Mittwoch, 1. August 2012

Ist der historische Roman vom Tisch?

Federzeichnung des jungen Mörike


Heute, an diesem strahlenden ersten Tag des August, habe ich -wider Erwarten - die letzten Pinselstriche an Roman und Langexposé gesetzt und die Köchin mit dem Kardinal auf die Reise zum Agenten geschickt.(31. Juli war die Deadline, man hatte mir aber noch Zeit bis Ende August zugestanden). Eine Karte von Süddeutschland und Frankreich könnte dazu noch erstellt werden, die Rezepte, einige aus dem Kochbuch der Anna Wecker von 1597, müssen nicht extra ausgeführt werden, sie werden im Roman ja schon beschrieben.:-) Das ist wahrlich ein Feiertag, denn nun habe ich die Hände wieder frei, bis irgendwann im Winter/Frühjahr das Lektorat kommt. Also ist mir mein letzter historischer Roman jetzt vom Tisch bzw. aus dem Postfach.

Dann wird es also bald Zeit, mir über meine Autorenzukunft Gedanken zu machen. Am Wochenende fahre ich mit dem ICE nach Hamburg und Cuxhaven, da werde ich Zeit nicht nur zum Lesen, sondern auch für diesbezügliche Überlegungen haben. Der Büchermarkt sei eingebrochen, heißt es, besonders auch der für die historischen Romane. Hardcover wird es bald nicht mehr geben, dafür mehr E-Books. (Siehe dazu die Momentaufnahme, die ich bei Quo Vadis gefunden habe). Ab Mitte August gehe ich dann meinen Mörike-Roman als E-Book an, dessen Erscheinungstermin ich auf den 1. September gelegt habe. Das ist übrigens schon mal schön, diesen Termin selbst festzulegen. Wie es dann tatsächlich weitergeht, weiß ich wirklich noch nicht. Ob es mit einem Verlag weitergehen kann, ob mit E-Books, ob mit einem historischen Schwarzwaldkrimi oder mit Gegenwartsromanen oder mit einem Städte- und Wandertripp-E-Book, ist völlig offen.

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