Freitag, 6. Februar 2009

Fraßspuren

Maschinen müssen gewartet werden, das ist uns allen bekannt. Aber manchmal kommt dabei etwas an den Tag, das man lieber nicht in dieser Form gesehen hätte. Dazu noch ein déja vu, denn im letzten Jahr hatte sich haargenau das gleiche Bild gezeigt. Also, der langen Rede kurzer Sinn: Wir waren beim Ölnachgießen im Motorraum, als ich eine Brezel oben links entdeckte, auf der Ablage, halb aufgegessen. Hatte ein Schulkind sich einen Scherz erlaubt? Dazu sehen wir jetzt die Spuren unddie Fraßstelle an der Wasserleitung. Ach nein, nicht schon wieder! Warum muss dieser Marder eigentlich immer Brezeln essen? Ich entwerfe einen Plan, einen Käfig zu bauen, mit einer Brezel darin, und dann fahre ich das possierliche Tierchen so weit weg, dass es niemals, niemals, nie zurückkommen kann! Denn das alle anderen Mittel mehr oder weniger versagen, weiß ich schon. Und Wegfahren hat auch keinen Zweck, denn wenn ein anderer Marder das spitzkriegt, das ein Männchen in unserem Auto war, beißt er vor Wut alles durch, was nicht mit Stahlbandagen oder Sprays ummantel ist. Die Bremsleitung ist Gott sei Dank zu hart und zu schwer erreichbar. Seit 1978 in der Schweiz spielen die Automarder dieses Spiel nun schon, und niemand scheint ihnen bisher das Handwerk legen zu können.

1 Kommentar:

Petra hat gesagt…

Och, die Bauern hier auf dem Land haben da schon ihre Methoden... ;-)