Mittwoch, 19. Juli 2017

Das Fuggerschloss und ein Giftanschlag

Auf einer unserer letzten Kurzreisen kamen wie ins bayerische Schwaben, zwischen Ulm und Augsburg. Ganz zufällig ist es auch das Gebiet, in dem mein Roman spielt, den ich gerade neu konzipiere und überarbeite. Dabei spielt das Fuggerschloss Babenhausen eine Rolle. Nicht weit davon ein weiteres Schlossdomizil der Fugger, der schöne kleine Ort Weißenhorn.
Die Fugger bewirkten offensichtlich im dreißigährigen Krieg, dass der Ort vor Plünderung, Verwüstung und Mord bewahrt wurde. So erfuhr ich im genealogischen Lexikon. Und moch eine Geschichte, die sich etwas  später zutrug. Eine Fuggergräfin wurde mit einem Mann verheiratet, der etwas schwachsinnig gewesen zu sein schien. Die Gräfin war aber sehr lebenslustig und begann mehrere Affären. Schließlich beschloss sie, sich ihres lästigen Gatten zu entledigen. Sie beauftragte ihre Magd, in der nächsten Stadt Mäusegift zu besorgen, von dem sie ihm zwei ropfen in seinen Schlaftrunk schüttete. Die Magd aber plagte das schlechte Gewissen, sie hinderte den Ehemann daran, aus dem Becher zu trinken. Und so kam alles ans Tageslicht. Die Familie des Gatten konnte das natülich nicht aus dich beruhen lassen. Die Gräfin wurde an einen fernen Ort verbannt, an dem sie über ihre geplante Missetat und ihr ausschweifendes Leben nachdenken konnte. Diese Geschichte ist natürlich nicht Bestandteil meines Romans.

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