Donnerstag, 4. April 2013

Denis Scheck und die zehn Weltbestseller

Napoleonschloss Arenenberg/Bodensee-Ausflugsziel am Ostermontag und "Traumschreibplatz"
Hurra, die Druckfahnen sind bearbeitet (nur 9 Fehler bei 447 Seiten und einige Absatzverschiebungen durch den Umbruch, habe ich gesondert angemerkt) und eingetütet. Jetzt kann ich mich also wieder anderen Dingen zuwenden. Eigentlich suchte ich einen Link zu einer Radiosendung heute Nachmittag um 17.02 im SWR2, in der Denis Scheck u.a. über die anhaltende Bedeutung des historischen Romans diskutiert: Schmöker, Schinken, Meisterwerke. Offensichtlich wurde ein über 700 Seiten starker Roman mit dem Titel "Wölfe" letztes Jahr ein Bestseller mit bisher sechs Auflagen. Es geht um das 16. Jahrhundert, um Heinrich VIII. und Oliver Cromwell. Der Link, den ich jetzt fand, betrifft die Geburtstagssendung von "Druckfrisch" im Februar, die ich auch gesehen habe. Die zehn meistverkauften Bücher aller Zeiten seit Erfindung des Buchdrucks mit Ausnahme der Bibel u.ä. Erstaunlich ist die Tatsache, dass ein Buch von Charles Dickens über die französische Revolution auf Platz 1 steht. Wir Autoren historischer Romane wurden immer vor dieser Zeit als "no go" gewarnt! Aber das alles bezieht sich ja auf einen Zeitraum von mehr als 500 Jahren.

Ich habe meinen eigenen Schmöker jetzt innerhalb von sechs Tagen noch einmal im Zuge der Druckfahnenkorrektur gelesen. Am Anfang hätte ich vielleicht ein paar Füllwörter und -sätze rausgenommen, wenn ich es heute noch einmal schreiben würde. Aber die Zeit und die Geschichte haben mich ehrlich gesagt so gefesselt, dass ich es fast in einem Rutsch noch einmal durchgelesen habe. Und ich würde auch immer wieder so etwas schreiben. Und ich würde auch immer wieder einen Krimi wie den Schwarzwaldkrimi schreiben, auch wenn er nicht serienmäßig ausbaubar sein sollte. Ich freue mich einfach nur, dass es mir gelungen ist, zwei weitere Bücher zu schreiben, die ich auch lesen würde, wenn ich sie nicht selbst geschrieben hätte!

Kommentare:

meineschreibblockadeundich hat gesagt…

"Ich freue mich einfach nur, dass es mir gelungen ist, zwei weitere Bücher zu schreiben, die ich auch lesen würde, wenn ich sie nicht selbst geschrieben hätte!"

Liebe Christa,

etwas Schöneres kann einem als Autorin doch kaum nicht passieren! Ich freue mich mit dir. Sehr sogar!

Herzlichst
Marie

meineschreibblockadeundich hat gesagt…

"kaum nicht" - Da war ich mal wieder zur schnell beim Klick auf "Veröffentlichen". Das "nicht" gehört da natürlich nicht hin!

Marie

Christa S. Lotz hat gesagt…

Das klang für mich wie eine Steigerung! :-) Und mal ehrlich: Sind es nicht immer wieder diese Momente, die uns alles Übel und alle Plackerei, allen Zweifel vergessen lassen? Könnten wir nicht immer so weiterlesen und weiterschreiben, bis ans Ende aller Tage?

Herzlichst
Christa

meineschreibblockadeundich hat gesagt…

"Könnten wir nicht immer so weiterlesen und weiterschreiben, bis ans Ende aller Tage?"

Oder wüssten wir diesen paradiesischen Zustand dann nicht mehr zu schätzen? Frei nach dem abgewandelten Motto "Wo kein Schatten, da kein Licht"?

Dir wünsche ich jedenfalls, dass dieser Zustand noch recht lange anhält!

Herzlichst
Marie