Sonntag, 19. September 2010

Das Lieblinggerichte und-bücher der Deutschen

Ich wollte den Gedanken noch ein wenig weiterspinnen und habe mir überlegt, was die Deutschen wohl am liebsten essen.
Pizza
Schweinebraten
Schitzel und Pommes
kam mir als Erstes in den Sinn. Dann habe ich nachgeschaut:
Die zehn beliebtesten Kantinenessen
und
Hausmannkost ist das Lieblingsessen der Deutschen
Ob man das in Korrelation zu den Lieblingsbüchern setzen könnte? Demnach müssten die Deutschen vor allem Hausmannbücher lesen, keine ausländischen Übersetzungen. Leider habe ich keine topaktuelle Liste der Bücher gefunden, die repräsentativ wäre.

Kommentare:

Petra hat gesagt…

Ich glaube, die zu ziehende Parallele wäre: einfache, deftige Gerichte - weniger die Nationalität, denn wie jeder gute Deutsche ist auch seine Hausmannskost aus vielen Ländern und Kulturen beeinflusst oder importiert worden.
Dann stimmt das auch mit dem Massengeschmack und den Büchern wieder überein.

Fröhliches Sauerkrauten
wünscht Petra

Christa hat gesagt…

Stimmt, ganz viel kam aus Österreich und Italien, selbst das panierte Schnitzel. Früher war der Deutsche ja als Eisbein- und Sauerkrautesser verschrien.
("Die Krauts"). Das taucht komischerweise nicht mehr in den Hitlisten auf.

Christa

Rabenblut hat gesagt…

"Sie lieben es deftig und eher ungesund."
DAS kann man nun wirklich auf sehr viele Bücher beziehen! Wenn ich da nur an die ganzen Krimis denke...
Ich stimme Petra voll zu: Die Lieblingskost der Deutschen ist europäisch. Wenn ich z.B. in Österreich bin (und das bin ich häufig), dann esse ich dort österreichisch, ungarisch, jugoslawisch etc. Da lässt sich wunderbar der Bogen zur Historie spannen. Mit europäischen Geschichten trifft man den Deutschen Geschmack.
Aber warum nur schielen wir so sehr nach USA-Weißbrot?

Christa hat gesagt…

"Mit europäischen Geschichten trifft man den Deutschen Geschmack."

Das glaube ich auch.

"Aber warum nur schielen wir so sehr nach USA-Weißbrot?"

Ich weiß gar nicht, wer da eigemtlich hinschielt. In meinem Regal stehen auf jeden Fall viel mehr Engländer als Amerikaner.

Christa

Rabenblut hat gesagt…

Ok, ertappt. In meinem Regal stehen sehr viele Amis.;-)

Christa hat gesagt…

Da du dich schon outest, Nikola:
"Meine" Amerikaner sind Noah Gordon, Dan Brown, Irving Stone "Michelangelo", George R.R. Martin, Sam Kean "Feuer im Bauch", Matthew Dicks "Der gute Dieb", Jeffrey Eugenides "Middlesex" und Edgar Allan Poe. Jetzt fällt mir auf, dass ich auch verhältnismäßig viele Franzosen habe...

LG
Christa

Rabenblut hat gesagt…

Ich hätte noch jede Menge Italiener anzubieten (oder solche die sich dafür halten).:-))
Ist das nicht herrlich?
Wenn ich bedenke, wie unerschwinglich früher (noch viel früher als früher) Bücher waren und heute -
Heute kann ich unheimlich viel auf deutsch lesen und muss mich nicht in Latein üben.;-)
Allerdings greife ich, wenn ich die Wahl habe zwischen zwei genregleichen Büchern lieber zu dem deutschen.

Christa hat gesagt…

Inzwischen hatte ich noch ein Gespräch über die Amerikaner, die in den 70er, 80er Jahren die deutsche Literatur nachhaltig beeinflusst haben. Viele von denen hatte ich mir im Lauf der Zeit ausgeliehen und gelesen wie Steinbeck, Henry Miller, Arthur Miller, Michener.
Dann habe ich mehr Schweden und Holländer als Italiener, es sei denn, man rechnet noch Sprenger/Insistoris`Hexenhammer dazu. Ja, gut, dass es Übersetzer gibt, denn Lesen im Original wäre mir doch zu mühselig.