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Mittwoch, 28. Februar 2018

Mein Schwarzwaldkrimi ist gelandet!

Der düstere Schwarzwald vor zwei Wochen
Es ist tatsächlich wahr geworden: Mein Schwarzwaldkrimi "Martinsmorde" wurde von einem Verlag angenommen, und zwar von Midnight/Ullstein! Der Vertrag, den ich schon im Voraus geprüft habe, wird mir demnächst zugestellt. Voraussichtlich wird das E-Book im Sommer 2018 erscheinen, das Printbuch soll im Herbst folgen. Parallel zum Lektorat wird ein Cover erstellt, das mir vorgelegt wird, weil die Autoren in die Entwicklung einbezogen werden sollen. Heute kam eine weitere Mail der Lektorin, in der sie mir anbietet, auch andere Exposés und Texte zur Prüfung zu schicken. Ich hatte nach Fertigstellung des Romans schon mehr Ideen im Kopf, drei bis fünf Folgen. Weil ein Verlag und ein paar Agenturen letztendlich kein Interesse an dem MS zeigten, hatte ich das nicht weiter verfolgt. Es gibt aber eine Idee, die ich nur noch in aller Ruhe ausführen und in Exposéform bringen müsste. Demnächst bekomme ich von meinem Sohn ein schönes Notizbuch, in das ich alles hineinschreiben kann, was mir durch den Kopf geht.

Jetzt habe ich erstmal aufgeräumt, die ganzen Papiere von der Familienforschung verstaut und die gesamte Ablage ausgemistet. Die letzte Woche war unterirdisch kalt, auf der Zugspitze herrschten gestern Nacht -30°, eine nie gemessene Temperatur um diese Jahreszeit! Beim Rausgehen pfeift mir ein so eiskalter Wind um die Nase, dass ich fast alle Aktivitäten im Freien eingestellt habe. Ich freue mich auf wärmere Temperaturen, und ich freue mich auf die schreiberischen Aktivitäten, die vor mir liegen. (Das Foto habe ich übrigens nicht weit von meiner Wohnung entfernt aufgenommen).

Samstag, 29. November 2008

Krimis und Historische Romane

Es ist ganz still geworden hier, weil die Autorin Krimis liest. Und was für welche! Die beiden ersten waren so spannend und gut geschrieben, dass ich sie quasi 36 Stunden am Stück verschlungen habe (naja, zwischendurch haben wir uns auch noch auf Adventsmärkten herumgetrieben). Vom zweiten (Chemie des Todes) habe ich heute Nacht Albträume bekommen, auf jeden Fall kamen ein abgemagertes Kind und Maden darin vor. Ob ich auch solche Krimis schreiben möchte? Ich glaube, die Recherchen und das Schreiben würden mir ähnlichen Widerwillen verursachen wie die zum Dreißigjährigen Krieg. Aber es wäre schon verlockend.

Meine beiden Exposés zum nächsten historischen Roman habe ich in einem Anflug von Verzweiflung meinem Partner gezeigt, der bekanntlich überkritisch ist, was die Stoffe angeht. Ihm gefielen beide, der Plot in Süddeutschland etwas mehr, aber auch der in Florenz. Wahrscheinlich werde ich jetzt folgendermaßen vorgehen: nach der Pause, die dem Wiederauftanken dienen soll und dem Abschluss des Lektorats der "Nonne und der Hure", der sicher ab nächster Woche auf mich zukommen wird, könnte ich mich der deutschen Version des Feuer-Themas nähern, von der ja schon 50 Seiten existieren. Dem florentinischen Exposé, das noch stärker von der ursprünglichen Version abweicht, würde ich dann ein noch anderes Gesicht geben - und hätte zwei weitere historische Romane. Ich glaube, mein persönliches Autorenleben wird immer davon gezeichnet sein, zu experimentieren, die Zwänge von außen zu umschiffen, um nicht daran zu zerschellen und fröhlich-gemütlich, manchmal zweifelnd, manchmal beschwingt, von einer Baustelle zur anderen zu gehen und etwas Neues daraus zu erschaffen. Man könnte es auch sehen wie diese chinesischen Puppen: aus der großen Puppe kommen immer neue Kleinere heraus.