Montag, 6. Februar 2012

Hektiktour rund um Kapitel 25 und 26

Heute soll mal wieder etwas zum Frust einer Autorin und therapeutischen Mitarbeiterin berichtet werden. Seit ca 10 Tagen haben wir arktische Temperaturen, denen schon viele Menschen, besonders im Osten, zum Opfer gefallen sind. Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals in meinem Leben so kalt gewesen ist! Der heutige Montag - Montag ist häufig ein Misttag, wie es schon eine alte holländische Gruppe besang- war schon gut durchgestylt und organisiert. Um 9.00 Termin in der Autowerkstatt, da die Bremsbeläge total heruntergefahren sind. Um viertel vor 9 gehe ich zum Scheibenkratzen nach draußen- und bin abgeschmiert. Auch nach einer halben Stunde war es mir noch nicht gelungen, die Eisschicht zu entfernen, auch mit voll aufgedrehter Heizung nicht, die einfach nur kalt blieb. Ein Blick auf die Temperaturanzeige: -17,5°! Die Füße zu Eisklumpen erstarrt, und das kann meiner seit drei Tagen dauernden grippalen Infektion ja auch nicht gut tun! Schnief! Beim Telefon des Autohauses gerate ich in die Dudel-Schleife, endlich geht jemand ran.
"Kein Problem, verschieben wir`s auf 13 Uhr." Um 14.00 soll der Fernsehmechaniker kommen, um 16.00 fängt meine Arbeit an, und zwischendurch soll das Auto auch noch woanders hin. Der Boden schwankt unter meinen Füßen. Aber wieso denn, ich kann doch auch mal später zur Arbeit kommen? Chef ist schon informiert. Jetzt ist erstmal Wartezeit angesagt, Zeit zum Putzen, Wäsche waschen und Durchsehen von Kapitel 25 und 26 für meinen Testleser. Natürlich denke ich, dass es das Grottenschlechteste ist, was ich je geschrieben habe. Ich kann gleich aufhören, es liest ja doch keiner und wenn, dann schmeißen sie es in den Papierkorb. NIE WIEDER SCHREIBEN!!! Mein Gott, was mach ich dann bloß? Neue Panik. Auto weggebracht, wiederhergefahren worden, Warten. Einen Blogeintrag schreiben, der hätte auch heißen können "Das beneidenswerte Leben eines Schriftstellers", Wäsche aufhängen, Staub saugen. Anruf: "Sollen wir auch Öl nachfüllen?" Ja, bitte sehr gern. Die Füße sind schon wieder kalt. Demnächst müsste der Fernsehmechaniker kommen, hoffentlich kommt er nicht, nachdem ich schon abgeholt worden bin. Ach, was für eine schöne Vorstellung: Fernseher läuft, Computer läuft, in der Arbeit läuft's, draußen zeigen sich erste Frühlingsboten, das Schreiben läuft und ich habe warme Füße, einen vollen Bauch und ärgere mich über nichts und niemanden mehr!