Posts mit dem Label Agenturvertrag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Agenturvertrag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 4. Januar 2011

Der Autor des Autors des Agenten

Vorhin habe ich mal im Duden nachgeschaut und festgestellt, dass sich der Agent anders dekliniert als der Autor.
Der Autor Die Autoren
Des Autors Der Autoren
Dem Autor Den Autoren
Den Autor Die Autoren

Der Agent Die Agenten
Des Agenten Der Agenten
Dem Agenten Den Agenten
Den Agenten Die Agenten

Bei aller deklinatorischen Verschiedenheit können beide eine schöne Allianz bilden, die sehr fruchtbar sein kann, wenn beide dasselbe wollen. Ich für meinenTeil habe es jetzt mit dem Agenten abgeklärt. Es sind Kontakte vorhanden, und ich kann mich in aller Ruhe meinem Exposé und meinem Text widmen. Und der Klärung der beruflichen Situation. Ich habe eine Haupt-und eine Nebenlinie beim schreiberischen Schaffen. Und meine wichtigsten Wörter in diesem Jahr werden sein:

Klarheit und Klärung
Kommunikation
Achtsamkeit und Auftanken

Mittwoch, 17. November 2010

Mein Pseudonym, jetzt und dann

Vor etwa vier Jahren stieg ich aus dem Zug, der aus meiner Heimatstadt Flensburg kam, in Hamburg Dammtor aus und erreichte in wenigen Minuten das Büro meines Agenten. Mit ein paar Tässchen Espresso verplauderten wir die Zeit und stellten fest, dass wir sogar gemeinsame Interessen hatten. Bei der Gelegenheit fragte er mich auch, ob ich mir nicht ein Pseudonym zulegen wolle, mein Name sei so schwer zu merken. Ich musste ihm recht geben, denn es passiert mir häufig, dass am Telefon jemand nachfragt: Schmid-Lotz, wie bitte? Schmidle? Mit Hilfe meines Autorenkollegen Alexander Benra war dann bald eins gefunden: Christa S. Lotz. Das habe ich nie bereut, nur passiert es manchmal, dass ich von Verlagsmenschen mit "Frau Lotz" angeredet werde.
Verträge unterschreibe ich mit meinem richtigen Namen. Vorhin habe ich eine Liste mit Pseudonymen von Schriftstellern gefunden und war erstaunt, auch wenn ich einiges schon wusste. Charlotte Bronté benutzte ein männliches Pseudonym, um überhaupt veröffentlicht zu werden. Damit müssen wir Frauen uns heute nicht mehr herumschlagen. Oder? Frauen sollen ja historische Romane schreiben, damit sie von Frauen gelesen werden, während normale Thriller eher von Männern akzeptiert würden. Dass George Orwell ein Pseudonym benutzte, weil der Buchtabe "B" (Blair) zu häufig in den Buchhandlungen vorkommt, zum Beispiel. Das habe ich bei der Wahl meines Pseudonyms nicht gewusst, sonst wäre mir klar gewesen, dass ich, vom Alphabet her, einst in prominenter Gesellschaft stehen würde.
In Zukunft möchte ich mir kein weiteres Pseudonym zulegen. Sobald die Arbeit es erlaubt, will ich weiterschreiben. Für mein nächstes Projekt gebe ich mir ein Jahr oder mehr Zeit, und es soll unter "Christa S. Lotz" erscheinen, auch wenn angeblich nur Charlotte Link und Ken Follet das Genre unter gleichem Namen wechseln dürfen.

Freitag, 12. November 2010

"Das sündige Gewand"

Der Sturm hat mich auch zum Briefkasten geweht, und endlich war da mal was Gescheites drin außer Rechnungen und Werbung für Bücher, die ich kaufen soll! Der Verlagsvertrag für "Das sündige Gewand", von meiner Agentur in Hamburg. Jetzt habe ich es also Schwarz auf Weiß, und die Tatsache, dass das Buch erst im Herbstprogramm 2011 erscheinen soll, gibt mir Freiraum, mich über den Winter hin zu orientieren. Ich habe ja noch einen anderen Titel vorgeschlagen, dieser passt auch ziemlich gut, mal sehen, welcher sich dann durchsetzt. Worum es geht?
Um eine Geschichte aus der Stadt Florenz im Jahr 1497/98. Der Frate Savonarola ist gerade dabei, seinen Gottesstaat aufzubauen, seine Fanciulli helfen ihm, auf immer brutalere Weise sündige Gegenstände aufzuspüren, die dann auf einem riesigen Scheiterhaufen verbrannt werden. Vor diesem Hintergrund spielt die Geschichte um Liebe, Mord, Intrigen und um den Maler Botticelli, der sich dem Frate mit seiner Malerei mehr und mehr verschrieb. Gleichzeitig ist es ein historischer Kriminalroman, der allmählich enthüllt, was -damals und heute -an Abgründen in den Menschen verborgen sein kann.