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Dienstag, 26. Dezember 2023

Frohe Weihnachten


 Am Heiligen Abend zeigt sich die Stadt Nagold als ein Weihnachtsmärchen. Auch wenn alle Geschäfte geschlossen sind und nur ein paar Dutzend Menschen durch  die beleuchteten Gassen schweifen, liegt ein Schimmer von Frieden über der Szenerie.


Das Rathaus erstrahlt in den Farben eines Lebkuchens, Musik ertönt, und Worte des Kleinen Prinzen werden über Lautsprecher vorgetragen.

""Man kennt nur die Dinge, die man zähmt", sagte der Fuchs. "Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!"



Weiter an den Schaufenstern und am ständigen Weihnachtsmarkt mit der verlassenen Eisbahn vorbei. Angesichts der alten Mauern fällt mir das Weihnachtsgedicht ein, das ich als Kind unterm Baum aufgesagt habe.

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt‘s wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit! 

Joseph von Eichendorff (1788-1857)


Montag, 23. Dezember 2019

Weihnachten

Jetzt sind wir dicht davor, vor dem Fest und dem Wechsel zum neuen Jahrzehnt. Von der Beschaulichkeit früherer Tage ist nichts mehr vorhanden. Das Weihnachtsgeschäft boomte dieses Jahr wie selten zuvor, nur der Bücherverkauf durch die Buchhandlungen ist wegen des anhaltend schlechten Wetters eingebrochen. Statt dessen gehen elektronische Geräte und Kosmetika wie geschnitten Brot über den Ladentisch. In der Hektik wurde eine Frau auf einem Parkplatz angefahren, der Berliner Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz musste wieder wegen eines Bombenalarms teilgeräumt werden, was sich glücklicherweise als blinder Alarm entpuppte.

Manchmal, wenn ich so vor mich hin spaziere und sinniere, denke ich an den Tannenbaum meiner Kindheit, der schon längst verschwunden ist. Mit dem Lametta, den glänzenden Zweigen und den Kerzen, den Kringeln und dem Duft nach Harz. Erst viel später erfuhr ich, dass mein Weihnachtsgedicht vor diesem Baum eins von Eichendorf war.
Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!
(Joseph von Eichendorff)

Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen eine entspannte Zeit zwischen den Jahren.
Und es ist auch wieder ein Krimi am Entstehen, der diesmal in meiner alten Heimat an der Ostsee spielt.

Sonntag, 24. Dezember 2017

Weihnachtswünsche

So schneereich war es im letzten Winter hier am Rande des Schwarzwaldes, das war Mitte, Ende Januar. Da drängelten sich die Leute auf den Wegen, manche saßen auf Bänken und blinzelten der Sonne entgegen, als wären sie auf Sylt oder in Sankt. Moritz. Weiße Weihnachten hatten wir zuletzt im Jahr 2010, davor 1983. Das sind siebenundzwanzig Jahre, die dazwischen lagen! Ja, die weiße Weihnacht ist endgültig zum Relikt aus der Kindheit geworden. So ganz ohne Rituale geht es dennoch auch bei uns nicht, wir haben Weihnachten noch nicht abgeschafft. Ein paar Edeltannenzweige und Kerzen, das Umherschweifen in der beginnenden Dämmerung durch Dörfer, wenn "Markt und Straßen verlassen stehn", vielleicht ein Fackelfeuer im Nachbardorf und die Turmbläser von der Herrenberger Stiftskirche, die traditionelle Fondue und zwei ganz offene, freie Tage. Und die Raunächte mit ihrem Gespenstertreiben. Im letzten Jahr saßen wir im Sonnenschein mit Cappuccino in Bad Wildbad. Ein Treffen mit den Söhnen steht danach aus. Ich wünsche allen meinen Lesern, Leserinnen und zufällig Vorbeikommenden ein entspanntes Weihnachtsfest,  so, wie sie es sich vorgestellt haben!

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Schöne Feiertage

Vor Jahren waren wir in Gönningen/schwäbische Alb in diesem speziellen Weihnachtsgarten - und wie man sieht, gab es sogar Schnee. Hiermit wünsche ich allen meinen Lesern nah und fern entspannte Feiertage und eine gute Zeit zwischen den Jahren! Eine wie immer hektische, aber auch irgendwie entrückte Zeit.