Samstag, 16. November 2013

Krimi-Reihen und sonstige Serien

Krimis und Thriller gehören, neben klassischen Texten aus dem 19. Jahrhundert, derzeit zu den von mir meistgelesenen Büchern. Wenn mir ein Autor gefällt, kaufe ich mir weitere Bücher von ihm/ihr. Dass da oft ein Kommissar/eine Kommissarin und seine/ihre Mannschaft über viele Fortsetzungen auftauchen, ist für mich kein Entscheidungskriterium. Natürlich hat das einen vertrauten Wiedererkennungseffekt. Ich mag aber nicht so sehr, wenn da steht ...Kommissar XXs vierter usw. Fall, denn ich frage mich, wie lange das denn gehen soll. Bis er alt und krank ist oder stirbt oder seine Gegenspielerin herumgekriegt hat? Für mich selbst könnte ich mir eine Art Jahreszyklus vorstellen, Osterwasser, Walpurgisnacht, Fronleichnam, Sommerfest, Erntedank und Allerheiligen -und das Ganze würde dann unter dem Motto laufen: "Schwarzwälder Dorfgeschichten" (in Anlehnung an Bertold Auerbachs Titel von 1843, mit dem ihm der Durchbruch gelang). Es wäre also eine Reihe, die von vornherein begrenzt ist.
Für den Thriller habe ich gestern schon angefangen zu plotten und zu recherchieren. Dabei sind mir ganze Lampen aufgegangen bei dem, was ich zum Beispiel über einen SS-Mann erfuhr, der 1948 in Argentinien den NS-Verbrechern geholfen hat und über die Jahre aktiv war - bis hin zur Unterstützung von Neonazis in Deutschland. Wenn ich auf dieser Schiene fahre, soll es keine Serie sein, es sei denn, die Fortsetzungen ergäben sich zwingend. Die dritte Option wären reine Pychothriller. Ein weiterer biografischer Roman. Und daneben Reiseberichte, Wanderungen und kleine Psychoratgeber-mit den aktuellsten Themen. Genug Stoff für die nächsten Jahre!

Kommentare:

Petra hat gesagt…

Liebe Christa,
Das ist ja schon der Hammer, dass noch jemand außer mir und Iwan Turgenjew *kicher* Auerbachs Buch kennt! :-)

Was die Nummern bei den Krimis betrifft: Wenn jemand mehr als vier Bücher in Reihe schreibt, ist das für mich ein Service am Kunden. Ich kaufe nämlich manchmal erst spät und hätte dann gern alles in Reihenfolge gelesen ... reicht natürlich im Untertitel. Leider gibt es von Vielschreibern oft unterschiedliche Verlagsausgaben, wo dann auch noch der Titel wechselt und man kommt gar nicht mehr zurecht.

Herzlichst, Petra

Christa S. Lotz hat gesagt…

Liebe Petra,

Auerbachs "Dorfgeschichten" kenne ich schon lange. Und auch das Museum in Nordstetten bei Horb. Ich wollte sogar mal über ihn schreiben, wozu eine Lektorin meinte, er sei aber nur regional bekannt.
Ach so, das mit der Fallnummerierung dient der Orientierung! Daran habe ich mich aber noch nie orientiert. Manche wie Fred Vargas (ich weiß, ist inzwischen kommerzialisiert), Nele Neuhaus
oder auch Jussi Adler Olson nummerieren ihre Fälle aber nicht, obwohl bei einigen derselbe Kommissar einen Rolle spielt. Und bei mir spielt der Kommissar gar nicht die Hauptrolle.

Herzlichst
Christa

PvC hat gesagt…

... und gerade bei Vargas muss ich mühsam erst im Internet recherchieren, wenn ich in Reihenfolge bleiben will, das nervt!