Den Thriller "Eden" von Marc Elsberg habe ich inzwischen ausgelesen. Wie gesagt habe ich darin viel über den heutigen Zustand der Welt erfahren. Dass das Fleisch nicht mehr schmeckt, weil die Tiere, Schweine, Rinder und Hühner mit Soja aus Brasilien gefüttert werden, das auch bald vertrocknen wird. Früher hat man die Schweine zur Eichelmast in die Wälder getrieben, und das Fleisch schmeckte nussig-zart. Schon als Kind zählten Kotelett und Tatar zu meine Lieblingsgerichten (neben Grießbrei), und ich sehen mich nach den alten Wirtschaften in Bayern und Baden-Württemberg, wo man früher die besten Schnitzel und Schweinebraten mit Knödeln bekam, im Schatten unter Kastanien oder Linden! Hute esse ich kaum noch Fleisch, weil die Rouladen auch nach Stunden nicht weich werden. Früher sind sie von der Gabel gefallen. Heute kriegt man selbst beim Metzger nur noch zähe Ware. Und neulich waren die Möhren von Edeka hart wie Stein. Die Fische verenden, immer mehr Feuersbrünste und Überschwemmungen verwüsten unsere Welt. Derweil die Konzerne und die Industrie immer weitere Gewinne einstreichen. In Portugal, so sah ich es kürzlich in einem Bericht, hat man Eukalyptusbäume aus Australien eingeführt, die alle anderen Arten verdrängt haben und wie Zunder brennen. Das, was Elsberg beschreibt, ist schon lange da. Am Schlimmsten ist die Erwärmung. Grauenvoll die Schilderung von der Wasserverteilung!
Jetzt weiß ich auch, was Denis Scheck mit dem Sandsturm gemeint hat, der in dem Roman über Brandenburg und Berlin brauste. Das war allerdings ein so genialer Twist, dass ich dem Buch dann doch noch 4 Sterne gegeben habe. Einzig das Infodumping war manchmal so nervig, dass ich es zweimal aus der Hand gelegt habe-fand ich auch in den Kommentaren bestätigt. Großes Thema, die Umsetzung blieb manchmal dahinter stecken. Sehr schön waren die Szenen in der schwedischen Holzhütte.

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