Mittwoch, 14. Juli 2010

Das verschollene Thriller-Exposé

Möchten Sie wissen, liebe Leser und Leserinnen, warum ich hier so viel blogge und herumplappere? Weil ich noch nicht zu dem Punkt vorgedrungen bin, an dem ich wirklich weitermachen, weiterschreiben kann. Ich stelle mir das ein wenig so vor wie die Angsttriebe, die von Bäumen gebildet werden, denen es auf irgend eine Art an den Kragen geht. Und wenn ich nicht schreibe, ist mir eine wesentliche Grundlage entzogen. Und: Was wird aus meinem letzten Historischen Florenz-Roman? Heute habe ich geschaut, wie lange es im Jahr 2008 gedauert hat, bis der letzte vermittelt war. Etwa zweieinhalb Monate, und zwar nur für das Exposé. Bis Mitte August müsste ich Bescheid bekommen haben. Ich glaube auch, dass ich einen Schritt weitergekommen bin. Warum zieht mich der Bodensee so magisch an, habe ich mich gefragt. Antwort: Weil ich schon seit Jahren fasziniert von dieser Gegend bin (ich habe mal eine Kur in Allensbach gemacht) und weil fast alle meine Romane zu ihm hin oder an ihm vorbeiführen. Auch bei den Recherchen für mein "Großes Regionalprojekt" bin ich nicht daran vorbeigekommen. Und der variationsreiche "Thriller" hat natürlich ebenfalls damit zu tun, ohne ein Regionalkrimi oder -Thriller im üblichen Sinn zu sein.
Jetzt habe ich mir einfach mal einen Tritt gegeben, nachdem ein schönes Gewitter niedergegangen ist, und habe mich meinen Dateien genähert. Auf die fast vergessenen "Offenen Schubladen" geklickt. Und was sehe ich da? Ein fast fertiges Exposé für ebendiesen Roman! Ohne Gedärm, das auch Bäuchen quillt und ohne Blut, das aus Halsschlagadern sprudelt. Ein paar Fliegen könnten allerdings schon eine Rolle spielen, in einem fernen Land, in dem ich schon einmal war ...Wenn dieses Exposé funktioniert, hätte ich weite Strecken davon schon fertig, müsste also nicht jahrelang recherchieren, sondern könnte mich zwischendurch immer wieder einer Einheit des anderen Werkes widmen-und anfangen an dem Ort, der alles bündelt: Dem Bodensee.

1 Kommentar:

Petra hat gesagt…

Liebe Christa,
du hast mich mal wieder fürchterlich inspiriert mit deinem Blog, das langsam zum Dialog wird ;-)
Hoffe, dich mit meinem Blog gehörig aufwiegeln zu können.
Herzlichst,
Petra