann das Interview erscheinen (ich werde es hier verlinken und ein paar Worte dazu sagen), das E-Book kann konvertiert werden, und dann lade ich es hoch. Das ist immer der spannendste Moment, wie ich von meinem ersten E-Book weiß. Inzwischen habe ich auch gelernt, wie man exakt den Preis berechnet (aus dem Dollarpreis und der Mehrwertsteuer). Dazu gibt es einen speziellen Rechner für KDP und Create Space. Wenn das E-Book also 2,99 kosten soll, gibt man 2,90 ein, wenn 3,99, schreibt man 3,87. Hier der Link. Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, was ich für das E-Book verlangen soll - 4,99, 3,99 oder 2,99? Weniger wohl nicht, mehr wird zur Verkaufshürde, fürchte ich. Ich selbst ticke ja nicht viel anders als andere, ich gebe es zu. Mein erstes E-Book, das ich gekauft habe, war "Der 7. Tag" von Nika Lubitsch, das 2, 99 Euro gekostet hat, und ich dachte, na, da kann man ja nicht viel verlieren. Und habe es nicht bereut. Wie handhabt ihr das? Was kosten eure E-Books, wieviel würdet ihr für ein E-Book ausgeben? Sonderpreisaktionen gleich am Anfang oder nach einer gewissen Zeit? Je nachdem werde ich evtl. auch noch auf Facebook eine Umfrage starten. Bei dem Fantasyautor Stephan R. Bellem habe ich übrigens noch etwas dazu gefunden:
Wie sehr sind E-Books vom Preis abhängig?
Wie sehr sind E-Books vom Preis abhängig?
Mittwoch, 26. Juni 2013
Beim "Wittwer" in Stuttgart
Wettermäßig haben wir fast noch Glück gehabt - es gab jeden Tag eine Unternehmung, die Spaß gemacht hat und mehr Distanz zum Arbeitsleben mit sich brachte. Gestern nun verschlug es uns mal wieder nach Stuttgart. Von unserem geheimen Parkplatz aus unterquerten wir die sechsspurige Straße beim Theater, schlenderten durch den Schlosspark, und schon waren wir auf dem riesigen, einmaligen Schlossplatz, der vor Leben nur so überquillt. Da Stuttgart im Talkessel liegt, ist es hier immer einen Tick wärmer - 14,5° hatten wir beim Losfahren, 17° beim Kaffee vor dem Kunsthaus. Wenn wir schon mal hier sind, können wir natürlich auch nach dem neuen Roman schauen, es gibt ja einige Buchäuser, die noch erhalten und gut bestückt sind. Rechts die Straße runter Hugendubel, links der alteingessene "Wittwer". Es steht immer ein Exemplar im Regal, bei Wittwer war es ganz vorne auf dem Tisch mit den Neuerscheinungen. Das ist schön zu sehen. Inzwischen ist das E-Book auch schon bei den Piraten gelandet. Für Juni erwartet Spiegelbest angeblich 7 Millionen Downloads, das wären im Durchschnitt auf jeden der 10 000 Autoren umgerechnet 963 Downloads. (Es ist fast schon verwunderlich, dass es keine Piraten-Bestsellerlisten gibt!). Wenn ich jetzt anfange, weniger gängige Bücher zu schreiben, werden die in den Listen nicht mehr auftauchen - es sind nämlich nur meine beiden letzten Romane aufgeführt. Und alle, die unter die Self Publisher gegangen sind, können sich freuen: Ihre Bücher werden sicher nicht piratisiert. Halt, ich muss mich korrigieren, nach einer kurzen Stichprobe: Das sehr erfolgreiche Buch einer Indie-Kollegin taucht dort ebenfalls auf!
Samstag, 23. Februar 2013
Machen Verlage die Autoren kaputt?
Seitdem ich 2004 meinen ersten Roman veröffentlichte, wehre ich mich dagegen, in Folge "immer dasselbe" schreiben zu sollen. Egal, ob Klein - oder Großverlag, unabhängig von Erfolg und Misserfolg, es wurde immer erwartet, die einmal befahrene Schiene weiter zu bedienen. Das wollte ich nicht. Und ich wollte raus aus den Zügen, die immer in die gleiche Richtung fuhren, alle gleich aussahen und irgendwann total überfüllt waren. Ich hatte eine ganze Palette von historischen, kriminologischen und Thriller-Ideen, teilweise schon ausgeführt, teilweise auch veröffentlicht, manche aber immer noch auf der Festplatte. Momentan bin ich ziemlich orientierungslos, um es ehrlich zu sagen. Fragen, die ich mir stelle:
Was wird mit meinem Hausverlag, wenn das nächste Buch nicht "erfolgreich" ist?
Was mache ich mit meinem Schwarzwaldkrimi, der in überarbeiteter Form vorliegt? Soll ich ihn mit Hilfe von Testlesern und mindestens 12 Überarbeitungen zur Bestform bringen? Wem soll ich ihn dann anbieten? (Meinem Agenten zuerst, denn er war an der Plotentwicklung beteiligt). Wird von mir erwartet, dass ich ihn unter Pseudonym herausbringe, wegen des Genrewechsels? Oder steht mein Name inzwischen so da, dass ich jonglieren könnte? Der Krimi ist nicht ganz Genre-lupenrein, er hat auch Thrillerelemente. So etwas wurde mir schon mal in einer Rezension vorgeworfen, dass es solche Elemente in einem historischen Roman gab. Und auch der Thriller, den ich gerade lese "Bluternte" von Sharon Bolton wird am Thrillergenre gemessen: Er sei doch eher gemütlich wie ein Krimi. Mir gefällt das im Übrigen recht gut, was sie schreibt, schon die Atmosphäre des Moordorfes mit Abteiruine und Friedhof.
Bei jedem Zweifel wurde mir von Kollegenseite geraten, doch das zu schreiben, was mir in die Finger käme und wofür ich brenne. Das habe ich auch getan, nur kollidiert es immer wieder mit dem "Markt"! Meine eigensten Bücher waren fast immer die am schlechtesten verkauften, von Verlags- und Agentenseite her gesehen. Den besten Rat, den mir andere gaben und den ich auch weitergeben würde, ist der: einfach immer weiterschreiben, die Texte optimieren und sich nicht beirren lassen! Alles, was mir in den letzten Wochen durch den Kopf ging, habe ich im Blog von Petra A. Bauer wiedergefunden.
Machen Verlage die Autoren kaputt?
Darin beschreibt sie das Dilemma der Autoren und der Trends, denen immer hinterhergehechtet wird. Bei den langen Vorlaufszeiten ist der Zug meist wieder abgefahren, wenn das Buch veröffentlicht wird. Was die E-Books betrifft, rät die Autorin davon ab, aktuelle Herzensprojekte in den Ring zu werfen - sie sieht das eher als Möglichkeit, vergriffene Werke wieder aufzulegen. So, wie ich es ja auch getan habe und wieder tun würde. Übrigens fällt mir dabei ein Thema ein, das ich schon mal in einem Roman verarbeitet habe: Die Suche nach dem Stein der Weisen ("Das Vermächtnis des Bischofs"): Da wird die Suche nach dem Stein allmählich ab absurdum geführt - um dann doch als Frage offen zu bleiben. (Und prompt kam wieder eine Kritik, die den Roman nicht "historisch" genug fand!) Genauso agieren gerade die Verlage und auch viele Autoren: Irgendwo muss doch das Rettende stecken, irgendwo muss es doch herkommen, irgendwie muss es mir dir ihm ihr ihnen doch gelingen, endlich aus niederen Metallen Gold zu machen!
Siehe dazu auch: Such dir ein globales Dorf von Petra van Cronenburg.
Was wird mit meinem Hausverlag, wenn das nächste Buch nicht "erfolgreich" ist?
Was mache ich mit meinem Schwarzwaldkrimi, der in überarbeiteter Form vorliegt? Soll ich ihn mit Hilfe von Testlesern und mindestens 12 Überarbeitungen zur Bestform bringen? Wem soll ich ihn dann anbieten? (Meinem Agenten zuerst, denn er war an der Plotentwicklung beteiligt). Wird von mir erwartet, dass ich ihn unter Pseudonym herausbringe, wegen des Genrewechsels? Oder steht mein Name inzwischen so da, dass ich jonglieren könnte? Der Krimi ist nicht ganz Genre-lupenrein, er hat auch Thrillerelemente. So etwas wurde mir schon mal in einer Rezension vorgeworfen, dass es solche Elemente in einem historischen Roman gab. Und auch der Thriller, den ich gerade lese "Bluternte" von Sharon Bolton wird am Thrillergenre gemessen: Er sei doch eher gemütlich wie ein Krimi. Mir gefällt das im Übrigen recht gut, was sie schreibt, schon die Atmosphäre des Moordorfes mit Abteiruine und Friedhof.
Bei jedem Zweifel wurde mir von Kollegenseite geraten, doch das zu schreiben, was mir in die Finger käme und wofür ich brenne. Das habe ich auch getan, nur kollidiert es immer wieder mit dem "Markt"! Meine eigensten Bücher waren fast immer die am schlechtesten verkauften, von Verlags- und Agentenseite her gesehen. Den besten Rat, den mir andere gaben und den ich auch weitergeben würde, ist der: einfach immer weiterschreiben, die Texte optimieren und sich nicht beirren lassen! Alles, was mir in den letzten Wochen durch den Kopf ging, habe ich im Blog von Petra A. Bauer wiedergefunden.
Machen Verlage die Autoren kaputt?
Darin beschreibt sie das Dilemma der Autoren und der Trends, denen immer hinterhergehechtet wird. Bei den langen Vorlaufszeiten ist der Zug meist wieder abgefahren, wenn das Buch veröffentlicht wird. Was die E-Books betrifft, rät die Autorin davon ab, aktuelle Herzensprojekte in den Ring zu werfen - sie sieht das eher als Möglichkeit, vergriffene Werke wieder aufzulegen. So, wie ich es ja auch getan habe und wieder tun würde. Übrigens fällt mir dabei ein Thema ein, das ich schon mal in einem Roman verarbeitet habe: Die Suche nach dem Stein der Weisen ("Das Vermächtnis des Bischofs"): Da wird die Suche nach dem Stein allmählich ab absurdum geführt - um dann doch als Frage offen zu bleiben. (Und prompt kam wieder eine Kritik, die den Roman nicht "historisch" genug fand!) Genauso agieren gerade die Verlage und auch viele Autoren: Irgendwo muss doch das Rettende stecken, irgendwo muss es doch herkommen, irgendwie muss es mir dir ihm ihr ihnen doch gelingen, endlich aus niederen Metallen Gold zu machen!
Siehe dazu auch: Such dir ein globales Dorf von Petra van Cronenburg.
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