Im Sommer liegen hier die Stocherkähne, alles ist mit Leben erfüllt. Schon zu den Zeiten, in denen Hölderlin im Turm wohnte (1806-1843) ging es im Stift hoch her. Eduard Mörike kam häufig in den Karzer, wegen Tabakrauchens und Zuspätkommens nach Kneipentouren. Sein Freund Wilhelm Waiblinger stand ihm in nichts nach. Wegen seiner Affäre mit der Jüdin Julie und wegen seines renitenten Verhaltens musste er Stift und Universiät verlassen. Immer aber hat er sich um Hölderlin gekümmert, ihn zu Besuchen des "Presselschen Gartenhauses" auf dem Österberg abgeholt.
Auf dieser Mauer sitzen bei wärmerem Wetter Studenten und Touristen. Apropos wärmeres Wetter: In den Gärten vor dieses Häusern blühen jetzt schon Schneeglöckchen und Winterlinge
Hölderlinturm und Relikte aus längst versunkenen Zeiten.
A81 Stuttgart-Singen, Ausfahrt Herrenberg-Tübingen

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