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Samstag, 16. Mai 2026

Hinaus in die Ferne mit Handy, Brot und Speck:-)


Mit diesem Bild habe ich heute feierlich die Einrichtung des Smartphones abgeschlossen - als Hintergrundbild - es hat ein paar Tage gedauert, weil ich diesmal alles alleine machen musste. Zwischendurch war es manchmal zum Haare - Ausraufen, weil ich zum Beilspiel nicht mehr in mein Postfach und ins Autorenforum reinkam. Mit viel Internetrecherche bekam ich dann so manches heraus. Dass zum Beispiel Google und Bing die Passwörter unterschiedlich speichern und dann die von der anderen Suchmaschine nicht akzeptieren. Jetzt sieht das Smartphone schöner aus denn je, und ich werde es für meine ureigenen Zwecke nutzen, ohne mich vom ständigen Gebabbel in den Medien und den Zwischenrufen von Temu und dergleichen beirren zu lassen. Bei Instagram und Facebook verfolge ich nur meine Gruppen und Bekannten. Falls mir das Tolino-Team nächste Woche noch zur Seite steht, kann ich auch bald meine Preisaktion mit den "Hexenkindern" starten.

Übrigens bin ich auf ein sehr schönes E-Book gestoßen - es beschreibt das Leben der Franziska von Hohenheim, die im 18. Jahrhundert Herzog Eugen von Württemberg heiratete und ihn zu einem gerechten Landesvater erzog. Im Winter hatten wir ja das Schloss in Sindlingen hier in der Nähe besucht, wo sie ihren Sommersitz hatte und auch verstarb. Wenn es den Roman nicht schon gäbe, hätte ich gern über so ein Thema geschrieben. (Von Utta Kepler im Stieglitz- und Kohlhammerverlag.)

Oder an meinen Survival-Thriller weitergearbeiten? Doch die Lage auf dem Buchmarkt ist hoffnungslos. Wenn ich selbst schon so wenig zum Lesen finde, wie sollen mich die wenigen Leserínnen noch finden in dem riesigen Gestrüpp von Neuerscheinungen? Absolut empfehlenswert und das Beste, was ich in der letzten Zeit gelesen habe: "Ins Herz des fahlen Sommers" von Andreas Eschbach. Erschreckend realistisches Szenario, wenn wir auf die weiteren Entwicklung des Klimas schauen. Im letzten Jahr hatten sie in der Eiszone von Lappland, Schweden und Finnland schon wochenlang über 30 Grad!

 

Donnerstag, 30. April 2026

Tage wie im Süden

 Vor zwei  Tagen fuhren wir zum Kaffeetrinken (Macchiato) in unser Lieblingslokal in Ergenzingen. Dann entdeckten wir ein altes Schloss, das wir schon lange kannten und in dem ich schon mit einen Eltern ein saftiges Schweinesteak mit Steinpilzen verspeist und mit meinem Freund, vom Hausherrn begrüßt, gegessen und getrunken hatte. Eine Art Traufweg führt hoch oben über dem Neckar entlang, allerdings ohne Aussicht wegen der Büsche und Bäume. Dieses Schloss, die Weitenburg, oft während unserer Spaziergänge von unten gesehen, erschien uns völlig neu in seinem Abendglanz. 





Es war wie ein Traum, der lange nachhallen wird. Aus Träumen wie diesen wurde ich heute brutal gerissen-also hart in die Gegenwart zurückgerufen - als die Webseite behauptete, unser Monségur Autorenforum wäre nicht mehr sicher und daher nicht aufrufbar. Nachmittags ließ ich mein Smartphone auf einer Bank liegen und fand es nachher nicht mehr wieder, auch in der Tankstelle und in den Märkten drumherum war es nicht abgegeben worden . Panik! Nachdem ich das akzeptiert hatte, war es wie eine Befreiung. Keine nervigen Befehle und Verunsicherungen mehr, kein dauerndes zwanghaftes Aufrufen der Websides. Ich schaue mir gute Fernsehsendungen an, sitze mit meinem Freund zwischen Palmen wie in Italien, gehe mit meiner Freundin auf eine Hesse-Veranstaltung, versorge meinen Garten, kaufe Spargel und lese Christie Brückners "Jauche und Levkojen", nachdem ich mein Lieblingsbuch von ihr "Erfahren und erwandert" in einem öffentlichen Bücherschrank entdeckt hatte. Die Folgebände werde ich ebenso verschlingen wie das neueste Buch von Andreas Eschbach. Nie sind mir die alten Zeiten wie bei Brückner und das Weltverständnis wie bei Andreas so intensiv ins Bewusstsein gekommen.