Donnerstag, 27. Oktober 2011

Vorm Abschicken eines Exposés

Die dunkle Zeit - jetzt, Ende Oktober, muss man mogens schon wieder das Licht anmachen, die Heizung heizt, und immer besteht die Hoffnung, dass sich gegen Mittag die Sonne durchkämpft. Gestern brachte sie mich sogar noch einmal zum Schwitzen, mit ca. 18°. Und es ist auch eine dunkle Zeit, mit der ich mich gerade beschäftige. Die Vorrecherchen sind abgeschlossen, ich habe sogar einen Merian-Stich von 1634 gefunden, der die Stadt Calw, den Ausgangspunkt meines neuen Romans, in ihren alten Mauern zeigt. Sämtliche Dokumente und Bilder, die vor diesem Krieg existierten, sind vollständig vernichtet worden, wie ich dem Archiv der Satdt entnehmen konnte. Aber es gibt Berichte von Zeitzeugen. Wie schon einmal, im Jahr 2003, merke ich, dass ich zögere, mich mit einem solchen dunklen Kapitel auseinanderzusetzen. Aber der Prolog zu meinem Krimi hat mich einfach auf diese Spur gesetzt, ich konnte gar nicht anders, war in der letzten Woche total durchdrungen von der Handlung, den Figuren und Schauplätzen.Was ich noch dringend suche, sind Rezepte aus dem 17. Jahrhundert bzw. Links zu Seiten, die sich mit der Ernährung in der Zeit beschäftigen wie dieser hier. Krebse und Forellen in Wein, Mandelreis, solches würde ich mir auch in Fastenzeiten schmecken lassen wie der Bischof in Kärnten! Zwei Kochbücher habe ich schon gefunden: das 1598 erschienene "Köstlich new Kochbuch" von Anna Weckerin aus Basel- und der zu "meiner" Zeit herrschende Ludwig XIII. von Frankreich soll ebenfalls eines herausgegeben oder zumindest Rezepte gesammelt haben.
Nun ist ein zweiseitiges Exposé geschrieben, dazu ein Kurzexposé, das alle Fragen, die es in diesem Roman geben wird, anreißt. Noch zögere ich, es wegzuschicken. Muss ich es nicht noch einmal anders, besser formulieren? Oder möchte ich es einfach noch nicht aus der Hand geben?

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