Dienstag, 29. Mai 2012

VG Wort hat Autoren benachteiligt

Bei Petra van Cronenburg gefunden:
Autoren müssen nicht mit den Verlagen teilen.
Das Urteil des Landgerichts München ist noch nicht rechtskräftig, die VG Wort ist in Berufung gegangen und meint, es wäre nur ein Einzelfall. Das wird sich zeigen. Im Urteil des LG soll davon die Rede sein, dass diese Benachteiligung in großem Umfang stattgefunden habe. Ich warte jetzt auf die Veröffentlichung des Urteils und darauf, was sich weiter ergibt. Bei der Urheberrechtsdebatte sehe ich, dass auch die Parteien das Thema aufgegriffen haben, zum Beispiel die SPD. Sie sind gegen eine Flarate beim Internet (obwohl angeblich 69 % der Nutzer bereit wären, dafür zu zahlen). Und sie sind dafür, dass Verstöße gegen das Urheberrecht nicht mehr mit so horrenden Geldstrafen belegt werden.

Persönliches Fazit: Als ich mit dem umfangreicheren Schreiben begann, habe ich mir nicht träumen lassen, dass ich mich ein Jahrzehnt später mit dem Recht an meinen Werken und sogar mit meiner Verwertungsgesellschaft VG Wort so intensiv beschäftigen müsste. Natürlich könnte ich auch sagen, ist mir wurscht, Hauptsache, meine Bücher verkaufen sich (und ich glaube, dass es manche auch so machen). Das ist eine beneidenswert naive und glücksfördernde Einstellung. Ich selbst würde damit nicht glücklich werden. Trotzdem hoffe ich, dass ich vor lauter Debatten, Buchhandlungs- und Büchersterbensrufen und vor lauter Warten auf Verträge endlich wieder dazu komme, den nächsten Plot auszugestalten und das nächste Buch zu schreiben!

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