Mittwoch, 15. Oktober 2008

Buchmesse, Finanzkrise &Co

Die Bundesregierung, Angela Merkel, wirbt um Zustimmung für ihr 500 Milliarden-Euro-Paket, das sie für die Banken geschnürt hat. Wir sind offensichtlich seit 1929 jetzt wieder in der schwersten Wirtschaftskrise aller Zeiten. Von 500 Milliarden Euro könne man, so schreibt die SZ, 15 Jahre lang alle Harztz IV-Empfänger ernähren und die Rente für alle zwei Jahre lang verdoppeln. Die Banken aber, die sowieso immer nur Geld gescheffelt haben, kriegen es umsonst. Ein Solibeitrag der Banker müsse her, fordert die SZ.
Derweil ist in Frankfurt die Buchmesse angelaufen. Die größten Renner seien E-Books, heißt es. Aber sie kosten in der Herstellung auch nicht weniger als ein normales Buch. Auch das Herunterladen vom PC entspreche dem Preis eines "echten" Buches. (Nebenbei bemerkt: so eine kleine Verlagsrettung war der Tagesschau keine Silbe wert, wie sollte es auch:-) Ob die Bundesregierung Herrn Lunkewitz, dem ehemaligen Besitzer des Aufbau Verlags, seine Forderungen in Millionenhöhe auch zahlt? Wir werden uns alle noch dumm und dämlich zahlen!)

Kommentare:

Petra hat gesagt…

Und wir werden dumm und dämlich...
...denn beide Aussagen sind Scheinrealitäten, medienherbeigeredete Pseudowahrheiten.

Die Realität:
Die jetzige Bankenkrise ist auch nicht im mindesten mit 1929 vergleichbar. (Und die derzeitig weltweite Hungerkrise ist viel schlimmer und heftiger als alle Wirtschaftswehwehchen zusammen)

Die Realität:
Das e-book ist in Deutschland noch gar nicht ganz angekommen, geschweige denn spielt es eine so große Rolle.

Mein Tipp beim kritischen Blick hinter medienherbeigeredete Fassaden: Sich immer wie die alten Römer fragen: "Cui bono - wem nützt es?" Wer hat ein Interesse an solchen Nachrichten und warum?

Herzlichst,
Petra

Christa hat gesagt…

Also schließe ich daraus: Es nützt der Bundesregierung, wenn alle Angst haben, es könne so kommen wie 1929 ...

Und ich schließe daraus: die Ebook-Anbieter wollen einfach ihr Produkt vermarkten, wenn sie sagen, aus den 100 000 Käufern würden bald eine Million.
Ich werde mir das Buch nicht nehmen lassen.:-)

Herzlichst
Christa

Pam hat gesagt…

Das mit den EBooks hört man doch schon seit Jahren. Getan hat sich da aber nicht wirklich viel. Ich mag Gedrucktes immer noch lieber mit ins Bett nehmen als so einen Computer.