Mittwoch, 4. August 2010

Und immer wieder: Die Verkaufszahlen

Eigentlich ist es ja schon bekannt, wie das mit den Büchern, den Vertretern und dem Buchhandel funktioniert. Trotzdem habe ich diese Nachricht (Sendung des NDR vom April des Jahres) mit Interesse gelesen.
Ich finde, es fällt schwer, sich bei diesen Tatsachen zu sagen: Es kommt nicht auf die Verkaufszahlen an, denn wenn du die als Autor nicht bringst, nimmt der Verlag dich nicht mehr und dein Buch steht in keiner Buchhandlung. Anscheinend sind es die Titel (und Cover), die den Buchhändler von der Verkäuflichkeit eines Buches überzeugen müssen, damit er es bestellt. Also doch Anpassung an den Buchmarkt - um jeden Preis? Oder darauf verzichten, ewig im Wettbewerb zu stehen und bei den Kleineren oder gar nicht veröffentlichen?
Tannöd wird als gegenteiliges Beispiel genannt - es kam aus einem kleinen Verlag und hat sich explosionsartig hochgearbeitet. Aber selbst, wenn man einen Buchpreis gewinnt und zum Bestsellerautor wird, kann schon das nächste Buch ein Flop sein. Das kommt dann zurück, und alle machen lange Gesichter. Nehmen wir mal den Krimi, den ich gern schreiben würde. Ich lese gerade einen, der absoluten Bestsellerstatus hat ("Tiefe Wunden"von Nele Neuhaus), und er gefällt mir auch nicht schlecht, aber ich würde so einen Krimi nie schreiben. Kürzlich hat mir hier der Verlagsmensch geraten, unabhängig von irgendwelchen Genrevorstellungen zu schreiben. Das würde ich auch gern tun, aber ich habe ehrlich gesagt etwas Angst, dann darauf sitzen zu bleiben. Alle Krimis, die ich lese, sind Kommissar- und Ermittlungskrimis. Auch die Regionalkrimis. Sollte ich nicht doch lieber die Finger davon lassen?

Gezeiten-Hin- und Weggeschichten

Inzwischen ist das Buchprojekt "Gezeiten" startbereit (Cover folgt). Ich gebe zu, dass ich zur Zeit sehr zufrieden, wenn nicht gar glücklich bin, weil sich ein Projekt ans andere reiht. Mit dem Kalender (über den sogar schon getwittert wurde, ich weiß nicht was, vielleicht: Habt ihr schon gehört, die Autorin wird wieder regional:-) und der Anthologie habe ich einen Zweitfuß in der Verlagswelt. So etwas ist heutzutage nicht zu unterschätzen!


Gezeiten
edition anderswo Gezeiten · Hin-und-Weg-Geschichten

Nach einem Treffen auf der Frankfurter Buchmesse 2009 beschließen acht Autoren, aus ihren mannigfachen Ge­schichten, die tief in ihren Schubladen vergraben liegen, eine Anthologie zusammenzustellen. Das Ergebnis, der Band „Gezeiten“, umfasst 26 Geschichten aus unter­schiedlichsten Lebenssituationen, von Kindheitsträu­men, Hoffnungen und Enttäuschungen junger Men­schen und solcher, die mitten im Leben stehen bis hin zu später, bitterer Erkenntnis oder der drückenden Last alter Schuld im Angesicht des Todes. Das Buch schließt mit der Erkenntnis, dass das Leben „ein Flügelschlag der Seele“ ist, mehr nicht. Aber: „Es lohnt sich, es lohnt sich immer.“
Preis: 9.80 EUR
edition anderswo

Das blaue Band

Frühlingsspaziergang am Neckar Jetzt ist er endlich da, der "richtige" Frühling! Und tatsächlich liegt eine Art blaues Band üb...