Dienstag, 6. Dezember 2011

Meine Besten-unkindled!


Dieses Buch hier von Günther Künkele habe ich am Samstag als Weihnachtsgeschenk gekauft und es in fast einem Rutsch durchgelesen. Es ist nur etwas für Naturfreunde und für diejenigen, die noch einen Gedanken daran verschwenden, welche Ressourcen der Mensch bisher zerstört und vergeudet hat und wie man die Inseln und Nischen, die geblieben sind und zu Publikumsmagneten werden, miteinander vernetzen und vegrößern könnte. Und ich habe noch nie einen Wissenschaftler gelesen, der eine solche Eloquenz, solche Bilder und solche Poetik gehabt hätte! Auch wenn die Hunderte von Pflanzen-, Insekten- und Vogelnamen, die Hang-, Schlucht-, Seggen- und Blaugraswälder manchmal fast erschlagend daherkommen. Ganz und gar verdient hat Günther Künkele die bundesweiten Auszeichnungen, die er als Naturschützer erhielt. (Silberburg Verlag Tübingen, Oktober 2011, 24.90 Eur.)
Das zweite Buch war ein antiquarisches, das ganz gewiss niemals mehr verlegt oder verkindled wird: Weimarer Portraits-von Luther, Lucas Cranach, Melanchton über Goethe, Schiller, Wieland, Jean Paul, Franz Liszt, Mendelsson-Bartholdy, Nietzsche, Schopenhauer, Bach, Böcklin, Herder, Hebbel, Kandinky, Klee, Richard Wagner und Richard Strauß. In dieser Zeit, und in der Renaissance hätte ich leben und schreiben mögen. Als wir vor zwei Jahren dort waren, war alles noch da, die Luft und die Aufbruchstimmung und der Glanz. (Weimarer Porttraits, Fritz Kühnlenz, Greifenverlag 1970).

Aber das ist alles vorgestrig und vorbei, Geschichte ist Geschichte. Heute soltest du als Autor genau wissen, wer deine Zielgruppe ist. Da 81% der unter 30jährigen das Ebook bevorzugen, sollest du für diese Zielgruppe Ebooks schreiben und ordentkich damit verdienen. Kindle-geeignet seien auch Sachbücher, Reisebeschreibungen und Krimis. Bei den Älteren nimmt das Ebook-Interesse immer mehr ab bzw. noch gar nicht zu. Es ist Zeit, eine erste Bilanz für mich zu ziehen.
Meine antiquarischen Bücher bleiben, wo sie sind: im Antiquariat.
Die historischen erscheinen weiterhin als Taschenbücher.
Und wenn mich mal mein Schreibteufelchen zwickt und ganz, ganz viel Zeit und Energie da ist, kann ich ja meine Krimis und Thriller immer noch als Kindle-Edition herausgeben - und damit 35% bei Amazon absahnen!

Kommentare:

PvC hat gesagt…

Liebe Christa,
wo hast du denn diese komischen E-Book-Infos her? Wusstest du, dass gerade Leute im Lesebrillenalter vermehrt zum Reader greifen, weil man darauf die Schriftgröße einstellen kann? Wusstest du, dass man gerade bebilderte (Sach)Bücher nicht auf dem Kindle Reader, sondern nur auf Tablets und am besten im epub-Format darstellen kann?

Und solltest du deine vergriffenen Bücher zu Kindles machen, wirst du nicht 35%, sondern 70% verdienen.

Mit E-Books muss man inzwischen ganz fest rechnen. Sogar die kleinen Verlage fangen damit an.

Herzlichst, Petra

Christa S. Lotz hat gesagt…

Liebe Petra,

Zitat:"Wusstest du, dass man gerade bebilderte (Sach)Bücher nicht auf dem Kindle Reader, sondern nur auf Tablets und am besten im epub-Format darstellen kann?"

Nein, wusste ich nicht. Ich dachte, man müsse sie auf so einem kleinformatigen Dingens lesen.Meine Infos sind ein Jahr alt und deshalb wahrscheinlich überholt.

"Und solltest du deine vergriffenen Bücher zu Kindles machen, wirst du nicht 35%, sondern 70% verdienen."

Wusste ich auch nicht. Ich ging von 35% aus. Vielleicht müsste ich mal meine Lesebrille anziehen, um all das besser zu verstehen!:-))))
Die brauche ich nämlich bisher nur, wenn ich mit dem Kopf ganz nah am Buch bin, auf dem Sofa liegend.

Herzlichst
Christa