Samstag, 31. Dezember 2016

Blick nach vorn

Einen Jahresrückblick zu schreiben fällt in diesem Jahr nicht leicht. Am liebsten hätte ich mich auch davor gedrückt. Im Laufe dieses Jahres kamen die Terroranschläge immer näher, selbst die Stadt, in deren Nähe ich wohne, blieb nicht ganz davon verschont. Eine junge Frau entging nur knapp der Vergewaltigung durch einen Asylbewerber. Es gab verheerende Kriege, Überschwemmungen, Hitzewellen, den Brexit und immer wieder die Flüchtlingsfrage.

Persönlich war es kein schlechtes Jahr für mich. Ich konnte endlich einmal meine Autorenkollegen von Montsegur in Oberursel kennenlernen. Als neugebackene Rentnerin bin ich richtig angekommen. Seit Mitte Oktober machten meine Oberarme Probleme, das zwang mich dazu, mein Selbstausbeutungsverhalten am Computer usw. neu zu überdenken und meine Lebensweise zu korrigieren. Der neue Roman ist geschrieben bis auf den Schluss. Es gab viele schöne Erlebnisse und Begegnungen in diesem Jahr 2016.

Das neue Jahr wird nicht besser werden als das alte. Der ganze Problemkomplex wird überschwappen in die nächsten Monate. Aber jeder kann seine Haltung dazu ändern. Auch andere hatten und haben sich dazu Gedanken gemacht. Hölderlin schrieb in einem seiner epischen Gedichte: Wo aber Gefahr ist, wächste das Rettende auch. Das hat etwas immerwährend Tröstliches, auch wenn es vielleicht in einem anderen Zusammenhang gemeint war. Reinhold Messmer, so las ich heute in der Zeitung, geht nie einkaufen, er kümmert sich nur noch um seine Museen. Ein paar Gedanken steuert auch der Psychologe Robert Koch-Wichmann bei, der uns zeigt, wie wenig selbstverständlich eigentlich alle täglichen Ereignisse und Errungenschaften sind: Nichts ist selbstverständlich. 
Ich wünsche allen Leser einen guten Übergang und die richtigen Entscheidungen im nächsten Jahr!

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