Dienstag, 28. Oktober 2008

Der Pilgerweg

Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich das Schreiben (oder das Leben überhaupt) mit einem Pilgerweg verglichen. Man hat ein Ziel vor Augen, und das treibt einen voran. Wie, wenn das Ziel gar nicht das Wichtigste wäre? Einen Berg zu erklimmen heißt oben zu stehen, dann muss man wieder runter. Und wieder rauf auf einen anderen. Man kann Hunderte von Büchern schreiben, ohne seinem Ziel näherzukommen. Ich glaube wirklich, dass ich einen Punkt erreicht habe, an dem ich "absichtslos" schreiben kann, ohne auf das Ziel zu schielen. Und das ist vielleicht auch der Punkt, der mich meinem wahren Ziel näher bringt.

Kommentare:

  1. Vielleicht hat man sich das falsche Ziel gesetzt? Und warum müssen Ziele fest sein?

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  2. Ja, das ist möglich. Das Ziel sollte immer wieder neu definiert werden.

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  3. Hallo, Christa.

    Den Vergleich Schreiben = Pilgerweg kann ich nur mit Mühe nachvollziehen - was ich eigentlich nur deshalb hier dokumentiere, weil Du nicht die erste bist, die ihn vorbringt.

    Ein Pilgerweg ist eine Wallfahrt, eine (mehr oder weniger religiös motivierte) Wanderschaft, an deren Ende eine Weihestätte liegt. Beim Schreiben gibt es kein Ende und, so möchte ich behaupten, erst recht keine Weihestätte.

    Sich dagegen Ziele zu setzen, ist meines Erachtens nie verkehrt. Sie beständig zu überdenken und ggf. neu zu definieren, selbstverständlich.

    Gruß,
    Manuel

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  4. Hallo, Manuel,

    ob es beim Schreiben kein Ende gibt, darüber müsste ich nachdenken. Eine Weihestätte natürlich nicht, ich hatte sie gleichgesetzt mit "Ziel".

    Grüße
    Christa

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