Sonntag, 31. Mai 2009

Auf Wolframs Spuren

Der Mini-Urlaubsausflug ist uns gestern wohlgelungen. Wie schon einmal im zeitigen Frühjahr zog es uns ins Bayerisch-Fränkische bzw. Spessart-Odenwald. Eine Perle ist das Mainstädtchen Wertheim. Da, wo Tauber und Main ineinanderfließen, ist ein imponierendes Gesamtwerk an mittelalterlichem Flair und einmaligen Kunstwerken entstanden. Neben Heidelberg dürfte die Renaissanceburg wohl eine der bedeutendsten sein. Die Stadt ist voller Leben, voller Cafés und buntem Treiben. In der Nähe die Abtei Bronnbach, eine Tochter Maulbronns, ist nicht nur einen Besuch wert. Die Anfahrt ist allerdings, wie beim letzten Mal, etwas umständlich und langwierig. Die barocken Altäre sind an die Säulen der sonst gotischen Kirche gelehnt. So bot sich beim ersten Blick durchs Gitter auch ein ungewöhlicher Anblick: Zwischen diese Barockaltäre und Säulen war ein ganzes Orchester mitsamt Chor geklemmt, was dem Ganzen eine unbeschreibliche Dichte verlieh. Wir sind normalerweise keine Freunde von klassischer Musik, jedoch war es ergreifend, direkt hinter diesem Chor zu stehen und mit gewaltiger Musikbegleitung durch das Kloster zu gehen. Besonders imposant ist der Josephsaal. In der Abtei Amorbach war die Kirche schon geschlossen, doch gab es Teile der "Gralsburg Wildenberg" zu besichtigen, auf der Wolfram von Eschenbach seinen Parsifal gedichtet haben soll. Die Suche nach der Burg entpuppte sich allerdings noch abenteuerlicher als beim letzten Mal.Ein Einheimischer wies uns einen Weg ewig hinauf durch dunkle Odenwälder. In dem Dorf oben wusste ein Junge Rat, und schließlich fanden wir auch den Weg dorthin, zumindest bis in den Wald hinein. Was in aller Welt hatte den Burgherrn veranlasst, da ganz tief unten im Wald eine Burg hinzubauen? Die letzten 600 Meter in die Tiefe haben wir uns gespart. Ich wusste ja, wie die Burg aussieht und hielt es mit Petrarca auf dem Mont Ventoux.

Die Pilgerin von Montserrat

Der Roman ist jetzt auch bei Amazon gelistet, allerdings noch ohne Bild und Klappentext. Als Erscheinungstermin ist September 2009 angegeben. Das passt zu meinen
Planungsberechnungen: Lektorat wahrscheinlich noch im Juni, Urlaub, Leserunde Montsegur und nebenher am neuen Projekt arbeiten. Nebenher gibt es auch Planungen für ein Treffen mit Schreibfreunden auf der Buchmesse in Frankfurt.

Freitag, 29. Mai 2009

Wunsch für Pfingsten

Die letzten Tage waren ziemlich angespannt und ausgefüllt mit Arbeit, Leserundenbegleitung, Textarbeit im Forum und Mailschreiben, so dass ich nicht mehr zu einem Eintrag in den Blog gekommen bin. Die Leserunde empfinde ich, vom jetzigen Standpunkt aus betrachtet, eher wie einen Workshop, in dem Schwächen und Stärken eines Romans abgeklopft werden. Und das führte dazu, dass ich mich dem Einstieg in mein neues Projekt verstärkt widmen konnte.

Was das Lesen und Schreiben allgemein betrifft: Ich war die letzten Tage irgendwie "overfed" oder "fed up"-nicht nur historisch-genremäßig. Ich konnte mich nicht mehr überwinden, einen Roman zu lesen oder einen Film im Fernsehen anzugucken. Vorgestern erwischte ich mich dabei, dass ich den ganzen Abend in einem Baedeker las und Pläne für das Pfingstwochenende schmiedete. Vielleicht muss man ab und zu mal ganz weg von dem allen.

Samstag, 23. Mai 2009

Die Nonne, die Hure und die Kirche

Zu meinem Erstaunen fand ich gestern einen Eintrag meiner "Nonne und Hure"im österreichisch-katholisch-bishöflichen Bibliothekswerk. Erstaunt war ich deshalb, weil mein Buch ja eine kritische Auseinandersetzung mit der kirchlichen Vergangenheit ist.
Dann gab es noch einen Hinweis auf Wikipedia. Ich denke darüber nach, wann und von wem eigentlich die Autoren-Einträge bei Wikipedia kommen. Weiß das jemand von euch?

Donnerstag, 21. Mai 2009

Wie finde ich einen Verlag?

Und wie mache ich mein Buch bekannt? Das sind Fragen, die immer wieder von Neuautoren gestellt werden. Dazu fasse ich noch einmal kurz meine Erfahrungen zusammen.
Mein erstes Manuskript war alles andere als druckreif-heute würde ich es in dieser Form nicht mehr anbieten. Eine Lektorin von Klett -Cotta gab mir wertvolle Hinweise, und bald hatte sich ein Verlag gefunden, der es dann genommen, lektoriert und gedruckt hat. Das nächste Buch wurde auf Anhieb genommen. Ich habe sehr viel Werbung gemacht,die Verlage ebenfalls, was sich allerdings auf den Absatz kaum auswirkte. Die Bücher waren im Buchhandel einfach nicht präsent, nur vereinzelt. Ich lernte dann, dass es die Vertreter der Verlage sind, die das Buch zu den Buchhändlern bringen und die Seiten im Katalog. Ich kaufte mir das Uschtrin-Handbuch für Autoren und fand eine Agentur.
Einen Roman später führte das auch zum gewünschten Erfolg. Viele Informationen und Unterstützung erhielt ich im Autorenforum Montsegur.
Aus diesen Erfahrungen heraus rate ich jedem, der veröffentlichen möchte, zu einem langen Atem! Bevor man sein Manuskript an einen BoD-Verlag gibt oder gar noch dafür bezahlt, sollte man sein Licht nicht unter den Scheffel stellen, an sich glauben und den oft etwas steinigen, aber "lohnenden" Weg der Agentur-und Verlagssuche gehen. Man sollte lernen, den Roman wirklich reifen zu lassen, ob mit oder ohne Exposé.
Bekannt gemacht habe ich die ersten Bücher dadurch, dass ich es "überall herausposaunt" habe, stark an die Öffentlichkeit gegangen bin. Jetzt gehe ich es etwas ruhiger an, verschicke Rezensionsexemplare, nehme an Leserunden teil und verbreite es auch allmählich in meiner Stadt.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Die Pilgerin von Montserrat

Gerade habe ich das neue Cover der "Pilgerin von Montserrat" entdeckt. Gefällt mir gut, passt wie eine "Marke" zum anderen ...

Roman in Bibliotheken

Da ist er inzwischen auch gelandet, in Würzburg wird er für Juni erwartet.
Ich bin nun etwas ratlos. Ob ich den Roman selbst bei VG Wort, wo ich schon lang Mitglied bin, anmelden muss? Vielleicht weiß mir einer meiner KollegInnen einen Rat.

Das blaue Band

Frühlingsspaziergang am Neckar Jetzt ist er endlich da, der "richtige" Frühling! Und tatsächlich liegt eine Art blaues Band üb...