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Sonntag, 6. August 2023

Kleine Oasen im Schwarzwald

 




Wir leben in einer Gegend, die total zersiedelt, zubetoniert, von Autobahnen und Straßen zerschnitten ist, und täglich kommen neue Fertighäuserschachteln dazu, neue Baustellen, Umleitungen, Sperrungen und eine Vielzahl von Autos. Letzteres ist u.a. der Daimler-AG im nahen Sindelfingen geschuldet. In der Stadt gibt es an Hitzetagen wenig Schatten, nur der Fluss Nagold spendet etwas Kühle. Wo ist der klimagerechte Umbau geblieben? Wohin kann man sich retten, wenn sich doch seit Corona und dem Kriegsausbruch ziemlich alles noch verschlechtert hat? Fehlendes Personal in den Gaststätten, Bäckereien, im Freibad und sogar im Autohaus. Die Verteuerung, die ewigen Kriege und Katastrophen.

Auf der anderen Seite leben wir in einer der schönsten Ecken Deutschlands. Zwischen Schwarzwald, Neckar und schwäbischer Alb, dort, wo andre Leute jetzt gerade Urlaub machen. Der Bodensee ist auch nur eineinhalb Fahrstunden entfernt. Wenn man nicht mit dem Auto oder dem Flugzeug in die Ferien flüchtet, gibt es hier noch viel vom Ursprünglichen zu sehen. Und es gibt auch noch kleine, feine Kultur ohne Massenansturm. Neulich fand in Horb, einer Nachbarstadt, das so genannte Brückenfest statt, acht Bands spielten an verschiedenen Stellen des Ortes. Die Karibik-Klänge am Bahnhof haben uns nicht so gelockt, aber es gab auch sonst viel zu sehen und zu hören.  Am lustigsten waren die Älteren drauf, die in einer Gasse Richtung Neckar das Tanzbein schwangen. Rock in der Hirschgasse und E-Gitarren im Biergarten des Klosters. Dass es keinen großen Besucherandrang gab, liegt an der neuen Zeit. Vor allem die Jüngeren sind medial unterwegs oder hängen auf den Parkplätzen und Tiefgaragen mit Bierdosen herum.

Von ganz oben, vom Rathaus in Horb, kann man die Stäffele hinuntersteigen


Nächste Station war dann die Nachbarstadt im Westen: Altensteig, geprägt von der Flößerei. Stimmte mich hervorragend auf das Mittelalter/ die frühe Neuzeit ein, in der mein neuer Roman "Tod im Glaswald" spielt. Auch wenn Altensteig nicht der Spielort ist, sondern die Klosterstadt Alpirsbach, wo wir schon sehr oft gewesen sind.
Altensteiger Schloss mit schönem Museum




Die Königsbank von Wilhelm I. von Württemberg

Eine der schönsten Oasen habe ich in meinem Garten mit dem großen Nussbaum und beim Schreiben dort und anderswo. Schreiben ist eine Leidenschaft, die nicht nur Leiden schafft, sondern auch sehr motivierend und erfreulich sein kann! 




Das ist eine Seite aus meinem Schreibprogramm "Papyrus Autor". Rechts und links vom Text kann man sich Bilder und Links wechselnd speichern, (insgesamt achtmal), so dass man immer die Szenen und Personen vor Augen hat. Mit dem Programm habe ich schon viele Romane geschrieben und kann es nur empfehlen!


Dienstag, 24. Januar 2023

Eiskalte Förde

Das Schreibteufelchen und mein Sohn David haben mir offensichtlich einen Anstoß gegeben! Von den drei, vier Ideen, die ich seit Monaten mit mir herumtrage, habe ich jetzt mal zwei herausgefischt und dafür Projekte bei Papyrus Autor, dem kreativen Schreibprogramm, angelegt. Die Titel lauten

1. Tod im Glaswald

Ein historischer Krimi aus dem Schwarzwald  von 1521. Vorbilder sind die Umgebung der Klöster Alpirsbach und Wittichen im Kinzigtal.

Bei Wittichen

Heustadel im Schwarzwald

Glaswaldsee
In dem Programm "Papyrus Autor" bekommt jede Figur einen Platz in der Figurendatenbank. Recherchematerial kommt in die Recherchedatenbank, dann gibt es noch ein Denkbrett. Neu angewendet habe ich diesmal das Klemmbrett rechts und links vom Text. 8 Stück habe ich angelegt- rechts Fotos, links Schnipsel und Notizen sowie externe Links zu Internetseiten. So muss ich nicht - wie bei meinen ersten Büchern - dauernd in Zetteln und Büchern herumkramen oder mich aus dem Schreibprozess rausreißen, um ins Internet zu gehen.

Das zweite Projekt, das mir schon seit zwei Jahren im Kopf rumgeht, heißt jetzt: "Eiskalte Förde", als Fortsetzung der "Mörderischen Förde". Auch dafür habe ich ein Projekt angelegt und sammle nebenher Material dazu. Darauf gebracht hat mich ein Zeitungsartikel, der die Zustände in Flensburg im Mai 1945 beschreibt, als sich hier das ganze Nazigesindel und unvorstellbar viele Flüchtlinge befanden. Ein weiterer Zeitungsartikel über gestohlenes Raubgut (Bilder) wies dann die Richtung: Eine Biografin in Wassersleben wird gebeten, in einer familiären Sache zu ermitteln ...

Eiskalte Förde

(Reise mit David 2916)


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An der Schusterkate ff.




Flensburger Hafen


Roman Nr. 3 mit dem Arbeitstitel: "Tod in der Marmorsäge" spielt wieder im Schwarzwald des 19. Jahrhunderts, in einem Sanatorium für Tuberkulosekranke. Da habe ich aber noch kein stimmiges Konzept. Und last not least hätte ich auch Lust, irgendwann mal über die gesammelten Wander-und Reiseabenteuer zu schreiben-vom Schwarzwald über die schwäbische Alb, den Bodensee, den Neckarraum, das Fränkische, wo es auch heute noch stille Flecken gibt, über bayerische Städte, Kirchen, Klöster und Biergärten bis hin zu Weimar und den Norden, Flensburg inklusiv! Hier noch ein Screenshot vom Papyrus-Dokument