Dienstag, 7. Februar 2012

Schreib weiter!

Zeige dich und zeige deinen Vorsprung an Erfahrung. Achte auf deine Ressourcen!
Das war in etwa der Rat, den ich gestern mit auf den Weg bekam. Was es für meine Arbeit bedeutet, ist mir klar wie eine Kloßbrühe ohne Einlage. Und wie so oft, vermischen sich hier die Freuden und Leiden sowohl des Schreibens als auch des Arbeitslebens.
Vor Kurzem stand ich mit zwei Kolleginnen vor einem Appartmenthaus, das wir aus betrieblichen Gründen besichtigen wollten. Wir sehen uns so selten, sagte eine der immer sehr solidarischen Kolleginnen. Was macht denn dein Schreiben? Ich erzählte vom Schwarzwald und von den Zeiten und wie ich dazu gekommen bin, meinen letzten Roman anzufangen. Die eine wollte unbedingt das "Vermächtnis" haben, die andere, die dicke Wälzer liebt, den Florenz-Roman. Heute, nach dem Team, standen wir noch einen Moment lang draußen, bevor uns die Ohren abfroren.
Ein Exemplar der "Gezeiten", eines Kurzgeschichtenbandes,waren auch noch über den Tisch gegangen. Ich sprach davon, dass ich schon daran gedacht habe, aufzuhören. "Schreib weiter", meinte die Kollegin. "Ich liebe diese Romane, besonders die mit Lokalbezug, wo ich die Gegend kenne!" Da war das Ohr schon fast abgefroren, und ich düste runter in die Stadt, zu meinem Arbeitsplatz. Das hatte ich früher überhaupt schon öfter festgestellt: Dass meine Kollegen und Klienten eigentlich zielgenau zu meiner "Zielgruppe" gehören. Meine Kollegin an meinem Arbeitsplatz in der Gruppe will jetzt das "Vermächtnis" im Verwandten- und Freundeskreis herumreichen und hat sich auch gleich noch den "Aufbruch nach Blaubeuren" geschnappt, weil der so spannend anfange. Im Gegenzug soll ich "Das Böse in uns", einen Megathriller, bekommen, der gerade bei ihnen herumgeht. Dieser Titel ist übrigens geschickt gewählt, weil der Teufel höchstselbst sozusagen aus ihm spricht. Nach den Rezensionen höchst spannend und gleichzeitig als"Schund" bezeichnet. Gekauft hätte ich ihn mir nicht, auch wenn ich ihn schon öfter in den Buchhandlungen gesehen habe.

1 Kommentar:

Nina hat gesagt…

positiver Zuspruch ist doch die beste Motivation. Man weiß, dass man bei dem Ding das man nicht falsch liegt :)