Montag, 9. März 2020

Corona und kein Ende

Die Frühlingsblumen blühen trotz alledem








Vor etwa zehn Tagen las ich einen Artikel im Spiegel über einen Oberarzt, der im Klinikum Tübingen in Quarantäne saß. Er war einer der ersten Infizierten in Deutschland. Und hat vorausgesehen, was über die Krankheit hinaus passieren würde.
http://bit.ly/3cIMUln
Seitdem hat die Sache an Rasanz und Brisanz zugenommen, wie jeder auf der Welt inzwischen weiß.
Ich informiere mich auf allen Kanälen und verfalle nicht in die Panik, die so viele ergriffen hat. Die leeren Nudel-, Mehl- und Toilettenpapierregale habe ich überall dort gesehen, wo eingekauft wird. Wir waren an dem Tag des Interviews beim Chinesen essen. Geschockt haben mich Nachrichten gerade aus Tübingen, wo inzwischen Chinesen diskriminiert worden sind. Eine Kassiererin hielt einem chinesischen Studenten die Sprühflasche entgegen, bespritzte ihn und das Band mit den Lebensmitteln. Andere wurden mit "Corona" begrüßt, oder man wechselte die Straßenseite.

Ein Schock war dann tatsächlich die Abriegelung von 15 Provinzen in Norditalien und das Verbot, dort mobil zu sein. Offensichtlich wurde diese Methode gestern von einem Wissenschaftler auch für Deutschland angeregt, weil wir sonst bis Mai bei der Geschwindigkeit der Ausbreitung eine Millionen Infizierte hätten. Ich schüttele immer mal wieder den Kopf über die Panik (die Hälfte der Infizierten ist ja inzwischen wieder gesund, bei der Influenza-Wellen nach dem 1. Weltkrieg gab es mindestens 20 Millionen Tote, und sehr viele auch bei anderen Grippewellen.) Gleichzeitig aber ist es schon eine tiefgreifende Erfahrung, die zeigt, wie ein Virus die ganze Welt, die Wirtschaft, den Tourismus und fast alle Bereiche infizieren kann.

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