Vor zwei Tagen fuhren wir zum Kaffeetrinken (Macchiato) in unser Lieblingslokal in Ergenzingen. Dann entdeckten wir ein altes Schloss, das wir schon lange kannten und in dem ich schon mit einen Eltern ein saftiges Schweinesteak mit Steinpilzen verspeist und mit meinem Freund, vom Hausherrn begrüßt, gegessen und getrunken hatte. Eine Art Traufweg führt hoch oben über dem Neckar entlang, allerdings ohne Aussicht wegen der Büsche und Bäume. Dieses Schloss, die Weitenburg, oft während unserer Spaziergänge von unten gesehen, erschien uns völlig neu in seinem Abendglanz.

Es war wie ein Traum, der lange nachhallen wird. Aus Träumen wie diesen wurde ich heute brutal gerissen-also hart in die Gegenwart zurückgerufen - als die Webseite behauptete, unser Monségur Autorenforum wäre nicht mehr sicher und daher nicht aufrufbar. Nachmittags ließ ich mein Smartphone auf einer Bank liegen und fand es nachher nicht mehr wieder, auch in der Tankstelle und in den Märkten drumherum war es nicht abgegeben worden . Panik! Nachdem ich das akzeptiert hatte, war es wie eine Befreiung. Keine nervigen Befehle und Verunsicherungen mehr, kein dauerndes zwanghaftes Aufrufen der Websides. Ich schaue mir gute Fernsehsendungen an, sitze mit meinem Freund zwischen Palmen wie in Italien, gehe mit meiner Freundin auf eine Hesse-Veranstaltung, versorge meinen Garten, kaufe Spargel und lese Christie Brückners "Jauche und Levkojen", nachdem ich mein Lieblingsbuch von ihr "Erfahren und erwandert" in einem öffentlichen Bücherschrank entdeckt hatte. Die Folgebände werde ich ebenso verschlingen wie das neueste Buch von Andreas Eschbach. Nie sind mir die alten Zeiten wie bei Brückner und das Weltverständnis wie bei Andreas so intensiv ins Bewusstsein gekommen.



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