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Freitag, 5. Juli 2013

Endlich Sommer!


So müsste es immer öfter sein: ein paar Tage am Stück Sonne und Wolken und blauer Himmel und keine Verpflichtungen außer der, es sich einfach nur gut gehen zu lassen! Gestern in Reutlingen gab es einen Vorgeschmack: Auf der Suche nach dem "Faustus" von Thomas Mann stolperte mein Begleiter über einen Buchhändler, der uns wiederum zu vier Exemplaren meines Buches führte. Und er entschuldigte sich, nicht aufdringlich sein zu wollen, wenn er mich bitte zu signieren. Und da nun ein umfangreiches Hoch vom Atlantik hereinkommt, haben wir kurzentschlossen in einem Gasthaus im Bühlertal in Franken gebucht, zwischen Schwäbisch Hall und Abtsgmünd. Wie ich schon sagte, ist es ein Landstrich für Zivilisationsgeplagte, eine Oase in der Stille, mit vielen Schlössern, viel Natur, klaren Flüssen, der lebhaften Stadt Schwäbisch Hall, einer der schönsten mittelalterlichen überhaupt, Seen, Rad- und Wanderwegen sowie einer herzhaften, preiswerten Küche. In Obersontheim ganz in der Nähe wurde Daniel Friedrich Schubart geboren, Kaspar Hauser wurde in Ansbach aufgegriffen, im Jagsttal liegt das Kloster Schöntal, und hier befindet sich auch die Burg des Götz von Berlichingen. Ich habe einen Krimi von Fred Vargas und ein interessantes Werk über das 18. Jahrhundert, das Leben und seine Dichter dabei. Passend dazu wird in Hall der "Faust I" aufgeführt, während der Nachtwächter dort seine Runden dreht.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Orte zum Reinschmecken: Schwäbisch Hall, Perle des Hohenloher Landes

Inzwischen ist mein Blog "Orte zum Reinschmecken" alias "Auf Mörikes Spuren" nicht nur mit dem Deutschordensschloss in Bad Mergentheim, sondern auch mit dem Geschichtsverein Köngen und der Stadt Schwäbisch Hall verlinkt. Es gibt ja eine umfangreiche Sammlung von Orten in Baden-Württemberg, die der Musiker Peter Stubenvoll und ich während unserer Touren erstellt haben. Im Jahr 2010 standen wir deswegen in Verhandlungen mit einem Verlag, der die Berichte dann aber doch nicht für ein Buch haben wollte, ebenso wenig für einen Kalender 2012. Es ging dort mehr um Wellness-daraufhin haben wir abgesagt. Diese Reiseberichte habe ich seitdem immer mal wieder in meinem Blog "Orte zum Reinschmecken" gesammelt. Der neueste Beitrag heißt: "Schwäbisch Hall, Perle des Hohenloher Landes." Darin wird eine wunderschöne Stadt beschrieben, in der es sich zu leben lohnen würde. Das hat auch Eduard Mörike im März 1844 gedacht und zog mit seiner Schwester Klara dorthin. Er streifte durch die engen Gassen und durch die schöne Landschaft, sammelte Versteinerungen und musste doch im November sehen, dass das Klima rauer war, als seine angegriffene Gesundheit vertrug. So siedelte er mit Klara in das liebliche Taubertal, nach Bad Mergentheim, um.