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Dienstag, 5. Juni 2012

Der Schreibsommer wird groß

Marienkapelle im Kloster Hirsau bei Calw
Wie das Autorenschicksal denn immer so spielt, kamen heute gleich zwei Zusagen: für einen Vertrag, das letzte Manuskript betreffend und für das E-Book "Aufbruch nach Blaubeuren". Dann habe ich jetzt noch zwei Wochen Zeit fürs Überarbeiten des 400-500 Seiten starken MS, dann drei Wochen Urlaub und wohl bis Ende August Deadline für die "Köchin". Mit dem E-Book, das in der gleichen Epoche spielt (17. Jahrhundert) habe ich keinen weiteren Aufwand. Diesmal wird das Lektorat dann nicht in die Sommerzeit fallen, auch gut. Ich freue mich jetzt ganz arg, dass es weitergeht. Und für alle, die das lesen und noch auf der Suche nach einem Verlag sind oder ihr eigenes E-Book bei Amazon einstellen wollen: Es geht immer irgendwie weiter! Alle Autoren, die ich bisher kennengelernt habe und die geschrieben haben, schreiben noch heute-weil es ihr Lebenselixier ist, wie es auch mein Lebenselexier ist. Wer eine Veröffentlichung angestrebt hat, hat das auch nach kürzerer oder längerer Zeit geschafft!

Mittwoch, 11. April 2012

Meine Blogs als Grundfesten des Schreibens?

Habe mich mal umgesehen, wie man denn das Kulturgut "Buch" und andere wertvolle Güter der Menschheit auch sonst noch unter die Leute bringen könnte, unbhängig vom Selbst-Publizieren und Publiziertwerden in Tauschbörsen. Dabei stieß ich auf das Projekt "Digitale Bibliothek Deutschland". Rechtliche und finanzielle Probleme behindern bis jetzt den Ausbau, heißt es da. Dabei dreht es sich vor allem um "vergriffene und verwaiste Bücher." Verwaist bedeutet, dass man bei 30% und mehr der vergriffenen Bücher den Urheber nicht mehr ausfindig machen kann. Nichtsdestotrotz soll im Jahr 2012 diese Bibliothek ans Netz gehen. Das ist sicher eine gute Recherchequelle, für die man nicht extra zahlen müsste. Ich müsste nicht wie bisher unzählige Bücher für Recherchen kaufen, sondern könnte online stöbern, ohne mir um Urheber- und Verwertungsrechte Gedanken machen zu müssen.

Allerdings kann es nicht Ziel eines Autors sein, für die Gemeinschaft zu schreiben, also dafür, dann in dieser Bibliothek, für jeden zugänglich, zu stehen und zum Weltkulturerbe zu gehören. Früher, in grauer Vorzeit, hatte man die wertvollen Güter doch auf Mikrochips gespeichert, wenn ich mich recht erinnere - und in Bunkern gelagert, falls mal so ein richtiger Weltkrieg oder sonstiger Untergang stattfinden sollte. Mein Ziel ist es, Bücher an Menschen zu verkaufen, die das, was ich schreibe, gern lesen. Sei es digital oder gedruckt. Und zwar zu Lebzeiten. Bei mir deuten alle Zeichen darauf hin, dass ich das weiterhin im Zusammenhang mit Verlagen tun werde, auch wenn sich noch so viel ändert zur Zeit. Wenn es dazu kommt, dass das Schreiben von vornherein als kostenloses Allgemeingut angesehen wird, mag ich wohl keine Romane mehr schreiben. Anders ist es mit den Blogbeiträgen. Im Nachbarblog habe ich gestern die Statistiken angesehen und registriert, dass die beliebtesten Kategorien Wanderungen und "Mörike und das liebliche Taubertal" sind, im Schreibteufelchen "Auf Wolframs Spuren", "Mein Buch der Bücher" und "Auf Mörikes Spuren". Aus diesen Beiträgen könnte ich natürlich mal ein E-Book machen und den vergriffenen Mörike hinterherschieben. Aber wozu eigentlich? Es wird ja auch so gelesen, die Besucherzahlen der "Orte zum Reinschmecken" entsprechen ja inzwischen fast denen des Schreibteufelchens. Dort aufräumen könnte ich mal, ja, nur die besten Sachen stehen lassen. Und was hindert mich daran, ebendort meinen "Eduard Mörike. Ein Leben auf der Flucht" sukzessive, in Fortsetzungen, zu veröffentlichen? Hat man doch früher auch gemacht, den Vorabdruck eines Werkes in Zeitungen und Zeitschriften. So hätte ich doch eine schöne Onlinezeitung, die mir Besucher und zufriedenes Schaffen ermöglichen würden.