Sonntag, 20. Mai 2012

Aufgelesen am Rande-der deutsche Autor bloggt nicht:-)

Der deutsche Autor-ohne Netz, Blog, Twitter und FB?
Habe noch zwei neue Beiträge zum Urheberrecht gefunden, die nicht so sehr polemisieren. Ein Video fasst den bisherigen Stand noch einmal zusammen. Die Urheberrechtsdebatte auf Kampagnen beschränkt. Es stimmt, dass die Debatte stellenweise unsachlich ist und stellenweise albern.
Dann noch ein Artikel der Welt Online vom 20. Mai: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106347203/Autoren-sollten-aufhoeren-ueber-das-Netz-zu-noelen.html Der Autor Thierry Chervel, Mitbegründer des "Perlentauchers" im Jahr 2000, kommt zu dem Schluss, das deutsche Autoren zu wenig Ahnung vom Netz hätten und zum Beispiel kaum einer bloggen würde. Von welchen Autoren spricht er denn? Ich kenne nur welche, die bloggen und bei Facebook oder Twitter sind- oder alles miteinander. Insofern polemisiert Chervel wohl doch, denn er nimmt eine ganze Menge deutscher Autoren hier als Objekt der Begierde aus, so will mir scheinen. Natürlich erwarte ich von etablierten Literaten wie Walser, Grass oder selbst Charlotte Roche nicht, dass sie sich netzaffin verhalten (ich weiß gar nicht, ob sie`s tun). Mir drängt sich da eine Frage auf: Vielleicht ist Chervel selbst nicht netzaffin genug, sonst müsste er das doch wissen. Und wenn er es weiß und trotzdem meint, deutsche Autoren würden nicht bloggen, twittern und facebooken,
dann grenzt er bewusst diejenigen aus, die wohl am meisten von illegalen Downloads betroffen sind.

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